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Neuer Abgasturbolader für Ottomotoren von BMTS im Serieneinsatz bei Volkswagen

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  • 10. September 2013
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Pressetext

Frankfurt, September 2013 – Der erste von Bosch Mahle Turbo Systems (BMTS) für Pkw-Ottomotoren entwickelte Abgasturbolader startet erfolgreich in den Markt. Zum Einsatz kommt der Lader im neuen 1,2-l-Vierzylinder-TSI-Motor von Volkswagen – und damit in einem typischen Downsizing-Motor, der durch seine Anwendung im modularen Querbaukasten in zahlreichen Marken des Volkswagen Konzerns ein enormes Volumen erzielt.

Mit diesem Auftrag folgt nach dem erfolgreichen Start des Laders mit variabler Turbinengeometrie (VTG) von BMTS in einem der wichtigsten Diesel-Motoren des Volkswagen Konzerns, dem 2.0 TDI, ein Volumenmotor im Segment der hocheffizienten Ottomotoren.

Bis weit in die nächste Dekade wird die Effizienz der konventionellen Verbrennungsmotoren den Energieverbrauch und damit die CO2-Emissionen im Verkehr entscheidend bestimmen. Daher werden immer kompaktere Motoren, in denen High-Tech den geringeren Hubraum und die reduzierte Zylinderzahl kompensiert, den Markt maßgeblich prägen. Die Turboaufladung ist eine der Schlüsseltechnologien des modernen Verbrennungsmotors, um Verbrauchs- und Emissionswerte zu senken und damit die strengen Limits des Flottenverbrauchs zu unterschreiten. Gleichzeitig trägt sie entscheidend dazu bei, dass die Leistung und die Charakteristik des Motors noch weiter verbessert werden können. Nur durch ihre Hilfe können Motoren mit reduziertem Hubraum oder geringerer Zylinderanzahl effizient eine höhere spezifische Leistung erreichen und gleichzeitig die hohen Ansprüche an den Komfort und die Performance erfüllen.

Bei identischer Ausführung deckt der Turbolader zwei Motorapplikationen ab und wird sowohl in der Leistungsstufe mit 63 kW, als auch in der 77-kW-Variante genutzt. Beim 1,2-l-TSI-Motor ist der Abgaskrümmer im Zylinderkopf integriert, der Turbolader wird daher direkt am Zylinderkopf angeflanscht. Hier trifft der Abgasstrom mit bis zu 950 °C auf das Turbinenrad, das aus dem hitzebeständigen Werkstoff Inconel gefertigt wird. Ein wassergekühltes Lagergehäuse sorgt zudem dafür, dass der Turbolader den hohen Belastungen dauerhaft standhält.

Neben der Dauerhaltbarkeit ist das Ansprechverhalten des Laders besonders wichtig. Nur wenn er auch den geringen Abgasvolumenstrom bei niedrigen Drehzahlen effizient umsetzen kann, wird dem Motor frühzeitig genügend Luft zur Anhebung des Drehmoments zur Verfügung gestellt. Dieses so genannte Low-End-Torque ermöglicht im Realbetrieb die häufigere Nutzung von verbrauchsgünstigen Betriebspunkten des Motors im unteren Drehzahlbereich und erlaubt frühes Hochschalten in den nächsten Gang. Das senkt die durchschnittliche Motordrehzahl und damit den Verbrauch im realen Fahrbetrieb. So steht beispielsweise in der 63-kW-Variante des 1.2-TSI-Motors das maximale Drehmoment von 160 Nm bereits ab 1400 1/min zur Verfügung.

Ausschlaggebend für das gute Ansprechverhalten des neuen Turboladers von BMTS für Ottomotoren sind einerseits konstruktive Lösungen, wie die reibungsarme Schwimmbuchsenlagerung oder die Auslegung der Turbinenschaufel-Geometrie, die einen besonders hohen Wirkungsgrad erzielt. Andererseits sind Simulationen bereits in frühen Entwicklungsphasen entscheidend. Darin werden neben der Effizienz und der Dauerhaltbarkeit auch bereits weitere wesentliche Aspekte im Vorfeld berechnet und geprüft; zum Beispiel das akustische Verhalten des Turboladers.

Exakte Funktion und höchste Qualität können nur durch eine hochpräzise und moderne Produktion erreicht werden. Am Standort St. Michael/Österreich hat BMTS eine neue Fertigung aufgebaut. Hier hielten viele Neuerungen Einzug, die für einen ganz neuen Qualitäts- und Technologiestandard sorgen. Beispielsweise wird das Verdichterrad gefräst und damit die Grundunwucht deutlich reduziert. So werden die Pulsationsgeräusche des Laders effektiv abgesenkt und ein überlegenes Komfortniveau erzielt. Dazu wird durch diese präzise Fertigung schon der Grundstein für eine hohe Langzeitqualität gelegt.

Als eine Weltneuheit gilt der End-of-Line-Test. Am Ende der Produktionslinie werden Fertigungsparameter und Wuchtwerte in einem vollautomatischen Prozess überprüft und die volle Funktionsfähigkeit jedes einzelnen Abgasturboladers bestätigt. Alle Daten werden bauteilbezogen gespeichert. So kann bei einem Werkzeugbruch im Fertigungsverfahren sofort reagiert werden und die betroffenen Teile zurückverfolgt und ausgesondert werden sowie Reklamationen zuverlässig analysiert werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Auf der 65. Internationalen Automobil-Ausstellung 2013 in Frankfurt am Main präsentiert Bosch technische Lösungen für die vernetzte Mobilität. Vielfältige Innovationen machen den Straßenverkehr künftig noch effizienter und sauberer, aber auch sicherer und komfortabler. Bosch zeigt seine Highlights auf der IAA in Halle 8, Stand A04.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen, langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 % bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte sind mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com.


Als führender globaler Entwicklungspartner der Automobil- und Motorenindustrie bietet MAHLE seinen Kunden eine einzigartige Systemkompetenz im Bereich Verbrennungsmotor und Motorperipherie. So zählt der MAHLE Konzern weltweit zu den Top-3-Systemanbietern für Kolbensysteme, Zylinderkomponenten, Ventiltriebsysteme, Luftmanagement-Systeme und Flüssigkeitsmanagement-Systeme. Alle bekannten Hersteller von Verbrennungsmotoren gehören zu den Kunden.

In allen wichtigen Weltmärkten zeigt MAHLE Präsenz vor Ort. Mehr als 40 000 Mitarbeiter engagieren sich an 110 Produktionsstandorten und in sieben Forschungs- und Entwicklungszentren. Weltweit arbeiten circa 2 300 Entwicklungsingenieure und Techniker als Entwicklungspartner unserer Kunden an zukunftsweisenden Konzepten, Produkten und Systemen für die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors. 2007 erwartet der MAHLE Konzern einen Umsatz von ca. 5 Mrd. EUR (7,5 Mrd. USD) und zählt damit zu den30 weltweit größten Automobilzulieferern.

Mehr Informationen unter www.mahle.com.

PI8287 - 10. September 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Ruben Danisch

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