Mobility Solutions

Noch weniger Verbrauch und CO2-Ausstoß Erweitertes Start/Stopp-System von Bosch spart noch mehr Kraftstoff

  • Erweiterte Start/Stopp-Funktion stoppt Motor schon beim Ausrollen
  • Start/Stopp-Segeln spart zusätzlich bis zu zehn Prozent Kraftstoff
  • Synchronisierter Wiederstart für verbesserte Systemreaktionszeit
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  • 13. September 2011
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Pressetext

Ein ausgeschalteter Motor benötigt keinen Kraftstoff. Dieser Logik folgen Start/Stopp-Systeme und schalten ihn an roten Ampeln oder im Stau ein­fach aus. Um den Verbrauch und damit den CO2-Ausstoß weiter zu senken, werden die Bosch-Entwickler die Stillstandszeiten des Motors schrittweise erweitern. Anfangs beim Ausrollen des Fahrzeugs, bald darauf sogar wäh­rend der Fahrt, wenn der Fahrer nicht Gas gibt. „Je nach Fahrprofil können die verbesserten Start/Stopp-Systeme zusätzlich bis zu zehn Prozent Kraft­stoff sparen“, so Dr. Ulrich Kirschner, Vorsitzender des Bosch-Geschäfts­bereichs Starter Motors and Generators. Bosch hat seit dem Serienstart des ersten Start/Stopp-Systems 2007 bereits über 4 Millionen Start/Stopp-Starter verkauft.

Beim Start/Stopp-System der ersten Generation wird der Motor erst dann ausgeschaltet, wenn das Fahrzeug steht. Das erweiterte Start/Stopp-Sys­tem verlängert die Stillstandszeiten. Nähert sich der Fahrer etwa einer roten Ampel und bremst, wird der Motor bereits während des Ausrollens abgestellt. Möchte er weiterfahren und tritt auf das Gaspedal, springt der Motor ohne Verzögerung an. Hilfreich dafür ist ein synchronisierter Wieder­start, mit dem der Starter sanft in den noch auslaufenden Motor einspuren kann. Hierfür wird die Drehzahl des Starterritzels an die der Kurbelwelle angepasst und dann in den Zahnkranz eingespurt. Neben einem speziellen Starter-Design, das den Einspurvorgang des Ritzels vom Startvorgang trennt, und einer angepassten Motorsteuerungssoftware sind keine weite­ren Komponenten nötig. Sparen bisherige Start/Stopp-Systeme im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) bereits bis zu fünf Prozent, sind mit dem neuen System bis zu sieben Prozent möglich.

Null Verbrauch selbst während der Fahrt
Der synchronisierte Wiederstart hilft auch beim Start/Stopp-Segeln die Systemreaktionszeit zu verkürzen. Dabei wird der Schwung des Fahrzeugs genutzt, um völlig verbrauchs- und emissionsfrei mit ausgekuppeltem und abgeschaltetem Motor zu rollen. Der Neustart erfolgt, sobald der Fahrer das Gaspedal betätigt. Das System ist bei typischen Fahrzeug-Geschwin­digkeiten im Stadt-, Überland- und Autobahn-Betrieb aktiv. Es sorgt im realen Betrieb für zusätzliche Verbrauchseinsparungen von bis zu zehn Pro­zent. Auch bei längeren Segelphasen werden sicherheitsrelevante Funktio­nen wie Servolenkung oder Bremse durch eine redundante Auslegung des Bordnetzes gewährleistet.

Die verbesserten Start/Stopp-Systeme von Bosch sind für Fahrzeugmodelle mit Schalt- und Automatikgetriebe lieferbar. Der höher belastete Starter ist auf die Fahrzeuglebensdauer ausgelegt. Dr. Ulrich Kirschner fasst zusam­men: „Mit unseren optimierten Start/Stopp-Systemen leisten wir einen weiteren Beitrag zur CO2-Reduzierung. Der einfache technische Aufbau, der damit verbundene günstige Preis sowie die intuitiv verständliche Funktion bieten gute Voraussetzungen für eine hohe Verbreitung des Systems in allen Fahrzeugklassen und Märkten.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7481 - 13. September 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

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