Mobility Solutions

Innovation in der Wischertechnik Wischer-Direktantrieb von Bosch Erster Serienstart im Ford Focus

  • besonders kompakte und leichte Lösung durch Wegfall der Gestängemechanik
  • mehr freier Bauraum unter der Motorhaube
  • hohe Standardisierung durch Anpassung per Software
  • erster Einsatz im neuen Ford Focus
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  • 07. April 2011
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Pressetext

Bei Bosch geht derzeit eine neue Antriebstechnik für Wischersysteme in Serie: der Direktantrieb. Die beiden Antriebe der Zwei-Motoren-Wischeranlage kommen nun ohne ein zusätzliches Gestänge aus und sind damit noch kleiner – das Volumen jeder Einheit beträgt nur noch rund einen halben Liter. Im Vergleich zum Standardantrieb mit Gestänge benötigt der neue Bosch-Direktantrieb bis zu 75 Prozent weniger Bauraum und ist über ein Kilogramm leichter. Bei der neuen Lösung wird jeder Wischhebel durch einen eigenen kompakten Antrieb angetrieben, der Hebel selbst wird direkt auf die Antriebswelle montiert. Das neue System ist dadurch noch einfacher im Fahrzeug zu integrieren. Der Serienanlauf erfolgt mit dem neuen Ford Focus, der am 9. April auf dem deutschen Markt eingeführt wird.

Konventionelle Wischerantriebe sind je nach Anordnung der Wischarme fast so breit wie die Karosserie und benötigen daher im Vorderwagen erheblich Platz. Durch den Wegfall des Gestänges kann der Bauraum anderweitig genutzt werden, beispielsweise für die Klimaanlage, neue Komfortfunktionen wie Head-up Displays, aber auch für mehr Sicherheit durch größere Bremskraftverstärker oder Fußgänger-Airbag. Die Aufgabe des mechanischen Koppelgestänges übernimmt eine elektronische Regelung, die die beiden Antriebseinheiten synchronisiert. Hierfür erfassen Sensoren im Wischerantrieb die tatsächliche Position der beiden Wischarme.

Das neue System lässt sich bei Parallel- und Gegenlaufanlagen einsetzen. Über die Erfassung der tatsächlichen Position und der elektronischen Regelung lassen sich die Wischer bis dicht an die A-Säule fahren. Zusätzlich können nach der Montage des Systems die Abstände des Wischers zur A-Säule für jedes Fahrzeug einfach in der Fertigungslinie einprogrammiert werden, wodurch Montage- und Karosserietoleranzen eliminiert werden. Das Ergebnis: Ein möglichst großes Wischfeld, ohne dass ein Anschlagen der Wischer zu befürchten ist. Ebenso lassen sich die Systeme verdeckt unter der Motorhaube anordnen, was bei der Kollision mit Fußgängern deren Verletzungsgefahr senkt. Ein Energie- und Thermomanagement schützt die Antriebe vor Überlastung, ohne die Wischfunktionen einzuschränken. Eine softwarebasierte Blockiererkennung erkennt Hindernisse, etwa starke Schneeanhäufungen, und reduziert das Wischfeld nur so weit wie nötig. Bisherige Wischeranlagen reagieren mit einem kompletten Stillstand – und damit vollständigem Sichtverlust.

Vereinfachte Logistik durch Standardisierung
Jede Antriebseinheit besteht aus einem mechatronischen Antrieb, der vorwärts und rückwärts läuft. Da die Wischerantriebe keine fahrzeugspezifischen Gestänge mehr benötigen, lassen sie sich für beide Fahrzeugseiten baugleich ausführen. Daten wie Wischwinkel und Parkposition werden individuell nach der Montage am Band programmiert. Außerdem können die kompletten Wischersysteme für Fahrzeuge mit Rechts- und Linkslenkung baugleich ausgeführt werden. Die Festlegung erfolgt auch hier ausschließlich über die Software. Dies gilt selbst für die Adaption identischer Antriebseinheiten an unterschiedliche Scheibenkonturen wie etwa für Limousine, Coupé und Cabrio. Dies erleichtert Logistik und Lagerhaltung wesentlich.

Neben dem Wischerantrieb liefert Bosch für den neuen Ford Focus auch Komponenten für die Benzin-Einspritzsysteme sowie Motorkühlgebläse und Generator, ein Multi-Funktions-Display und innovative Navigationstechnik, Zündkerzen, das Airbag-Steuergerät und den Regensensor.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbstständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

PI7254 - 07. April 2011

Ihr Ansprechpartner für Journalisten

Stephan Kraus

+49 711 811-6286 E-Mail senden

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