Mobility Solutions

Bosch Engineering GmbH Schräglagesensoren für Motorräder

  • Voraussetzung für neue Sicherheits- und Komfortfunktionen bei Motorrädern
  • Serienmäßig in Modellen von BMW und Aprilia
  • Kleineres und noch leistungsfähigeres Nachfolgemodell bereits in Entwicklung
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  • 07. Juli 2011
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Pressetext

Neue Motorräder laufen immer häufiger mit leistungsfähigen Zusatzfunktionen vom Band. Diese machen das Fahren sicherer, komfortabler und zugleich dynamischer. Der Schräglagesensor SU-MM3.10 von Bosch liefert in mehreren Modellen die hierfür erforderliche Information über die aktuelle Seitenneigung des Motorrads. „Der Sensor misst mehr als 100-mal pro Sekunde den fahrdynamischen Zustand der Maschine“, erläutert Matthias Mörbe, Bereichsleiter Sensoren und Sensorsysteme bei der Bosch Engineering GmbH in Abstatt. Hierfür erfasst der Sensor die Längs- und Querbeschleunigung sowie die Gier- und Rollrate. „Ein externes Steuergerät kann aus diesen Werten die Schräglage des Motorrads berechnen, die sich dann für modellspezifische Sicherheits- und Komfortfunktionen nutzen lässt“, so Mörbe. Dazu zählt insbesondere die Traktionskontrolle für Motorräder, aber auch Kurvenlicht, Launch-Control und Wheelie-Begrenzung. Aktuell wird der Sensor in den BMW-Modellen S 1000 RR, K 1600 GT und K 1600 GTL sowie bei Aprilia in den Modellen RSV4 Factory APRC, RSV4 R und Tuono 1000 R eingesetzt.

Bereits jetzt arbeiten die Experten des Entwicklungsdienstleisters an der nächsten Generation. So wird der Schräglagesensor SU-MM5.10 künftig zusätzlich auch die Vertikalbeschleunigung des Motorrades messen können. Mit diesen sogenannten 5D-Intertialsensorik-Werten errechnet ein von Bosch entwickelter Algorithmus dann bereits in der Recheneinheit des Sensors den Schräglage- und Nickwinkel und gibt diese Werte auf den CAN-Bus aus. Diese Werte sind Voraussetzung für zahlreiche zukünftige Sicherheits- und Komfortfunktionen im Motorrad wie beispielsweise Kurven-ABS, Sturzerkennung, Wheelie-Regelung und eine semi-aktive Fahrwerksregelung. Der neue Sensor wird zudem kleiner und leichter, so dass die Motorrad-Hersteller noch freier in der Fahrzeugkonstruktion sind. Durch neue mikromechanische Bauelemente in MEMS-Technologie (Micro-Electro-Mechanical Systems) verbraucht der Sensor mit 65 Milliampere mehr als 50 Prozent weniger Strom als das Vorgängermodell. Die Schräglagesensoren SU-MM3.10 und der künftige SU-MM5.10 können gemeinsam mit einem Motorrad-ABS von Bosch oder Systemen von Drittanbietern verbaut werden.

Bosch Engineering bietet als Systementwicklungspartner die Anpassung erprobter Großserientechnik von Bosch auch für Motorräder. Dazu zählen die spezifische Softwareentwicklung für Motormanagementsysteme sowie die Anpassung von Einspritztechnik und Sensoren für Motor und Fahrdynamik. Weiterhin zählt die Entwicklung und Applikation von Fahrdynamikfunktionen zu den Aufgaben des Entwicklungsdienstleisters.

Die Bosch Engineering GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Robert Bosch GmbH mit Hauptsitz in Abstatt bei Heilbronn. Als Systementwicklungspartner der Automobilindustrie bietet das Unternehmen mit seinen mehr als 2 000 Mitarbeitern seit 1999 Entwicklungs-dienstleistungen für den Antriebsstrang, Sicherheits-, Komfort- sowie E/E-Systeme vom Konzept bis zur Serie. Mit den Vorteilen erprobter Großserientechnik von Bosch entwickelt der Elektronik- und Softwarespezialist maßgeschneiderte Lösungen für vielfältige Einsatzgebiete von Personenkraftwagen über Nutzfahrzeuge, Off-Highway- und Bahnanwendungen bis hin zu und Freizeitfahrzeugen, Schiffen und industriellen Anwendungen. Zudem bündelt die Bosch Engineering GmbH alle Motorsportaktivitäten der Bosch-Gruppe.

Mehr Informationen unter www.bosch-engineering.de

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7439 - 07. Juli 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Annett Fischer

+49 7062 911-7837 E-Mail senden

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