Mobility Solutions

Bosch kompakt Motorrad-ABS von Bosch Mehr Sicherheit für Zweiräder

  • ABS kann ein Viertel aller Motorrad-Unfälle in Deutschland verhindern
  • ABS verhindert beim Bremsen das Blockieren der Räder auch auf wechselnden Untergründen
  • Motorcycle Stability Control unterstützt den Zweiradfahrer in allen Fahrsituationen
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  • 23. September 2013
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Pressetext

Ein Motorrad sicher zu stoppen, ist nicht immer einfach. Besonders bei starkem Bremsen oder rutschiger Fahrbahn droht durch blockierte Räder schnell ein Sturz. Das Antiblockiersystem (ABS) von Bosch ermöglicht Motorradfahrern ein wesentlich sichereres Bremsen, indem es das Blockieren der Räder verhindert. Damit können sowohl Stürze verhindert als auch der Bremsweg deutlich verkürzt werden.

Nutzen: Den enormen Sicherheitsgewinn des Systems bestätigt eine Bosch-Untersuchung auf Basis der deutschen Unfalldatenbank GIDAS: Ein Viertel aller Motorradunfälle könnte mit serienmäßigem ABS verhindert werden. Ein weiteres Drittel dieser Unfälle wäre durch den Blockierschutz zumindest positiv beeinflussbar.

Die ABS-Pflicht für Motorräder kann laut einer Nutzenstudie der Europäischen Kommission bis 2020 mehr als 5 000 Menschenleben retten. Auch für die aufstrebenden Märkte in Asien und Südamerika verspricht das ABS eine signifikante Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Funktion: Bei einem Motorrad mit Antiblockiersystem überwacht das ABS-Steuergerät mit Hilfe von Raddrehzahlsensoren ständig die Geschwindigkeit der Räder. Droht ein Rad zu Blockieren, regelt das System gezielt den Bremsdruck: der Fahrer kann sicher abbremsen. Das Zweirad bleibt stabil und lenkbar – selbst bei ungünstigen Fahrbahnbedingungen wie Sand, Rollsplit oder Nässe. Das Risiko eines bremsbedingten Sturzes kann deutlich verringert werden.

Modularer Baukasten: Mit der ABS-Generation 9 für Motorräder hat Bosch das erste speziell für Motorräder entwickelte Antiblockiersystem auf den Markt gebracht. Es ist 0,5 Liter groß und 700 Gramm schwer – und damit wesentlich kleiner und leichter als bisherige Systeme, die immer von Pkw-Systemen abgeleitet wurden. Dank seines modularen Systemaufbaus und unterschiedlicher Funktionsumfänge lässt sich die Technik in jeder Leistungsklasse einsetzen – von der preiswerten Einstiegsmaschine bis zum Supersportler.

Als Einstiegsversion zählt das 1-Kanal-Antiblockiersystem ABS 9M light. Dieses wirkt nur auf das Vorderrad und ist deshalb gegenüber einem konventionellen, zweikanaligen ABS noch kostengünstiger. Konzipiert ist es für die preiswerten Motorräder in den aufstrebenden Märkten Asiens und Südamerikas. Voraussetzung für den Einsatz des Systems ist eine hydraulische Bremsanlage – ein Standard, der sich auf allen Märkten auf dem Vormarsch befindet. Der Serienstart ist für Anfang 2014 geplant.

ABS 9 base bietet bereits den vollen Blockierschutz für Vorder- und Hinterrad. Das System reagiert sicher selbst auf sich blitzartig verändernde Straßenverhältnisse wie Rollsplitt oder Ölflecken.

Für leistungsstärkere Maschinen eignet sich ABS 9 plus. Mithilfe eines zusätzlichen Drucksensors kann die Performance der ABS-Regelung nochmals verbessert werden und das System kann die Neigung zum Überschlag noch früher erkennen und damit entgegenwirken.

Die leistungsfähigste Ausbaustufe ABS 9 enhanced bietet zusätzlich die sogenannte eCBS-Funktion. Dieses Kürzel steht für „electronically Combined Brake System“, zu Deutsch elektronisches Verbund-Bremssystem. Bei dieser neuartigen Kombination aus Vorder- und Hinterradbremse genügt es, wenn der Fahrer nur eine der beiden Bremsen – wahlweise vorne oder hinten – betätigt: ABS 9 enhanced schaltet die zweite Bremse automatisch zu, ohne dass die Bedienkraft für den Fahrer ansteigt oder die Dosierung sich verändert. Schon heute kann ABS 9 enhanced helfen, Aufstellmoment und Kurvenneigung beim Bremsen in Schräglage moderat zu stabilisieren.

Motorcycle Stability Control: Dieses Sicherheitssystem basiert auf dem ABS 9M enhanced und wurde nochmals um umfangreiche Sensorik und ausgeklügelte Software erweitert. Damit unterstützt sie als weltweit erstes System bei allen Fahrzuständen, das heißt beim Bremsen, Beschleunigen, bei Geradeausfahrt und auch in Kurven.

Zusatzfunktionen für noch mehr Komfort und Sicherheit
Das Bosch-ABS kann nicht nur die Bremswirkung des Motorrads verbessern. Viele Zusatzfunktionen ermöglichen Motorradfahrern ein noch sichereres und komfortableres Fahren.

Traktionskontrolle: Sie verhindert beim starken Beschleunigen das Durchdrehen des Hinterrads und wirkt dem Aufsteigen des Vorderrades entgegen. Die Traktionskontrolle ist in alle 2 Kanal-Systeme der ABS-Generation 9 von Bosch integrierbar.

Berganfahrhilfe: Bei Halten an einer Steigung muss bislang durchgängig gebremst werden, um nicht zurück zu rollen. Die Berganfahrhilfe hält nach dem Lösen der Bremse durch den Fahrer den Bremsdruck weiter aufrecht. So bleibt das Motorrad stehen, bis der Fahrer wieder anfährt. Die Komfortfunktion ist in das ABS 9M enhanced integrierbar.

Sicherheit für Zweiräder seit 1994
Bosch fertigt den Blockierverhinderer für Zweiräder bereits seit 1994. Erstmals wurde das System in einem Polizeimotorrad der Marke Suzuki in Japan verbaut. Entwickelt werden die Systeme seit 2007 im Bosch-Entwicklungszentrum für Zweiradsicherheit in Japan.

ABS-Pflicht: Von 2017 an schreibt das Europäische Parlament Antiblockiersysteme für alle Motorräder mit mehr als 125 Kubikzentimetern (ccm) Hubraum vor. Für neue am Markt eingeführte Modelle gilt diese Verordnung bereits ab 2016. Kleinere Maschinen ab 50 ccm müssen mit ABS oder einem kombinierten Bremssystem ausgestattet sein. Letzteres stellt jedoch nur eine mechanische Verbindung zwischen Vorder- und Rückbremse dar und ermöglicht, dass beim Bremsen immer beide Räder verzögern. Dennoch können die Räder blockieren, da eine Regelung des Bremsdrucks wie bei ABS-Systemen fehlt.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8331 - 23. September 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

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