Mobility Solutions

30. Deutscher Logistik-Kongress in Berlin Bosch-Aufsichtsratschef Fehrenbach: Mobilität der Zukunft nur mit moderner Infrastruktur Mobilitätskonzepte als Exportchance

  • Investitionen in Verkehrsinfrastruktur sind Voraussetzung für Mobilität der Zukunft
  • Technische Potenziale zur Verkehrslenkung werden nicht ausgeschöpft
  • Explorative Feldversuche für Lösungen und Konzepte in Deutschland
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  • 25. Oktober 2013
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Pressetext

Berlin – Mehr Investitionen in eine intelligente Infrastruktur für die Mobilität der Zukunft fordert Franz Fehrenbach, Aufsichtsratsvorsitzender der Robert Bosch GmbH. „Der Verkehr der Zukunft muss zuerst in Deutschland erfahrbar sein. Dazu braucht es mehr und sinnvollere Investitionen in die Mobilitätsinfrastruktur“, sagte Fehrenbach auf dem 30. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin. Erheblichen Nachholbedarf sieht Fehrenbach vor allem im Bereich der Verkehrsinfrastruktur. Dabei gehe es nicht nur um Brückensanierungen und den Ausbau des Autobahnnetzes. Vielmehr müssten Investitionen in die Infrastruktur sich an den grundlegenden Entwicklungslinien der Mobilität orientieren. Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung führten zu neuen Anforderungen an die Infrastruktur. Eine davon sei auch die effiziente Verkehrslenkung. Erste Ansätze dazu könnten mit einer Pkw-Maut umgesetzt werden. „Die Potenziale zur Verkehrslenkung und andere technische Möglichkeiten einer vernetzten Verkehrsinfrastruktur werden in der Diskussion derzeit noch weitgehend ignoriert“, sagte Fehrenbach. Stattdessen würde über Gültigkeitsbereiche bzw. über die Verwendung der Einnahmen aus einem Pkw-Maut-System mit Vignette gestritten.

Deutschland: Chancen des Vernetzungstrends nutzen
Der globale Trend der digitalen Vernetzung werde auch die Mobilität und damit den Verkehr grundlegend verändern. „Wir müssen diesem Trend in Deutschland eine Heimat geben. Dafür brauchen wir auch die notwendige Infrastruktur“, sagte Fehrenbach. Die Gestalt zukünftiger Verkehrsflüsse – ob Menschen oder Waren – seien teilweise noch Forschungsgegenstand. Die Zukunftstrends der Mobilität seien jedoch schon bekannt. „Elektrifizierte, automatisierte und vernetzte Mobilität kann nur realisiert werden, wenn zuvor die technologischen Voraussetzungen und technischen Rahmenbedingungen geschaffen wurden“, so Fehrenbach weiter. Dazu gehörten beispielsweise Schnittstellen zwischen erneuerbaren Energien und alternativen Antrieben, Telematikdienste sowie effiziente Führung von Verkehrsströmen. Fehrenbach weiter: „Mit einem modernen integrierten System könnte Deutschland sein Know-how im Bereich der intelligenten Verkehrslenkung ausbauen.“ Die verengte Diskussion über eine Pkw-Maut sei deshalb zu bedauern.

Mobilitätskonzepte als Exportchance
Gerade die weltweit entstehenden Megacities bräuchten neue Mobilitätskonzepte. „Intelligente, ressourcenschonende und damit nachhaltige Mobilität kann die nächste große Exportchance für Deutschland werden“, sagte Fehrenbach. Für den „Feldversuch“ neuer Lösungen und Konzepte in Deutschland fehle bislang aber die notwendige Infrastruktur. „Grundsätzlich wird die Rolle der Infrastruktur als Innovationsvehikel unterschätzt. Das zeigten die Diskussionen um die Investitionsschwerpunkte und deren Finanzierung“, so Fehrenbach.

Wettbewerb: Nicht Schreckgespenst sondern Motor des Fortschritts
Fehrenbach sieht in Deutschland aktuell erhebliche Effizienzpotentiale in vielen Märkten und Branchen. Mangelnder Wettbewerb, staatliche Intervention und Überregulierung würden in einigen Bereichen Intransparenz, Ineffizienz und falsche Marktentwicklungen fördern. „Wettbewerb wird eher als Schreckgespenst anstatt als Motor des Fortschritts wahrgenommen“, konstatierte Fehrenbach. Nur die Stärkung der Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft mache den Standort Deutschland zukunftsfest. „Wettbewerb als Kernelement der sozialen Marktwirtschaft garantiert Fortschritt, Wachstum und damit Wohlstand.“

Zukunftsgestaltung: Jetzt nicht nachlassen
Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen zwischen den Unionsparteien und der SPD wies Fehrenbach auf den nach wie vor großen Reformbedarf in Deutschland hin. Er warnte davor, sich durch die momentan gute konjunkturelle Lage in Deutschland von den eigentlichen Herausforderungen ablenken zu lassen. „Wenn wir jetzt bei der Gestaltung der Zukunft nachlassen, werden wir international zurückfallen.“

Über den Deutschen Logistik-Kongress
Der Deutsche Logistik-Kongress wird seit 1983 von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) veranstaltet. Er ist mittlerweile die wichtigste jährliche Logistikveranstaltung Europas. Er ist zentraler Treffpunkt der Wirtschaft in Deutschland. Der Anteil ausländischer Teilnehmer nimmt stetig zu. Die Jubiläumsveranstaltung findet vom 23. Bis zum 25. Oktober 2013 in Berlin statt.

Mehr Informationen zur Veranstaltung und zur BVL gibt es im Internet.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8373 - 25. Oktober 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

René Ziegler

+49 711 811-7639 E-Mail senden

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