Wirtschaft

Mitarbeiterentsendungen bei Bosch Kofferpacken fürs Ausland Worauf man bei Auslandstätigkeiten achten sollte

  • Vorbereitungsseminare helfen gegen Kulturschocks
  • Rückkehrgarantie und Wiedereingliederung sind Erfolgskriterien
  • Personalgeschäftsführer Kübel: „Entsendungen vernetzen Mitarbeiter“
Beitrag sammeln
PDF herunterladen
  • 14. August 2013
  • Wirtschaft
  • Presseinformation

Pressetext

Stuttgart – Wenn Arbeitnehmer in Deutschland derzeit ihre Koffer packen, fahren sie nicht unbedingt in den Urlaub: Viele verreisen auf Wunsch des Arbeitgebers. Dazu zählen Fach- und Führungskräfte, die einige Jahre für ihr Unternehmen ins Ausland wechseln. Sie sollen ihr Know-how vor Ort vermitteln, sich neue Fachkompetenzen aneignen oder interkulturelle Erfahrung sammeln. Auch beim Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch arbeiten jedes Jahr einige tausend entsendete Mitarbeiter in Landesgesellschaften rund um den Globus. 2012 waren mehr als 5 600 Beschäftigte bei Bosch außerhalb ihres Heimatlands eingesetzt. Damit die Eingewöhnung in die neue Landeskultur und die Rückkehr ins Heimatland nicht scheitern, ist eine systematische Betreuung vor, während und nach den Entsendungen wichtig.

„Mitarbeiter sollten sich schon zu Beginn des Auslandsaufenthalts mit ihrer Rückkehr auseinandersetzen“, erklärt Andreas Bäuerle, Leiter Internationale Entsendungen bei Bosch. „Deshalb sind unsere Auslandseinsätze auf vier Jahre befristet und unsere Mitarbeiter erhalten eine Rückkehrgarantie in die Landesgesellschaft, die sie entsendet hat.“

Eine unzureichend vorbereitete Rückkehr führt oft zur Unzufriedenheit beim Mitarbeiter, manche wechseln kurz danach auch ihren Arbeitgeber. Bei Bosch hingegen ist die Fluktuation ein Jahr nach Ende einer Entsendung sehr gering, ebenso liegt die Abbruchquote unter einem Prozent. Laut dem Personalexperten Bäuerle sollen Mitarbeiter für eine erfolgreiche Langzeit-Entsendung besonders auf folgende Punkte achten:

  • Entsendungsgespräch: Es sollte zwei bis vier Monate vorher über arbeitsrechtliche, steuerliche und finanzielle Aspekte der Auslandsversetzung informieren. Daran sollte auch der Partner teilnehmen, insbesondere wenn dieser eine Berufstätigkeit im Ausland anstrebt. Oftmals kann das Unternehmen den Partner dabei unterstützen.
  • Informationsreise ins Gastland: Sie bietet Gelegenheit, den neuen Arbeitsplatz, den Arbeitsort und das Land gemeinsam mit dem Partner kennen zu lernen. Die Kosten übernimmt in der Regel das Unternehmen.
  • Interkulturelles Vorbereitungsseminar: Es bereitet Mitarbeiter und Partner auf die Landeskultur, deren Besonderheiten und Lebensmuster vor. Ein Kulturschock lässt sich damit besser bewältigen.
  • Sprachkurse: Sie helfen Mitarbeiter und Partner, sich besser im Ausland zu integrieren, auch im privaten Umfeld.
  • Mentorenprogramm: Ein Mentor aus höherer Hierarchie betreut den Entsendeten und unterstützt ihn bei der Rückkehr. Ebenso hilft er im Vorfeld bei der internen Stellensuche.
  • Netzwerk: Ehemalige Entsendete geben ihre Länderexpertise an künftige Expatriates weiter. Der Erfahrungsaustausch liefert eine gute Vor- und Nachbereitung.
Entsendungen stärken Vielfalt und Vernetzung
Bei Bosch sind internationale Versetzungen zentraler Bestandteil der Personalpolitik. Der internationale Austausch durch Mitarbeiterentsendungen hilft, Know-how von Deutschland in die Regionen zu bringen und umgekehrt. „Internationale Entsendungen leisten einen wertvollen Beitrag zur Vernetzung unserer Mitarbeiter und schärfen den Blick für andere Sichtweisen“, betont Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH. „Dieser weltweite Wissenstransfer und der interkulturelle Austausch sind Teil unserer Vielfalt. Das schafft Impulse für neue Ideen.“

Auslandserfahrung als Karrierebaustein
Die Mehrheit der Führungskräfte bei Bosch ist in ihrer beruflichen Laufbahn mindestens zwei Jahre im Ausland gewesen. Aber auch kürzere Abordnungen sind für Arbeitgeber und -nehmer gleichermaßen attraktiv. Etwa 2 900 dieser „Short-Term-Assignments“ von drei bis etwa 24 Monaten Dauer zählte Bosch im vergangenen Jahr. Ein Auslandsaufenthalt stellt einen von fünf Karrierebausteinen dar, der zum Erreichen der nächsten Hierarchiestufe für Führungskräfte erforderlich ist.
Auslandsentsendungen haben bei Bosch eine lange Tradition: Bereits 1905, als die erste Auslandsfertigung anlief, kamen leitende Ingenieure von Paris nach Stuttgart, um sich Wissen und Unternehmenskultur für den ausländischen Bosch-Standort anzueignen.

Internet:
Bosch als Arbeitgeber: www.bosch-career.de
Mit Bosch ins Ausland: http://bit.ly/1bJnzW0

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8233 - 14. August 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Sven Kahn

+49 711 811-6415 E-Mail senden

Diesen Beitrag teilen