Wirtschaft

Neues Hauptquartier in Shanghai: Bosch legt die Basis für weiteres Wachstum in China

  • Umsatz im Land steigt um 36 Prozent gegenüber 2010 und liegt erstmals über der Vier-Milliarden-Euro-Marke
  • Nach Deutschland und USA ist China weltweit bereits der drittgrößte Markt für Bosch
  • Bosch China Charity Center gegründet
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  • 20. April 2011
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Pressetext

SHANGHAI – Die Bosch-Gruppe hat heute (20. April 2011) ihre neue China-Zentrale in Shanghai eröffnet. Der nach ökologischen Kriterien errichtete – und mit nachhaltigen Bosch-Technologien ausgestattete – Bau, in den bis 2012 insgesamt 110 Millionen Euro investiert werden (davon bis heute circa 95 Millionen Euro), ist das größte Gebäude des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens in der Region Asien-Pazifik. „Bosch ist seit über 100 Jahren tief in China verwurzelt. Die neue Zentrale symbolisiert unser dauerhaftes Bekenntnis zu dieser Region ebenso wie unser Vertrauen in das langfristige Potenzial unserer Unternehmungen im Land“, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach während der feierlichen Einweihung.

Das neue Gebäude liegt im Westen Shanghais in der Nähe des Verkehrsknotens Hongqiao und bietet auf 78 000 Quadratmetern Platz für zunächst 1 500 Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen, die bis Ende dieses Jahres hier einziehen sollen. Weitere 500 Mitarbeiter sollen 2012 folgen. Ebenfalls integriert: Umfangreiche Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, darunter auch ein Labor für moderne Werkstoffe, sowie das Bosch China Training Center.

50 000 Mitarbeiter in China geplant bis 2015
Wie vergangene Woche (am 14. April 2011) auf der Bilanz-Pressekonferenz bekanntgegeben wurde, hat die Bosch-Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr in der Region Asien-Pazifik erstmals mehr als zehn Milliarden Euro Umsatz erzielt. Das entspricht 23 Prozent der Gesamterlöse des Unternehmens.

Allein in China betrug der Jahresumsatz zuletzt 4,1 Milliarden Euro, ein (wechselkursbereinigter) Zuwachs von 36 Prozent im Vergleich zu 2009. In den letzten vier Jahren konnte Bosch seinen Umsatz in China durchschnittlich jeweils um 30 Prozent steigern. Damit wurde das Land nach Deutschland und den USA zum drittgrößten Markt für Bosch. Zu dem starken Wachstum 2010 trugen alle Unternehmensbereiche bei: In der Kraftfahrzeugtechnik legte Bosch in China um 38 Prozent zu, in der Industrietechnik um 45 Prozent und bei Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik um 21 Prozent.

Derzeit beschäftigt die Bosch-Gruppe in China mehr als 26 000 Mitarbeiter, davon 2 100 in Forschung und Entwicklung; bis Ende des Jahres 2011 sollen insgesamt 7 000 weitere Beschäftigte hinzukommen. Für Ende 2015 geht Bosch von rund 50 000 Mitarbeitern im Land aus.

Verstärkt lokale Führungskräfte und Entwicklungen für die Region
Begleitet wird der Aufbau von erheblichen Investitionen. Im laufenden Jahr steckt die Bosch-Gruppe 400 Millionen Euro in den weiteren Ausbau ihrer Aktivitäten in China. Beispielsweise sollen bis 2015 Chinaweit weitere 40 Verkaufsbüros eröffnet werden. Ferner sind weitere Produktionsstätten geplant etwa für das Ersatzteilgeschäft mit Baubeginn im Juli 2011. Neben den bestehenden vier Forschungs- und Entwicklungszentren für Kraftfahrzeugtechnik und einer Winterteststrecke werden 2012 ein weiteres Entwicklungszentrum und ein neues Testzentrum zur Autoerprobung eröffnet. Damit soll es noch besser möglich sein, Innovationen in der Region für die Region zu entwickeln.

Darüber hinaus will Bosch den Anteil lokaler Mitarbeiter in Führungspositionen weiter ausbauen, um den Bedürfnissen der chinesischen Kunden besser Rechnung tragen zu können. Daher sollen neu geschaffene Managementstellen – geplant ist eine Verdopplung auf rund 1 500 Ende 2015 – nahezu ausschließlich mit Chinesen besetzt werden.

„In unserer Strategie ist schon lange fest verankert, dass wir das Wissen und die Erfahrung unserer lokalen Mitarbeiter fördern wollen“, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach heute in Shanghai: „Eine starke Präsenz vor Ort trägt nicht nur zu einem besseren Verständnis lokaler Bedürfnisse bei, sondern ist auch Teil unseres globalen Netzwerkes, von dem wiederum auch chinesische Experten profitieren können.“

Gemeinnützige Aktivitäten werden gebündelt
In der neuen Hauptverwaltung wird auch das neu gegründete Bosch China Charity Center (BCCC) zu finden sein. Ausgestattet mit einem Jahresbudget von rund 2,7 Millionen Euro (25 Millionen CNY), soll das BCCC die gemeinnützigen Aktivitäten von Bosch in China bündeln und steuern. Wichtige Schwerpunkte: Bildung und Gesundheit, vor allem in ländlichen Regionen.

Franz Fehrenbach: „Als ein verantwortungsbewusstes Unternehmen halten wir es für enorm wichtig, dort, wo wir tätig sind, auch einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten. Und die Eröffnung des Bosch China Charity Center ist ein klarer Beleg für diesen hohen Stellenwert der unternehmerischen Verantwortung bei Bosch.“

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter-nehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäude-technik erwirtschafteten rund 285 000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 47,3 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 350 Tochter- und Regionalgesellschaften in über 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2010 gab Bosch 3,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 3 800 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Das Unternehmen feiert 2011 sein 125-jähriges Bestehen. Es wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik" von Robert Bosch (1861-1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen, langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte liegen mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, www.125.bosch.com

PI7399 - 20. April 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

René Ziegler

+49 711 811-7639 E-Mail senden

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