Mobility Solutions

Bosch auf der IAA 2013 Bosch-Kraftfahrzeugtechnik nimmt Fahrt auf: Fünf Prozent mehr Wachstum, Rendite rund sechs Prozent

  • Wachstum der Bosch-Gruppe in diesem Jahr bewegt sich innerhalb der Prognose von zwei bis vier Prozent
  • Bosch bündelt seine Kräfte für das automatisierte Fahren und vernetzt verschiedene Geschäftsfelder
  • 30 Serienprojekte rund um die Elektromobilität bis 2014
Beitrag sammeln
PDF herunterladen
  • 10. September 2013
  • Mobility Solutions
  • Presseinformation

Pressetext

Stuttgart/Frankfurt am Main – Der Umsatz der Bosch-Kraftfahrzeugtechnik wird 2013 im operativen Geschäft voraussichtlich um rund fünf Prozent steigen. Damit wächst der Unternehmensbereich stärker als die weltweite Automobilproduktion. Das teilte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und zuständig für Forschung und Entwicklung, auf der 65. Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main mit. Auf der Ertragsseite erwartet Bosch bei der Kraftfahrzeugtechnik in diesem Jahr eine Vorsteuer-Umsatzrendite von rund sechs Prozent. Auch die Bosch-Gruppe insgesamt bleibt auf Kurs: Das Wachstum des Unternehmens bewegt sich für das laufende Geschäftsjahr innerhalb der Prognose von zwei bis vier Prozent. „Den Ertrag verbessern wir ebenfalls plangemäß, auch wenn noch erhebliche Anstrengungen notwendig sind und uns die Photovoltaiksparte noch stark belastet“, sagte Denner.

Wachstum in China und Nordamerika, allmähliche Erholung in Europa
Weltweit wird die Autoproduktion nach Einschätzung von Bosch in den kommenden Jahren im Schnitt um drei Prozent wachsen. Das sind ein bis zwei Prozentpunkte weniger als in den Jahren vor der Finanzkrise. „Nordamerika und China werden weiter die Wachstumsmotoren des globalen Automobilmarktes sein, während sich Europa erst allmählich beleben wird“, erklärte Denner. Als Indikator hierfür nannte er das Pkw-Durch-schnittsalter in Europa, das mit nahezu neun Jahren eine Rekordhöhe erreicht hat. Dies werde mittelfristig dazu führen, dass Autofahrer ihre Gebrauchtwagen durch Neufahrzeuge ersetzten. In Nordamerika allerdings sei die zugelassene Fahrzeugflotte aktuell rund elf Jahre alt, woraus sich schon jetzt eine erhöhte Nachfrage ergebe. „In einem Land wie China geht es dagegen um ein Aufholen in größerem Maßstab“, ergänzte Denner. Denn China habe insgesamt betrachtet erst ein Zehntel der westeuropäischen Fahrzeugdichte erreicht.

Bosch hat deshalb seine Aktivitäten in den Schwellenländern verstärkt und wird in der Region Asien/Pazifik von 2011 bis 2013 rund 2,8 Milliarden Euro investiert haben. Damit folgt Bosch einem Branchentrend: Die japanischen und deutschen Fahrzeugkonzerne steigern den Anteil ihrer Auslandsproduktion – von jeweils rund der Hälfte im Jahr 2005 auf zwei Drittel im Jahr 2015. „Bosch geht als globalisierter Zulieferer den internationalen Weg seiner Kunden mit“, bekräftigte Denner. Bosch ist bereits heute weltweit in der Nähe seiner Kunden aus der Automobilindustrie – mit einem Netzwerk aus 95 Fertigungs- und 50 Entwicklungsstandorten. Allein die Forschung und Entwicklung für die Kraftfahrzeugtechnik wird zum Jahresende 36 000 Mitarbeiter haben. Im schwäbischen Renningen investiert der Konzern darüber hinaus 300 Millionen Euro in den Bau eines neuen Forschungszentrums.

Vom Verbrennungsmotor bis zum kompletten Elektroantrieb
Die intensive Forschungstätigkeit hat einen wesentlichen Anteil daran, dass Bosch bei elektronischen Antriebs- und Sicherheitssystemen Markt- und Innovationsführer ist. Auch bei Diesel- und Benzinmotoren kann der Verbrauch technisch noch weiter gesenkt werden: Durch weiteres Downsizing und verbesserte Brennverfahren können gegenüber dem Stand von 2012 nochmals 20 Prozent Kraftstoff eingespart werden. Mit dieser optimierten Technik lassen sich selbst strenge CO2-Vorschriften, wie sie sich für 2020 in der Europäischen Union abzeichnen, weitgehend erreichen. Je nach Fahrzeugklasse kann darüber hinaus eine Elektrifizierung des Antriebsstrangs erforderlich sein. Bosch setzt dabei auf ein breit gefächertes Portfolio. Das Boost Recuperation System ist beispielsweise ein erschwinglicher Einstiegshybrid mit einem 48-Volt-Generator und einer kompakten Lithium-Ionen-Batterie. Mit dem Strong- und dem Plug-in-Hybrid komplettiert Bosch sein Portfolio. Bis 2014 wird das Unternehmen 30 Serienprojekte rund um die Elektromobilität realisiert haben – vom vollelektrischen System für Kleinwagen bis zum elektrifizierten Sportwagen.

„Bosch bündelt seine Kräfte für das automatisierte Fahren“
Weltweit werden die Ziele und Vorgaben für den Umwelt- und Unfallschutz im Straßenverkehr weiter verschärft. Dies gibt sowohl der Elektrifizierung des Antriebs als auch der Automatisierung des Fahrens weitere Wachstumsimpulse. Das Marktvolumen im Bereich der Fahrassistenz legt von 2013 bis 2017 jährlich um ein Drittel zu. Davon profitiert Bosch und wächst schon heute stärker als der Markt. Mit Fahrerassistenz- und Sicherheitssystemen macht das Unternehmen einen Umsatz von fünf Milliarden Euro jährlich. Insgesamt arbeiten bei Bosch 5 000 Entwickler in diesem Bereich.

Neben der weiteren Verbesserung von Fahrerassistenzsystemen und Sensorik ist vor allem die Vernetzung des Autos die wesentliche technische Herausforderung auf dem Weg zum automatisierten Fahren. So werden künftig über Mobilfunkschnittstellen große Datenmengen transportiert, für die Cloud erfasst und ausgewertet, sowie mit anderen Datenquellen vernetzt. Auf diese Weise wachsen das Fahrzeug und seine Umwelt zusammen und die Systeme können Gefahren schneller erkennen und darauf reagieren. Ein Beispiel hierfür ist ein Stauende in einer Kurve: Sobald Fahrzeuge abbremsen, wird die Gefahrenstelle erkannt und an andere Verkehrsteilnehmer, die auf den Stau zufahren, weiter gegeben.

Auf dem Gebiet der Fahrzeugvernetzung steht Bosch in intensivem Austausch mit externen Partnern und arbeitet in zahlreichen vorwettbewerblichen Kooperationen an den Voraussetzungen für vollautomatisiertes Fahren. Beispielsweise ist Bosch Gründungsmitglied des Center for Automotive Research (CARS), einem interdisziplinären Forschungsprogramm an der Stanford University.

Vor allem jedoch nutzt Bosch die Vorteile eines diversifizierten Weltkonzerns mit über 300 000 Mitarbeitern. Vernetzung erfolgt übergreifend über verschiedene Geschäftsbereiche. So weisen beispielsweise die Fußgängerschutzerkennung im Fahrzeug und die Personenerkennung von Überwachungskameras Parallelen auf. Hier arbeiten bei Bosch mehrere Geschäftsbereiche Hand in Hand – mittels einer gemeinsamen Basissoftware. „Bosch bündelt seine Kräfte für das automatisierte Fahren. Wir schmieden interne Allianzen auf dem kurzen Dienstweg“, betonte Denner.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Tochtergesellschaft Bosch Software Innovations. Das Boscheigene Softwaresystemhaus entwickelt Lösungen, die das Internet der Dinge und Dienste und damit die Vernetzung des Autos mit dem Internet erst ermöglichen. Diese Applikationen finden somit Anwendung in allen Bosch-Unternehmensbereichen. Das Auto auf der Straße wird genauso Teil des Internets werden wie der Kühlschrank in der Küche und die Verpackungsmaschine in der Fabrikhalle.

Bosch kompakt
Kraftfahrzeugtechnik von Bosch auf der IAA 2013
Von Produkthighlights wie dem iBooster über den Weg
zum elektrischen Fahren bis zum hochautomatisierten Auto
PI8311


Die Zukunft des Autofahrens:
elektrisch, automatisiert, vernetzt

Referat von Dr. Volkmar Denner,
Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung
RF00203


Weitere Informationen finden Sie hier.

Auf der 65. Internationalen Automobil-Ausstellung 2013 in Frankfurt am Main präsentiert Bosch technische Lösungen für die vernetzte Mobilität. Vielfältige Innovationen machen den Straßenverkehr künftig noch effizienter und sauberer, aber auch sicherer und komfortabler. Bosch zeigt seine Highlights auf der IAA in Halle 8, Stand A04.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8258 - 10. September 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

Diesen Beitrag teilen