Mobility Solutions

Bosch kompakt Diesel-Einspritzsysteme Drucksteigerung auf 2 500 bar, modulare Magnetventile und Piezo-Prinzip

Beitrag sammeln
PDF herunterladen
  • 10. September 2013
  • Mobility Solutions
  • Presseinformation

Pressetext

Common Rail Injektoren: Sehr schnell und dadurch sehr sauber
Diesel-Common-Rail: Im Jahr 2012 liefen weltweit mindestens vier von fünf Diesel-Neuwagen mit einem Common-Rail-System. Bosch ist Marktführer bei dieser Technik: 2012 wurden über acht Millionen Systeme ausgeliefert, 2015 werden es gut 12 Millionen sein – also 50 Prozent mehr.

Piezo-Injektoren – Vorreiter mit Spitzendrücken: Mit dem CRS3-25 Common-Rail-System stellt Bosch seinen ersten Piezo-Injektor für Pkw vor, der mit einem Druck von 2 500 bar arbeitet. Die neuen Piezo-Modelle von Bosch sind mit dem erhöhten Einspritzdruck technisch an der Spitze. Durch die optimierte Einspritzung wird der Kraftstoff noch feiner zerstäubt und kann besser verbrennen. Zudem ermöglichen fortschrittliche Piezo-Injektoren eine Mehrfacheinspritzung mit bis zu zehn Einzeltakten. Das ist wichtig, um künftige Emissionsgrenzwerte einzuhalten oder die Leistung von Motoren weiter zu steigern.

Magnetventil-Injektoren: Parallel zu Piezo-Systemen werden auch Magnetventil-Injektoren ständig optimiert. Ein Beispiel hierfür ist der neue CRI2-20 von Bosch mit einem Einspritzdruck von 2 000 bar. Alle Magnetventil-Injektoren von Bosch bauen modular aufeinander auf und ermöglichen somit dem Fahrzeughersteller den Einsatz verschiedener Modellgenerationen im gleichen Basismotor.

Kontinuierliche Weiterentwicklung: Auch bei Magnetventil-Injektoren sind weitere Drucksteigerungen möglich. Druckausgeglichene Ventile machen das möglich: Ein im Injektor integrierter Hochdruckspeicher verhindert bei dieser Technik Druckschwingungen im System. So kann der Kraftstoff noch gezielter eingespritzt werden, was Emissionen senkt und die Geräuschentstehung des Systems senkt. Genauso wie Piezo-Injektoren machen auch Magnetventil-Injektoren eine Mehrfacheinspritzung möglich. Das trägt dazu bei, den Kraftstoff und damit die CO2-Emissionen sowie Schadstoffe und Geräuschemissionen des Motors weiter zu reduzieren.

Hintergrundwissen: Piezo-Prinzip und Emissionsnormen
Funktionsprinzip Piezo: Der piezoelektrische Effekt ermöglicht die Umwandlung mechanischer Verformungskraft in elektrische Signale und umgekehrt. Legt man einer piezoelektrischen Keramik eine elektrische Spannung an, verändert sie ihre Länge blitzschnell. Diese Längenänderung lässt sich einsetzen, um mechanische Kräfte zu erzeugen. Ein Piezo-Injektor nutzt diesen Effekt, um den Öffnungs- und Schließmechanismus des Einspritzventils zu betätigen. Für die Serienentwicklung des Piezo-Prinzips erhielt Bosch zusammen mit Siemens VDO im Jahr 2005 den Deutschen Zukunftspreis.

Meilensteine: 1997 gingen Common-Rail-Systeme im Pkw in Serie. Ersteinsatz bei Mercedes-Benz C 220 CDI und Alfa Romeo 156 JTD. Der Einspritzdruck lag damals bei bis zu 1 350 bar. Darüber hinaus feierte Diesel-Technik auch im Rennsport beachtliche Erfolge. Seit 2006 gewannen nur Diesel beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Mit an Bord war immer speziell für den Rennsport entwickelte Einspritztechnik von Bosch.

Emissionsgesetzgebung: Einspritzsysteme von Bosch tragen dazu bei, dass Diesel-Fahrzeuge weltweit heutige und künftige Emissionsnormen einhalten können. Mittels weiterer Drucksteigerung und Einspritzdynamik können Fahrzeughersteller den Motor perfekt mit der Abgasnachbehandlung abstimmen.

Kraftstoffqualität: Eine Herausforderung für jedes Einspritzsystem sind die unterschiedlichen Kraftstoffqualitäten weltweit. Zum Beispiel variiert die Schmierfähigkeit von Diesel-Kraftstoff teilweise erheblich zwischen den einzelnen Regionen. Deshalb entwickelt Bosch seine Common Rail Injektoren so, dass sie grundsätzlich für den weltweiten Einsatz geeignet sind.

Video-Animation
Common Rail System

Weitere Informationen finden Sie hier.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8260 - 10. September 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Florian Flaig

+49 711 811-6282 E-Mail senden

Diesen Beitrag teilen