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Exakte Kontrolle der Treibstoffverteilung Wie Bosch mit haarfeinen, lasergebohrten Löchern Emissionen spart Besonders effiziente Verbrennung

  • Hilft beim Unterschreiten anspruchsvoller Abgasnormen
  • Effizienter Umgang mit Energie ist Bosch-Kernkompetenz
  • Treibstoff in feinste Tröpfchen zerstäubt
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  • 04. Dezember 2013
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Pressetext

Stuttgart – Bosch bändigt die Kraft des Lasers, um damit haarfeine Löcher in hartes Metall zu bohren. Warum eigentlich? Ein gutes Beispiel ist die Benzin-Direkteinspritzung. Hier trägt die außergewöhnliche Qualität der Bohrungen zu einer besonders guten Verbrennung des Kraftstoffs bei. Dies geht mit einer Verringerung der Emissionen einher.

Vorteil 1: winzige Tröpfchen, gute Verbrennung
Das Benzin wird unter hohem Druck (200 bar) durch fünf haarfeine, mit dem Laser geschaffene Bohrungen direkt in den Zylinder gespritzt. Dabei sorgen die scharfen Kanten und glatten Innenseiten der Löcher dafür, dass der Kraftstoff in extrem kleine Tröpfchen zerstäubt. Genau dies ist erwünscht: Je feiner das Spray ausfällt, umso größer ist seine Oberfläche. Das führt zu einem besonders guten Kontakt mit dem Sauerstoff der Luft. Springt der Zündfunke über, verbrennt das Benzin daher fast vollständig.

Vorteil 2: gezielte Steuerung
Für eine effiziente, saubere Verbrennung soll möglichst wenig des eingespritzten Kraftstoffes an die Wände des Zylinders oder auf die Oberfläche des Kolbens geraten. Denn dort verbrennt der Kraftstoff schlechter. Für eine möglichst exakte Kontrolle der Treibstoff-Verteilung im Brennraum bohrt Bosch daher nicht alle fünf Löcher mit dem gleichen Durchmesser. Diese reichen stattdessen von 0,25 Millimeter bis herab auf 0,1 Millimeter. Durch die kleinsten Öffnungen gelangt immer etwas weniger, durch die größeren immer etwas mehr Benzin. Damit wird das Spray im Zylinder gezielt in Form gebracht. So entfaltet der Treibstoff den größten Effekt.

Vorteil 3: sparsames Konzept
„Die Fertigung mit ultrakurzen Laserpulsen trägt wesentlich zur besonderen Geometrie der Löcher bei. Und sie macht es überhaupt erst möglich, in einem Arbeitsgang verschiedene Durchmesser in das gleiche Werkstück zu bohren“, sagt Bosch-Geschäftsführer Dr. Rolf Bulander. Er ist unter anderem für Qualität und Antriebstechnologien verantwortlich. „Auf diese Weise hilft die Fertigung mit den Lasern dabei, den Kraftstoffverbrauch bei der Benzin-Direkteinspritzung im Vergleich zur klassischen Saugrohreinspritzung um bis zu 20 Prozent zu verringern“, sagt Dr. Bulander. Auch trägt dies dazu bei, künftige anspruchsvolle Abgasnormen zu unterschreiten.

Technik fürs Leben
„Der effiziente Umgang mit Energie gehört zu unseren Kernkompetenzen“, ergänzt der Vorsitzende der Bosch-Geschäftsführung, Dr. Volkmar Denner. „Viele unserer 1 300 Forscher arbeiten täglich an immer neuen Lösungen in diesem Bereich. Wir bei Bosch haben einen gemeinsamen Nenner dafür: Technik fürs Leben.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8319 - 04. Dezember 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Thilo Resenhoeft

+49 711 811-7088 E-Mail senden

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