Forschung

Aufbautechnik für Leistungselektronik Bund fördert Entwicklung neuer Schlüsseltechnologie Zum Themenfeld der Elektromobilität

  • Aufbau- und Verbindungstechnik für Spitzentemperaturen bis 300 Grad Celsius
  • Projekt stärkt die Wettbewerbsposition der deutschen Automobil- und Zulieferindustrie
  • Teilprojekt zur Förderung der Elektromobilität in Deutschland
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  • 07. Oktober 2011
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Pressetext

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit dem Projekt "HotPowCon" die Entwicklung neuer Fügewerkstoffe, Verfahren, und Anlagetechniken zur Herstellung von Leistungselektronik für Hybrid- und Elektrofahrzeuge im Rahmen der Förderbekanntmachung "Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität – STROM". Betriebsspitzentemperaturen bis zu 300 Grad Celsius in Teilen der Leistungselektronik erfordern neue Fertigungsverfahren, um den hohen Ansprüchen der Elektromobilität gerecht zu werden. Bisher fehlen bleifreie, zuverlässige und kostengünstige Aufbau- und Verbindungstechniken dafür.

Ziel von HotPowCon ist es, ein neuartiges Verfahren zum Fügen durch isotherme Erstarrung zu liefern. Dieses Verfahren arbeitet mit einer maßgeschneiderten Verfahrenstechnik und preisgünstigen Ausgangsmaterialien für einzelne Bauteile und ganze Baugruppen. Die technologische Herausforderung besteht im Einhalten des Zeit-Temperatur-Regimes für konventionelle Weichlöttechnik, die darauf abzielt, dass die Löttemperatur niedriger als die spätere Betriebsspitzentemperatur ist. Das im Frühjahr 2011 gestartete Projekt soll 2014 abgeschlossen sein und dann werden die Ergebnisse der Industrie zur Verfügung stehen.

Die Lösungen für diese Aufgabenstellungen entwickeln Experten der Unternehmen Bosch, Chemnitzer Werkstoffmechanik, Heraeus, Seho Systems und Siemens sowie die Fraunhofer-Gesellschaft mit ihren Instituten IZM und ENAS, die Technische Universität Dresden und die Universität Rostock gemeinsam. Assoziierte Partner sind die Unternehmen Daimler und Volkswagen. Bosch leitet das Projekt. Die Hälfte der Projektkosten in Höhe von 5,5 Millionen Euro trägt das BMBF, die anderen Kosten tragen die beteiligten Partner.

Damit soll die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im universitären und außeruniversitären Bereich und mit Einbindung vor allem auch der Beiträge kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie die Verwertung der Projektergebnisse in Deutschland vorangebracht werden.

Hintergrund
Reduzierte CO2- und Schadstoffemissionen sowie höhere Energieeffizienz der Fahrzeugtechnik sind wesentliche Ziele zur globalen Klima- und Ressourcenschonung. Die Automobilindustrie und ihre Zulieferer leisten dazu mit hybriden oder rein elektrischen Antrieben für Fahrzeuge einen entscheidenden Beitrag. Die Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit der notwendigen leistungselektronischen Baugruppen elektrischer Fahrzeuge werden dabei von Schaltungskonzepten, Leistungshalbleitern, von anderen Bauelementen und von der Aufbau- und Verbindungstechnik maßgeblich beeinflusst.

Derzeitige Leistungselektronik-Baugruppen sind heute sehr energie- und kostenintensiv hergestellt und nutzen darüber hinaus immer noch umweltschädliche bleihaltige Lote zur Verbindung der Bauelemente. Die gegenwärtige Aufbau- und Verbindungstechnik schränkt die weitere Miniaturisierung der Leistungsbaugruppen und auch die Integration von Sensor-, Logik- und Steuerkomponenten ein.

Über das Projekt HotPowCon werden Technologien vorangetrieben und zur Einsatzreife gebracht, die die Position der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer im harten internationalen Wettbewerb wesentlich stärken wird.

Journalistenkontakte:
Robert Bosch GmbH:
Thomas Knoll, Telefon +49 711 811-7088,
www.bosch-presse.de

Chemnitzer Werkstoffmechanik GmbH:
Bettina Seiler, Telefon +49 371 534-7960,
seiler@cwm-chemnitz.de

W.C. Heraeus GmbH:
Jörg Trodler, Telefon +49 6181 35-4936,
joerg.trodler@heraeus.com

Seho Systems GmbH:
Rolf Diehm, Telefon +49 9342 889-204,
rolf.diehm@seho.de

Siemens AG:
Klaudia Kunze, Telefon +49 89 636-33446,
klaudia.kunze@siemens.com

Fraunhofer IZM:
Georg Weigelt, Telefon +49 30 46403-279,
georg.weigelt@izm.fraunhofer.de

Fraunhofer ENAS:
Dr. Martina Vogel, Telefon +49 371 45001-203,
martina.vogel@enas.fraunhofer.de

Universität Rostock:
Prof. Mathias Nowottnick, Telefon +49 381 498-7204,
mathias.nowottnick@uni-rostock.de

Technische Universität Dresden:
Kim-Astrid Magister, Telefon +49 351 463-32398,
pressestelle@tu-dresden.de

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7550 - 07. Oktober 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Dr. Ingo Rapold

+49 711 811-48905 E-Mail senden

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