Mobility Solutions

Der neue iBooster von Bosch Intelligent verstärkte Bremskraft Basissystem für Elektromobilität und Fahrerassistenz

  • Größtmögliche Reichweite durch nahezu vollständige Rekuperation bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen
  • Kürzere Bremswege bei autonomen Notbremsungen durch dreimal schnelleren Druckaufbau
  • Individualisierbares Bremspedalgefühl dank frei programmierbarer Kennlinien
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  • 17. Juni 2013
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Pressetext

Bremssysteme im Auto wurden in den vergangenen Jahren immer leistungsfähiger. Insbesondere ABS und ESP haben die Sicherheit deutlich erhöht. Der bislang verbreitete vakuumbasierte Ansatz der Bremskraftverstärkung dagegen blieb in dieser Zeit nahezu unverändert. Er bietet nur geringe Möglichkeiten zur Energierückgewinnung und immer den gleichen, einmal definierten Verstärkungsgrad der Pedalkraft des Fahrers. Mit dem iBooster hat Bosch jetzt einen elektromechanischen Bremskraftverstärker entwickelt, der den Bremsbefehl des Fahrers situationsabhängig unterstützt. „Der iBooster macht Hybrid- und Elektrofahrzeuge noch effizienter und steigert die Sicherheit durch kürzere Bremswege“, fasst Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control, die Vorteile zusammen. Der iBooster vervollständigt zudem einen Baukasten von Bosch, aus dem sich für jede Fahrzeugkonfiguration das passende Bremssystem zusammenstellen lässt. Die Innovation geht noch 2013 für drei Serienprojekte in Produktion und wird mittelfristig in vielen Fahrzeugen den herkömmlichen Bremskraftverstärker ablösen.

Hohe Reichweite durch hohe Rekuperation
Damit Hybrid- und Elektrofahrzeuge die angestrebten Kraftstoffeinsparungen und Reichweiten erzielen, müssen sie beim Bremsen möglichst viel Energie für das elektrische Fahren zurückgewinnen. Im Idealfall soll daher das Auto nur mittels der E-Maschine durch die Umwandlung der Bewegungsenergie in elektrischen Strom abgebremst werden. So geht keine wertvolle Energie in der Bremse verloren. Der iBooster von Bosch ermöglicht eine nahezu vollständige Rekuperation, denn Verzögerungswerte bis 0,3 g werden ausschließlich über die elektrische Maschine erreicht. Dies deckt alle im normalen Straßenverkehr üblichen Verzögerungen ab. Muss dann doch einmal stärker gebremst werden, erzeugt der iBooster den zusätzlich erforderlichen Bremsdruck auf klassischem Weg über den Hauptbremszylinder. Der Fahrer merkt von dem harmonischen Zusammenspiel von Generator und Bremse nichts, das gewohnte Pedalgefühl bleibt vollständig erhalten.

Für die Bremsunterstützung hat Bosch im iBooster einen Elektromotor integriert, der über ein zweistufiges Getriebe die Verstärkung „On Demand“, also situationsgerecht, steuert. Der bislang vom Verbrennungsmotor direkt oder über eine Vakuumpumpe aufwändig und permanent erzeugte Unterdruck ist damit überflüssig. Schon dies allein spart Kraftstoff, und darüber hinaus lassen sich verbrauchsreduzierende Funktionen wie Start/Stopp oder Segeln, bei denen der Motor zeitweise abgeschaltet wird, noch umfassender nutzen.

Mehr Sicherheit und mehr Komfort
Das elektromechanische Konzept bietet aber noch weitere Vorteile. Erkennt das vorausschauende Notbremssystem eine gefährliche Situation, kann der iBooster den vollen Bremsdruck ganz autonom in rund 120 Millisekunden aufbauen. Damit ist er fast dreimal schneller als bisherige Systeme. In Notsituationen verzögert der iBooster das Fahrzeug damit schneller als ein Fahrer mit herkömmlichem Bremskraftverstärker. Der iBooster kann aber auch das sanfte Abbremsen des ACC bis zum Fahrzeugstillstand übernehmen – und dies komfortabel und geräuschlos. Ein großes Plus gerade bei leisen E-Fahrzeugen, bei denen Nebengeräusche im Innenraum deutlich stärker wahrgenommen werden.

Über die Definition der sogenannten Bremskennlinien können die Entwickler das Pedalgefühl frei gestalten und markentypisch auf die Wünsche des Kunden anpassen. Bietet das Auto zudem Fahrmodi wie sportlich, komfortabel und ökonomisch, kann die Bremse entsprechend sanft oder aggressiv ansprechen und verzögern. Auch eine situationsabhängige Unterstützung ist möglich, beispielsweise bei einer Gefahrenbremsung.

Modularer Baukasten bietet immer das passende Bremssystem
Der iBooster ist Teil eines Baukastens, aus dem Bosch für alle Autos und Kundenanforderungen das jeweils passende Bremssystem zusammenstellen kann – abhängig von Fahrzeuggröße, Antriebstechnik und Ausstattungsgrad mit Assistenzfunktionen. Das modulare System umfasst auf Seiten des Bremskraftverstärkers den iBooster oder die konventionelle, vakuumbasierte Lösung. Beim Bremsregelsystem steht ein klassisches ESP oder ein ESP hev, das speziell für den Einsatz in Hybrid- und Elektrofahrzeugen angepasst wurde, zur Wahl. Insbesondere bei Fahrzeugmodellen, die mit verschiedenen Antriebssträngen angeboten werden, bietet der Bosch-Baukasten ein bislang einmaliges Lösungspaket.

Hohe Flexibilität für die Automobilhersteller
Mit dem steigenden Angebot an Modellen und Antriebssystemen steigt auch die Komplexität der Technik dahinter. Über die freie Programmierbarkeit der Bremskennlinien kann der gleiche iBooster von Bosch in verschiedenen Varianten eines Fahrzeugmodells eingesetzt werden und hat eine jeweils angepasste Charakteristik. Die Programmierung erfolgt schnell und einfach am Bandende in der Fertigung. Dazu ist auch der Einbau bei Rechts-/Linkslenker-Modellen variabel und einfach möglich. Die Verstärkungseinheit selbst ist rein elektromechanisch, das heißt ohne Bremsflüssigkeit, und lässt sich damit flexibel um die Längsache drehen. Auch die Zukunft des Autofahrens ist schon vorgedacht: Das System bietet im Zusammenspiel mit dem ESP von Bosch die für automatisiert fahrende Autos aus Sicherheitsgründen erforderliche Redundanz des Bremssystems.

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Auf der 65. Internationalen Automobil-Ausstellung 2013 in Frankfurt am Main präsentiert Bosch technische Lösungen für die vernetzte Mobilität. Vielfältige Innovationen machen den Straßenverkehr künftig noch effizienter und sauberer, aber auch sicherer und komfortabler. Bosch zeigt seine Highlights auf der IAA in Halle 8, Stand A04.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI8143 - 17. Juni 2013

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

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