Thermotechnik

Bosch-Dampfkesselanlage mit Solarwärme clever kombinieren Futtermittelhersteller spart 15 Prozent Energiekosten

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  • 21. Oktober 2013
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Pressetext

Die Erhöhung der Produktionskapazitäten veranlasste die Fixkraft Futtermittel GmbH mit Sitz am Donauhafen Enns in Österreich, ihre Energieversorgung neu aufzubauen. Zum Einsatz kam ein Systemkonzept des Anlagenbauers Ing. Aigner Wasser – Wärme – Umwelt GmbH aus Neuhofen a.d. Krems. Es besteht aus einer Bosch Dampfkesselanlage mit effizienzsteigernden Zusatzmodulen kombiniert mit einer Solarthermie-Anlage. Mit der neuen Energieversorgung kann Fixkraft die CO2-Emissionen um etwa 85 Tonnen pro Jahr senken und gegenüber der Altanlage circa 15 Prozent Energiekosten einsparen.

Der Universal Dampfkessel UL-S von Bosch mit einer Leistung von 2 500 Kilogramm Dampf pro Stunde stellt den Prozesswärmebedarf für die Futtermittelproduktion zur Verfügung. Der Sattdampf wird direkt in das Produkt eingeleitet, somit ist der Kondensatrücklauf sehr gering. Zur Unterstützung der Speisewasservorwärmung kommt eine Solarthermie-Anlage mit einer installierten Kollektorfläche von 320 Quadratmetern zum Einsatz.

Das benötigte Frischwasser wird aus dem hauseigenen Brunnen entnommen, aufbereitet und einem 6 000 Liter fassenden Wärmespeicher zugeführt. Die Solarkollektoren nehmen die Sonnenergie auf und geben diese über einen Wärmetauscher an das Wasser im Wärmespeicher ab.

Das Wasseraufbereitungsmodul WSM-V entgast das Zusatzwasser. Dabei wird es auf 103 Grad Celsius aufgeheizt. Die enthaltenen Gase lösen sich und verlassen mit einer kleinen Dampfmenge, dem sogenannten Brüdendampf, die Entgasungsanlage. Der Brüdenkühler VC nutzt die im Brüdendampf enthaltene Wärmeenergie und führt sie in das Wasseraufbereitungsmodul zurück. Dadurch wird Aufheizdampf gespart und die Energieeffizienz der Anlage erhöht.

Das Speisewasser selbst wird im Economiser weiter erwärmt und die Abgastemperatur des Kessels somit reduziert. Zur zusätzlichen Nutzung der Abgaskondensation ist dem Economiser ein Brennwertwärmetauscher aus Edelstahl nachgeschaltet. Das durch Solarthermie vorgewärmte Zusatzwasser nimmt die Kondensationswärme auf, bevor es über den Brüdenwärmetauscher und Entgaserdom in den Speisewasserbehälter geleitet wird.

Darüber hinaus gehört zur Kesselausstattung die emissionsarme Erdgasfeuerung mit Sauerstoffregelung. Diese misst kontinuierlich den Sauerstoffgehalt im Abgas und regelt entsprechend die Luftzufuhr. Moderne Touchscreen-Steuerungen mit Teleserviceanbindung ermöglichen einen bedarfsgerechten und zuverlässigen Anlagenbetrieb.

Fixkraft profitiert durch die Nutzung von Sonnenenergie und Wärmerückgewinnungseinrichtungen von einer sehr wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Dampfversorgung. Der Energieeinsatz wird verringert und der Wirkungsgrad gesteigert.

Seit mehr als 145 Jahren steht die Bosch Industriekessel GmbH, ein Unternehmen der Bosch Thermotechnik GmbH, für Innovation im Bereich der industriellen Kesseltechnik. Kundenspezifische Dampf-, Heißwasser- und Heizkesselanlagen stellen Heiz- und Prozesswärme effizient für alle Anwendungsgebiete zur Verfügung. Perfekt aufeinander abgestimmte Kesselhauskomponenten in Modultechnik sowie intelligente Regel- und Steuerungstechnik vereinfachen die Planung, Montage und Inbetriebnahme der Gesamtanlage wesentlich. Umfassende Serviceleistungen aus einer Hand runden das innovative Portfolio ab.

Mehr Informationen unter www.bosch-industrial.com.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter-nehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 mit rund 306 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 52,5 Milliarden Euro. Seit Anfang 2013 gilt eine neue Struktur mit den vier Unternehmensbereichen Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2012 gab Bosch rund 4,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete rund 4 800 Patente weltweit an. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch innovative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8363 - 21. Oktober 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Annemarie Wittmann

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