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Für saubere und effiziente Dieselmotoren Bosch produziert das 75-millionste Common-Rail-System Erfolgsgeschichte begann im Jahr 1997

  • Bosch weltweit führender Anbieter von Common-Rail-Systemen
  • Diesel mit weiterem Potenzial zur Emissions- und Verbrauchsreduzierung
  • Künftig mit bis zu 2 500 bar Einspritzdruck
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  • 22. Dezember 2011
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Pressetext




Video: 75 Millionen Common-Rail-Systeme
Dr. Markus Heyn, Bosch Diesel Systems


Bosch begeht in diesem Jahr das zweite Diesel-Jubiläum: Nach 75 Jahren Diesel im Pkw feiert das Unternehmen im Dezember das 75-millionste bei Bosch gefertigte Common-Rail-System (CRS). Diese Technik, die vor 14 Jahren erstmals im Automobil zum Einsatz kam, war der Beginn des Imagewandels für den Diesel. 1997 lag der Marktanteil aller in Westeuropa verkauften Pkw-Selbstzünder bei 22 Prozent, heute ist jeder zweite neu zugelassene Pkw ein Diesel. „Ehedem galt der Diesel als sparsam und robust. Nach wie vor ist der moderne Common-Rail-Diesel effizient und langlebig, aber zusätzlich noch ausgesprochen dynamisch, komfortabel und umweltfreundlich. Die Common-Rail-Hochdruckeinspritzung hat in Verbindung mit der Turboaufladung den Diesel revolutioniert“, so Dr. Markus Heyn, bei Bosch Bereichsvorstand Dieselsysteme Pkw. Durch stetige Wei­terentwicklungen von Bosch wird der Selbstzünder zukünftig noch effizien­ter. So soll ein Fahrzeug der Kompaktklasse mit Dieselmotor im Jahr 2015 nur noch 3,6 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen. Das sind, verglichen mit einem gängigen Standarddiesel im Jahr 2009, rund 30 Prozent weniger Kraftstoff. Mit der Hybridisierung kann der Kraftstoffbedarf des Dieselmo­tors sogar um etwa 40 Prozent sinken.

Rasante Entwicklung der Stückzahlen
Die ersten Kunden für Common-Rail-Systeme waren im Jahr 1997 Alfa Romeo mit dem Modell 156 JTD und Mercedes mit dem C220 CDI. Die Stückzahlen des Common-Rail-Systems entwickelten sich in den folgenden Jahren rasant. 2001 waren drei Millionen Common-Rail-Systeme von Bosch im Einsatz, 2002 waren es bereits zehn Millionen und Anfang 2009 schon 50 Millionen. Hergestellt werden die entsprechenden Komponenten im weltweiten Fertigungsverbund an 17 Standorten. Allein im Jahr 2011 pro­duziert Bosch rund neun Millionen Common-Rail-Systeme, die sich in Pkw, Nutzfahrzeugen, im Off-Highway-Segment und auch in Großdieselanwen­dungen wie Schiffen wiederfinden.

Künftige Common-Rail-Technik mit bis zu 2 500 bar
Der Begriff „Common Rail“ steht für den Druckspeicher, aus dem Kraftstoff mit hohem Druck über die daran angeschlossenen Injektoren in die Zylin­der eingespritzt wird. Die damit möglichen Freiheitsgrade in den Mehr­facheinspritzungen machen die Motoren leiser und verringern den Kraft­stoffverbrauch, den CO2-Ausstoß und die Schadstoffemissionen. Während das erste Common-Rail-System mit einem Druck von 1 350 bar arbeitet, sind es beim aktuellen CRS2 bis zu 2 000 bar. Die exakte Zumessung des Kraftstoffs erfolgt über Magnetventile, die bis zu acht Einzeleinspritzungen pro Arbeitstakt ermöglichen. Das CRS2 ist in allen Pkw-Fahrzeugklassen sowie in leichten Nutzfahrzeugen und im Off-Higway-Segment weltweit ein­setzbar. Für Anwendungen mit höchsten Anforderungen hat Bosch zudem das CRS3 mit Piezo-Injektoren im Portfolio. Dieses ermöglicht eine noch genauere Zumessung kleinster Kraftstoffmengen bei der Vor- und Nachein­spritzung, was der zusätzlichen Minderung von NOx-Emissionen und einer weiteren Verbesserung der Laufruhe dient. Der Einspritzdruck liegt hier bei bis zu 2 200 bar. Die Ingenieure bei Bosch arbeiten schon an Common-Rail-Systemen mit 2 500 bar und mehr. Damit ist der Dieselmotor für die Zukunft bestens gerüstet. Common-Rail-Technik, in Verbindung mit einer NOx-Abgasnachbehandlung wie der Denoxtronic von Bosch, ermöglicht die Einhaltung strengster Abgasvorschriften wie Euro 6 in Europa ab 2014 oder Tier 2 Bin 5 in USA. Entsprechend ausgerüstete Dieselfahrzeuge sind bereits heute auf dem europäischen und dem US-Markt erhältlich.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7583 - 22. Dezember 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Florian Flaig

+49 711 811-6282 E-Mail senden

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