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Meilenstein für Forschungsprojekt MeRegioMobil Erste „intelligente“ Ladestationen von EnBW und Bosch erhält Flughafen Stuttgart

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  • 11. April 2011
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Pressetext

Stuttgart. Die erste intelligente Ladestation für Elektrofahrzeuge im Rahmen des Forschungsvorhabens MeRegioMobil ist am Flughafen Stuttgart in Betrieb genommen worden. Die Anlage wurde gemeinsam von der EnBW Energie Baden-Württemberg AG und der Robert Bosch GmbH für ein intelligentes Lademanagement entwickelt. Der Prototyp soll dazu beitragen, dass die Fahrer von Elektrofahrzeugen zukünftig herstellerunabhängig an den Ladestationen verschiedener Energieversorger Strom beziehen und diesen einfach und komfortabel mit ihrer normalen monatlichen Stromrechnung bezahlen können. Während der offiziellen Inbetriebnahme übergab die DEKRA die Prüfzertifikate für diese neuen Ladestationen. Die Expertenorganisation attestiert den Stromtankstellen die Sicherheit und die elektromagnetische Verträglichkeit nach den geltenden Vorschriften.

„Die Errichtung der Ladestationen gibt uns die Gelegenheit, gemeinsam mit Partnern und vor allem den künftigen Nutzern der Elektromobilität die Anforderungen an eine funktionierende und standardisierte Ladeinfrastruktur zu entwickeln. Forschung und Entwicklung können nicht am Markt vorbei betrieben werden. Es ist vielmehr entscheidend für den Erfolg der Elektromobilität, die Verbraucher rechtzeitig mit einzubeziehen“, sagte Christian Buchel, COO der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Die Ladestationen sind sehr robust, und die Zugänge zu den Steckdosen sind über stabile Klappen mit einem RFID-Kartensystem gegen unberechtigten Zugang geschützt. „Unsere Ladestation ist eine der ersten, die für den Praxisbetrieb ein entsprechendes DEKRA-Prüfzertifikat vorweisen kann“, sagte Ulrich Schopf, Leiter der Ladestationsentwicklung der Bosch Software Innovations GmbH. Das unterstreiche die Alltagstauglichkeit dieses Konzeptes.

Beim Bedienkonzept der Ladestationen haben EnBW und Bosch besonderen Wert auf höchste Benutzerfreundlichkeit gelegt. Klar aufeinander abfolgende Bedienschritte mit internen Sicherheitsprüfungen machen eine Fehlbedienung quasi unmöglich. Dies ist wichtig für die Akzeptanz der Ladeinfrastruktur und damit der Elektromobilität bei den Nutzern. Die Ladestationen von EnBW und Bosch erfüllen alle relevanten Sicherheitsbestimmungen. Der zuverlässige Betrieb der Ladestationen ist selbst bei härtesten klimatischen Bedingungen von minus 30 bis plus 50 Grad Celsius sowie bei einer Luftfeuchtigkeit von fünf bis 95 Prozent sichergestellt. Die Ladestation enthält einen RFID-Kartenleser. Dieser dient dazu, dass sich Fahrer von Elektrofahrzeugen einfach an der Ladestation identifizieren können. Dadurch wird der Ladevorgang erst ermöglicht. Die exakte Strommenge wird dann diesem Benutzer angerechnet.

„Die Flughafen Stuttgart GmbH unterstützt die Initiative ‚e-mobility Baden-Württemberg’. Wir betreiben seit 2010 selbst Elektrofahrzeuge und wollen die Elektromobilität am Standort auch bei Kunden und Besuchern fördern. Pioniere der Elektromobilität sollen auch am Flughafen einen Versorgungspunkt haben. Gerade für Tagesreisende, die am Projekt teilnehmen, ist die neue Ladestation besonders interessant, weil sie ihr Fahrzeug bis zu ihrer Rückkehr ideal aufladen können“, sagte Walter Schoefer, Geschäftsführer des Flughafen Stuttgart.

Das Projekt MeRegioMobil wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. In den nächsten Wochen werden rund 260 weitere Ladepunkte in Karlsruhe und Stuttgart installiert. Somit steht dann den am Projekt beteiligten 40 smart electric drive, zwei Mercedes Benz A-Klasse E-CELL und drei Opel Meriva EV eine entsprechende Ladeinfrastruktur zur Verfügung.

Die Ladestationen erfüllen folgende Vorschriften:
Niederspannungsrichtlinie (RL 2006/95/EG) gemäß den Normen IEC/EN 61851 Teil 1 und Teil 22 Sowie IEC/EN 60950-1 Schutzartprüfung nach EN 60529 (IP 54) Richtlinie für elektromagnetische Verträglichkeit (EMC 2004/108/EC).

Zum Forschungsprojekt: (www.meregiomobil.de)

MeRegioMobil ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Konsortialpartner EnBW Energie Baden-Württemberg AG (Konsortialführer), Adam Opel GmbH, Daimler AG, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Robert Bosch GmbH, SAP AG sowie den Stadtwerken Karlsruhe. MeRegio steht für das Forschungskonzept der „Minimum Emission Region“, welche durch Einsatz von erneuerbaren Energien ihren CO2-Ausstoß weiter optimiert (www.meregio.de). Ziel von MeRegioMobil ist es, mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) Schlüsseltechnologien und Dienste für die Integration von Elektrofahrzeugen in bestehende Energie- und Verkehrsnetze zu entwickeln und in Baden-Württemberg zu erproben. MeRegioMobil ist Teil des Förderprogramms „IKT für Elektromobilität“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird.

Ansprechpartner für Rückfragen:

EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Unternehmenskommunikation
Tel 0711 289-87410
Tel.0711 289-81310
presse.evg@enbw.com

Bosch Software Innovations GmbH
Martin Schmid
Tel. +49 7545 202-246
Fax +49 7545 202-301

Flughafen Stuttgart GmbH
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Tel. 0711 948-3753
Tel. 0711 948-2362
presse@stuttgart-airport.com

EnBW - 11. April 2011

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