Mobility Solutions

Neue MEMS-Beschleunigungssensoren von Bosch Sensible Crash-Detektoren der fünften Generation SMA58x und SMA59x im SOIC14n-Gehäuse

  • Insgesamt vier Messbereiche von ±120 g bis ±480 g
  • Programmierbar über SPI- oder PSI5-Schnittstelle
  • PSI5-Schnittstelle mit optimierter Bus-Performance
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  • 25. September 2012
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Pressetext

Für die Insassenrückhaltesysteme im Auto stellt Bosch die nächste Generation peripherer Beschleunigungssensoren bereit – es ist bereits die fünfte seit 1996. Schlüsselmerkmale der neuen Digitalsensoren sind die große Messbereichsabdeckung von ±120 g bis ±480 g und die Kommunikation wahlweise über SPI- oder PSI5-V1.3-Schnittstelle. Periphere Sensoren befinden sich möglichst weit außen im Motorraum eines Fahrzeugs, an den Seiten oder im Heck – denn dort erkennen sie einen Aufprall frühzeitig. Die neuen Modelle der fünften Generation können jedoch mehr, als einen Crash nur melden: Sie übergeben dem Airbag-Steuergerät in wenigen Millisekunden sämtliche Daten, die die Elektronik braucht, um mit absoluter Sicherheit zu unterscheiden, ob der erkannte Zusammenstoß leicht oder schwer ist. Das Steuergerät unterzieht die eintreffenden Sensordaten einer Plausibilitätsprüfung, dann folgt die Entscheidung, welche der im Fahrzeug verbauten Rückhaltesysteme wie Front-, Kopf- oder Seitenairbag und Gurtstraffer es auslöst.

Vier Messbereiche, zwei Sensoren, einfache Integration
Die beiden neuen Sensoren sind bis auf die Messbereiche weitgehend baugleich: Der SMA58x ist umschaltbar von ±120 g auf ±240 g und für den Einbau in periphere Seitenaufprallsensoren vorgesehen. Spezialist für Frontalzusammenstöße ist mit doppelt so großen Messbereichen der SMA59x. Beide Sensoren messen entlang der Y-Achse; aus der Messwertauflösung mit zehn Bit und den Messbereichsendwerten ergeben sich Empfindlichkeitswerte zwischen 1 LSB/g und 4 LSB/g.

Vorteil der PSI5-V.1.3-Busschnittstelle ist die einfache Integration der Sen-soren, vorausgesetzt auch das Airbag-Steuergerät weist ein „Peripheral Sensor Interface 5“ auf. Denn dann können bis zu vier Busteilnehmer parallel oder in Serie betrieben werden. Damit auch unter solchen Bedingungen der Datenbus reibungslos funktioniert, haben die neuen Beschleunigungssensoren einen IDATA-Pin. Daran lassen sich kundenspezifisch dimensionierte Filter oder Dämpfungsglieder auswählen. Diese Beschaltung wird zusätzlich zum Sensorchip in das Gehäuse der peripheren Sensoren integriert.

Die Bosch-Ingenieure haben den SMA58x und SMA59x mit einem besonders wirksamen Offsetregler ausgestattet. Dieser führt langsame und auch schnelle Offsetkorrekturen automatisch aus, die Sensoren sind dadurch sehr robust gegen physikalische Störeinflüsse wie Vibrationen oder starke Schwankungen der Umgebungstemperatur. Zwei auswählbare Tiefpassfilter mit 213 Hertz und 416 Hertz Grenzfrequenz unterstützen zusätzlich die Signalkonditionierung.

Hintergrund MEMS-Technologie
Bosch hat die Entwicklung der MEMS-Technologie (Micro-Electro-Mechanical-Systems) von Beginn an geprägt. Seit Produktionsstart im Jahr 1993 hat das Unternehmen weit mehr als zwei Milliarden MEMS-Sensoren hergestellt. Die Produktionsmenge erreicht Jahr für Jahr neue Höchstwerte, allein 2011 haben rund eine halbe Milliarde Sensoren das Werk in Reutlingen verlassen. Damit ist Bosch Weltmarktführer. Das Angebot umfasst Druck-, Beschleunigungs-, Drehraten- und Inertialsensoren sowie MEMS-Mikrofone und Erdmagnetfeldsensoren für viele Anwendungen in der Automobilindustrie und Konsumelektronik. Mehr über Bosch-Sensoren im Automobil unter www.bosch-sensors.com.

 Technische Daten – SMA58x/SMA59x (Auszug - typische Werte)
 Messbereiche SMA58x: ±120 g und ±240 g
 SMA59x: ±240 g und ±480 g
 Sensierachse Y
 Messwertauflösung 10 Bit
 Linearitätsabweichung ±2 %
 zul. Umgebungstemperatur -40 °C bis +125 °C
 Versorgungsspannung max. 11 V
 Stromaufnahme max. 8 mA
 Gehäuse SOIC14n § 8,6 mm x 3,9 mm
 Zertifikate Umwelt: RoHS
 Lieferfähigkeit Serienfertigung läuft, Muster auf Anfrage


Leserkontakt:
Jochen Volm (AE/SCS2)
Telefon +49 7121 35-6651

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7724 - 25. September 2012

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

René Ziegler

+49 711 811-7639 E-Mail senden

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