Mobility Solutions

MEMS-Sensoren für Automobile Überrollsensoren der Baureihe SMG10x – kleiner, robuster und kontinuierlich überwacht Bosch stellt Überrollsensoren der dritten Generation vor

  • SOIC16-Standardgehäuse mit 10,3 Millimeter Kantenlänge
  • Hohe Zuverlässigkeit für sicherheitskritische Anwendungen
  • Integrierter Selbsttest für Mechanik und Elektronik
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  • 12. August 2011
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Pressetext

Die neuen mikromechanischen Überrollsensoren der Baureihe SMG10x sind mit 10,3 Millimeter Kantenlänge die kleinsten Drehratensensoren, die Bosch für Automobile je gebaut hat. Gegenüber Sensoren der vorherigen, zweiten Generation (SMG06x) beträgt die Flächeneinsparung 65 Prozent.

Funktional identisch, unterscheiden sich die beiden Modelle der neuen Baureihe in der Betriebsspannung und in der Digitalschnittstelle zur Datenaus-gabe (SPI): Der SMG102 wird mit 3,3 Volt versorgt und verfügt über die Bosch-SPI, der SMG101 arbeitet mit 5 Volt und hat eine Open-SPI. Der Standard-Messbereich ist eine Überrollgeschwindigkeit bis zu ±240°/s; alternativ sind ab Werk ±300°/s programmierbar. Sehr hoch ist die Überlastfestigkeit. Frühestens ab 600°/s ist mit einer Signalbegrenzung zu rechnen. Dieser Wert ist um mehr als Faktor Zwei besser als bei den Sensoren der vorherigen Generation. Für hohe Funktionssicherheit sorgen ein umfassender elektrischer und mechanischer Selbsttest und eine ständige Signalüberwachung. Damit sind die Sensoren der SMG10x-Reihe besonders auf sicherheitskritische Anwendungen zugeschnitten.

Überrollsensoren, auch RoSe-Sensoren genannt (Rollover Sensing), sind eine Teilgruppe der Drehratensensoren. Sie können bei schweren Autounfällen Leib und Leben retten. Als Bestandteil des Airbag-Systems fällt ihnen die Aufgabe zu, die Neigungsänderung eines Fahrzeugs – etwa vor einem drohenden Überschlag – frühzeitig zu erkennen. Noch bevor der Wagen mit dem Dach oder einer Flanke auf den Boden aufprallt, können so schützende Gurtstraffer aktiviert, Kopf- und Seiten-Airbags gezündet oder Überrollbügel ausgefahren werden. Diese lebensrettende Technik bahnt sich jedoch nur verhältnismäßig langsam den Weg in den Massenmarkt. In den USA verläuft deshalb statistisch noch jeder fünfte Verkehrsunfall mit Fahrzeugüberschlag tödlich. Zuviel aus Sicht der US-Regierung, die ab September 2013 die gesetzlichen Anforderungen an den Insassenschutz bei Fahrzeugüberschlägen schrittweise verschärfen wird. Ab Herbst 2017 muss jeder Neuwagen in den USA den neuen Anforderungen genügen.

Bosch ist technologischer Schrittmacher der MEMS-Technologie (Micro-Electro-Mechanical Systems). Seit Produktionsstart 1995 hat das Unternehmen mehr als 1,6 Milliarden MEMS-Sensoren hergestellt. Damit ist Bosch führend im Weltmarkt der MEMS-Sensoren. Das Angebot umfasst Druck-, Beschleunigungs-, Drehraten-, Massenfluss- und Drehmomentsensoren für viele Anwendungen in der Automobilindustrie und Konsumelektronik. Weitere Informationen zum Sensorprogramm von Bosch gibt es unter www.bosch-sensors.com.

 Technische Daten - SMG10x (Auszug typischer Werte)
 Messbereich bis zu ±240°/s oder ±300°/s
 Sensierachse Rollrate Ωx
 Schnittstelle 10 Bit / Bosch-SPI (SMG102) oder
 Open-SPI (SMG101)
 Zul. Umgebungstemperatur -40°C bis +105°C
 Versorgungsspannung 3,3 V (SMG102) / 5 V (SMG101)
 Gehäuse SOIC16w Footprint 10,3 mm x 10,3 mm
 Zertifikate Umwelt: RoHS Qualität: AEC-Q100
 Lieferfähigkeit Serienfertigung läuft, Muster auf Anfrage


Leserkontakt:
Jochen Volm
Telefon +49 7121 35-6651

Mobility Solutions ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2015 mit 41,7 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Der Bereich Mobility Solutions bündelt seine Kompetenzen in den drei Domänen der Mobilität – Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – und bietet seinen Kunden ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik und Nebenaggregate für Verbrennungsmotoren sowie vielfältige Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebs, Fahrzeug-Sicherheitssysteme, Assistenz- und Automatisierungsfunktionen, Technik für bedienerfreundliches Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation, Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7345 - 12. August 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Christian Hoenicke

+49 711 811-6285 E-Mail senden

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