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Bilanz-Pressekonferenz
Nach Rekordjahr: Bosch bleibt auf Wachstumskurs
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Schlagzeilen

Forschungsprojekt RoMulus: Intelligente Sensorsysteme für Industrie 4.0 Entwicklungs- und Fertigungskosten verringern

  • Forschungsprojekt „Robuste Multisensorik zur Zustandsüberwachung in Industrie 4.0-Anwendungen“ (RoMulus)
  • Elf Partner erforschen neue Entwicklungsmethoden für intelligente Multisensorsysteme
  • Kostengünstige Fertigung auch von geringen Stückzahlen
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt
Stuttgart – Multisensorsysteme sind eine entscheidende Grundlage für den Erfolg von Industrie 4.0-Anwendungen. Sie erfassen, verarbeiten und übertragen auf kleinstem Raum mehrere Messgrößen wie Druck, Beschleunigung und Temperatur. Nicht nur Maschinen, auch Werkstücke werden zunehmend mit den intelligenten Sensorsystemen ausgestattet, so dass jedes Produkt seinen Bauplan und Fertigungszustand melden kann. Auf Basis dieser Zustandsdaten organisiert und überwacht sich die Produktion weitgehend selbst.

Elf Forschungspartner haben sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung intelligenter Multisensorsysteme zu vereinfachen und zu beschleunigen. Im Projekt RoMulus wollen sie die Schritte bis zum fertigen Produkt so standardisieren und verfeinern, dass auch kleine Stückzahlen kostengünstig produziert werden können. Damit verbessern sie die Marktposition der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Sensorik-Branche. Die KMU können ihren Industriekunden künftig mit deutlich geringerem Aufwand maßgeschneiderte Sensorsysteme anbieten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Projekt RoMulus im Förderprogramm IKT2020 mit rund 4,5 Millionen Euro und übernimmt damit rund 70 Prozent der gesamten Investitionssumme.

Anspruchsvolle Entwicklung
Die Entwicklung von Multisensorsystemen für Industrie 4.0-Anwendungen ist anspruchsvoll. Es gilt, auf engstem Raum zwei Technologien zu verbinden: zum einen mikroelektromechanische Sensoren (MEMS), die mechanische Größen wie Druck oder Beschleunigung messen, zum anderen mikroelektronische Sensor-Komponenten, die etwa Temperatur, Lichtstärke oder chemische Konzentrationen bestimmen. Die fertigen Systeme müssen möglichst energieeffizient große Datenmengen verarbeiten. Und sie müssen robust genug sein, um im industriellen Umfeld zuverlässig zu funktionieren.

Kooperation mit Halbleiter-Herstellern und Dienstleistern
Die deutsche Sensorik-Branche ist überwiegend geprägt von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Sie können in der Regel nicht selbst alle Leistungen abdecken, die für die Entwicklung und Produktion von Multisensorsystemen notwendig sind. Deshalb sind sie auf eine enge Zusammenarbeit mit Halbleiter-Herstellern und Dienstleistern für Forschung und Entwicklung angewiesen. „Wir wollen diese Zusammenarbeit und damit den Entwurfs- und Fertigungsprozess entflechten und standardisieren“, sagt Projektkoordinator Prof. Dr. Eckhard Hennig von der Hochschule Reutlingen. KMU können künftig sowohl Entwicklungsleistungen als auch elektronische Bauteile wie aus einem großen Baukasten auswählen und zusammenstellen – je nachdem, welche Lösung der Kunde für seine ganz spezielle Industrieanwendung benötigt.

„RoMulus ermöglicht es, robuste und energieeffiziente Multisensorsysteme auch für kleine Stückzahlen systematisch zu entwerfen und kostengünstig zu fertigen. Deutsche Sensorik-Hersteller sind damit führend bei einer wichtigen technologischen Grundlage für Industrie 4.0-Anwendungen“, erklärt Dr. Reinhard Neul von der Robert Bosch GmbH.

Elf Partner aus Forschung und Industrie
Im Projekt RoMulus bündeln elf Partner ihre Kompetenzen – von Halbleiter-Herstellern über Entwicklungshäuser bis zu KMUs. Im Einzelnen sind dies: Zeiss, Fraunhofer Institut IIS/EAS, Hochschule Reutlingen, Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gemeinnützige GmbH (IMMS), microsensys GmbH, Robert Bosch GmbH, Technische Universität München, TETRA Gesellschaft für Sensorik, Robotik und Automation mbH, die Universitäten Bremen und Freiburg sowie die X-FAB Semiconductor Foundries AG. Für das Projektmanagement ist das edacentrum in Hannover zuständig. Die Abkürzung RoMulus steht für „Robuste Multisensorik zur Zustandsüberwachung in Industrie 4.0-Anwendungen“. Das Projekt hat im Oktober 2015 begonnen und ist auf drei Jahre angelegt.

Hintergrundinformationen: Projektinternetseite

Die Beteiligten:
Zeiss (Unternehmensbereich Semiconductor Manufacturing Technology) SMT GmbH
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Institutsteil Entwurfsautomatisierung EAS
Hochschule Reutlingen
IMMS Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gemeinnützige GmbH
microsensys GmbH
Robert Bosch GmbH
Technische Universität München
TETRA Gesellschaft für Sensorik, Robotik und Automation mbH
Universität Bremen
Universität Freiburg
X-FAB Semiconductor Foundries AG

Projektmanagement:
edacentrum GmbH

Journalistenkontakt:
Christian Hoenicke,
Telefon: +49 711 811-6285
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  • 27. Mai 2016
  • Presseinformation
  • Forschung
  • Bilder: 1

Erfreuliche Geschäftsentwicklung Bosch Packaging Technology wächst zweistellig Drei Akquisitionen im Nahrungsmittelbereich

  • Umsatz steigt 2015 um 10,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro
  • Auftragseingang liegt 14,5 Prozent über Vorjahresniveau
  • Vorstand erwartet moderates Wachstum für das Geschäftsjahr 2016
  • Komplett- und Industrie 4.0-Lösungen bilden strategische Wachstumsfelder
Waiblingen – Bosch Packaging Technology hat seinen Umsatz 2015 im Vergleich zum Vorjahr von 1,18 auf 1,3 Milliarden Euro gesteigert. Nominal entspricht das einem Wachstum von 10,2 Prozent, wechselkursbereinigt von 3,1 Prozent. Damit liegt der Maschinenbauer als einer der führenden Anbieter von Prozess- und Verpackungstechniklösungen vor dem Wettbewerb. Laut Branchenverband VDMA konnten die übrigen deutschen Hersteller beim Umsatz im Durchschnitt nominal lediglich um 2,8 Prozent zulegen. Parallel dazu stieg der Auftragseingang des Bosch-Geschäftsbereichs nominal um 14,5 Prozent von 1,23 auf 1,4 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt um 7,2 Prozent. An weltweit über 30 Standorten arbeiteten zum Jahreswechsel rund 6 200 Mitarbeiter. „Wir sind zufrieden mit dem zweistelligen Umsatzsprung, besonders im Vergleich zur moderaten Entwicklung der Branche insgesamt. Es ist uns 2015 wieder gelungen Marktanteile zu gewinnen“, bilanziert Friedbert Klefenz, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Packaging Technology. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Klefenz ein moderates Wachstum.

Stärkster Zuwachs in der Region Asien-Pazifik
Der Umsatz in Europa war 2015 leicht rückläufig und betrug 37 Prozent des Gesamtumsatzes. In Nordamerika wuchs der Umsatz um fast 18 Prozent, was angesichts eines insgesamt stagnierenden Maschinenbau-Marktes bemerkenswert ist. Insgesamt trägt Nordamerika nun 27 Prozent zum Gesamtumsatz bei. In Lateinamerika betrug das Umsatzwachstum knapp 25 Prozent. Das größte Wachstum auf Kontinentalebene erzielte Bosch mit etwas über 27 Prozent in den Regionen Asien-Pazifik und Afrika. Insgesamt erwirtschaftete Bosch Packaging Technology 2015 rund 90 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands. Die Bedeutung der aufstrebenden Märkte nimmt dabei weiter zu.

Akquisition von drei Unternehmen im Nahrungsmittelbereich
Teil der Wachstumsstrategie von Bosch Packaging Technology ist es, sich durch gezielte Zukäufe zu verstärken. Neben der Gründung eines Joint Ventures mit dem indischen Unternehmen Klenzaids (Fokus auf Pharmasektor) akquirierte der Sondermaschinenbauer im vergangenen Jahr drei weitere Unternehmen im Nahrungsmittelbereich: Ende Mai die Osgood Industries Inc. in Oldsmar, Florida, und im Dezember die beiden Schwesterunternehmen Kliklok-Woodman Corporation mit Sitz in Decatur im US-Bundesstaat Georgia und Kliklok International Ltd. mit Sitz im englischen Bristol. Bosch baut so seine Position in der Pharma-, Nahrungsmittel- und Süßwarenindustrie weiter aus und stärkt vor allem die Kompetenz als Komplettlösungsanbieter. Die unterjährig übernommenen Unternehmen wurden in der Bilanz 2015 nicht konsolidiert.

Moderates Wachstum für 2016 erwartet
Aufgrund eines in Summe eher verhaltenen Jahresstarts 2016 einerseits und eines hohen Auftragsvolumens aus dem Jahr 2015 andererseits rechnet der Vorsitzende des Bereichsvorstands für das laufende Geschäftsjahr insgesamt mit einem moderaten Wachstum im mittleren einstelligen Bereich. Als Wachstumstreiber sieht Bosch Packaging Technology den weiteren Ausbau seiner Linien- und Systemkompetenz und die Entwicklung von Lösungen für die vernetzte Produktion der Zukunft.

Komplettlösungen aus einer Hand
Ein wichtiges Zukunftsthema bleibt für Bosch Packaging Technology die Linien- und Systemkompetenz. Bosch versteht sich dabei nicht nur als Anbieter der gesamten Produktionslinie von der Prozesstechnik bis zum fertig verpackten Produkt inklusive Dienstleistungen, sondern denkt diesen Ansatz noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen sieht vor allem außerhalb Europas großes Potenzial bei sogenannten Turn-key-Projekten. Das sind Komplettlösungen aus einer Hand, das heißt von der Planung der Abläufe für Material und Personen, der Gebäudetechnik und den Reinräumen bis hin zu den eigentlichen Produktionsanlagen. Erfolgreiche Projekte wurden bereits mit Kunden aus der Pharma-Industrie in Lateinamerika, dem Mittleren Osten und Russland umgesetzt.

Industrie 4.0: Know-how der Bosch-Gruppe auf Zielindustrien anwenden
Ein weiterer Wachstumstreiber ist Industrie 4.0: Die moderne Fabrik ist intelligent und vernetzt und verknüpft klassischen Maschinenbau mit Sensoren, Software und Services. Bosch Packaging Technology arbeitet gemeinsam mit Kunden in Pilotprojekten, um bedarfsorientierte Lösungen zu entwickeln. Dabei kann das Unternehmen auf langjährige Erfahrungen der Bosch-Gruppe zurückgreifen. „Wann immer es um Vernetzung geht, profitieren wir von der Kompetenz der Bosch-Gruppe als Leitanwender und Leitanbieter in diesem Bereich. Wir starten 2016 eine ganze Reihe von Pilotprojekten, um bei Bosch vorhandene Softwarelösungen auf die Bedürfnisse unserer Zielindustrien Pharma und Nahrungsmittel anzuwenden“, sagt Klefenz. Ein Beispiel, das bereits bei Kunden aus aller Welt eingesetzt wird, ist die Track & Trace-Software von Bosch.

2015 hat Bosch Packaging Technology unter anderem mit Hikma Pharmaceuticals in Jordanien und Saudi-Arabien Track & Trace-Projekte zur Nachverfolgung von Pharmazeutika umgesetzt. Das Unternehmen bedruckt und prüft mit Bosch-Technik bis zu 400 Faltschachteln in der Minute. Möglich sind Seriennummern, 1D- und 2D-Codes, Chargen-Daten und das Verfallsdatum. Die neue Software von Bosch stellt sicher, dass Software und Maschinen innerhalb des Prozesses zuverlässig miteinander verbunden sind. Die verschiedenen Verpackungslinien lassen sich nun von einem zentralen Büro aus überwachen. Dank der Lösung ist Hikma auch in der Lage, die Daten in eine externe Datenbank – beispielsweise einer Regulierungsbehörde – zu exportieren. Weitere Kunden in den USA, Großbritannien und Österreich rüsten im Jahr 2016 ihre Produktion mit Track & Trace-Systemen von Bosch aus.

Journalistenkontakt: Christin Pönisch, Telefon: +49 711 811-58502
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  • 24. Mai 2016
  • Presseinformation
  • Wirtschaft
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Elektrisierender Motorsport Bosch macht Motorsport-Gokarts sauber und leise

  • Bosch entwickelt elektrischen Antrieb für Motorsport-Kart-Studie gemeinsam mit FIA und Deutschem Motor Sport Bund
  • 48-Volt-System macht Motorsport emissionsfrei, agil und leise
  • Bosch-Serientechnik treibt elektrifiziertes Sportrennkart an
  • „Elektrifizierung bringt auch im Motorsport Fahrspaß, Begeisterung und Effizienz“, sagt Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH
Abstatt/Berlin – Von 0 auf 100 km/h in unter fünf Sekunden, Höchstgeschwindigkeit über 130 km/h, Reifenquietschen, volles Drehmoment ab dem ersten Antippen des Fahrpedals. Was fehlt, sind dröhnende Motorengeräusche und Benzingeruch in der Luft. Dieses Motorsporterlebnis stellen die FIA Electric and New Energy Commission und der Deutsche Motor Sport Bund e.V. (DMSB) am 21. Mai 2016 in Berlin vor. Im Rahmen der FIA Formula E präsentieren sie das „E-Kart“, die Studie eines ausschließlich mit elektrischer Energie angetriebenen Sportrennkarts. Beim innovativen Antrieb setzen FIA und DMSB auf Bosch. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen hat ihn mit den Verbänden und Deutschlands größtem Karthersteller Mach1 Kart entwickelt und gemeinsam stellen alle Beteiligten in Berlin einen ersten Prototyp vor. „Mit dem E-Kart legen FIA, DMSB und Bosch gemeinsam einen Grundstein für elektrisierenden Hochleistungs-Kartsport. Wie auf der Straße bringt die Elektrifizierung auch auf der Rennstrecke neuen Fahrspaß und Begeisterung sowie mehr Effizienz“, sagt Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. DMSB-Generalsekretär Christian Schacht ist ebenfalls vom elektrifizierten Profi-Kart begeistert: „Wir möchten das zukunftsorientierte und überaus interessante Elektro-Kart-Projekt der FIA gerne unterstützen. Als Hochtechnologieland hat Deutschland eine ganz besondere Verpflichtung, sich für E-Mobilität im Motorsport einzusetzen. Das tun wir im Rahmen der Formel E ebenso wie bei den Nachwuchsfahrern im Kartsport.”

Antriebstechnologie von der Straße in den Rennsport
Der Kartsport gilt als Einstiegsserie in den professionellen Motorsport. Antriebsquelle heutiger Sportrennkarts ist überwiegend ein Verbrennungsmotor. Die komplette Neuentwicklung eines elektrischen Antriebs für den Profi-Kartsport begann bei FIA, DMSB, Mach1 Kart und Bosch sinngemäß auf einem weißen Blatt Papier. Die Idee: rein elektrisch betriebener Motorsport, der keinen Kompromiss bei Leistung und Performance eingeht. Die Lösung fanden die Motorsportentwickler von Bosch im neuen Boost Recuperation System (BRS), dessen erste Generation das Unternehmen ab 2017 in Serie bringt. Das BRS unterstützt den Verbrennungsmotor von Fahrzeugen in der Kompaktklasse mit seinen elektrischen Komponenten. Damit liefert es bis zu zehn Kilowatt zusätzliche Leistung und spart auf der Straße bis zu 15 Prozent Kraftstoff und CO2. Zudem unterstützt es den Verbrennungsmotor beim Beschleunigen mit zusätzlichen 150 Newtonmetern Drehmoment. „Wir haben dieses System für den Kartsport modifiziert und elektrifizieren damit den Prototyp des E-Karts“, sagt Dr. Klaus Böttcher, Leiter von Bosch Motorsport. „Die Kombination aus automobiler Großserientechnik von Bosch mit speziell entwickelten Komponenten und einer Software zur Steuerung des Antriebs kommt bei uns als Komplettsystem aus einer Hand.“ Basis des neuen Antriebs sind zwei Starter-Generatoren mit zusammen 20 kW Leistung, die für sportliche 300 Nm Drehmoment an der Hinterachse sorgen. Als Energiespeicher dient eine 48-Volt-Lithium-Batterie. Zudem können die Starter-Generatoren Energie durch Rekuperation zurückgewinnen und diese zum Beschleunigen nutzen. Schaltzentrale des Antriebs ist ein eigens entwickeltes Steuergerät, das die Energieströme im Gokart steuert. Komplettiert wird das Gesamtsystem mit Sensoren und einem Kabelbaum. Der neue elektrische Antrieb macht das Chassis des Mach1-Karts zum sauberen, flinken und agilen Rennsportflitzer. „Bereits bei der ersten Fahrt des Elektro-Karts benötigte es weniger als fünf Sekunden von 0 auf 100 und fuhr über 130 Km/h Spitze. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir weiter testen, um zu sehen, was mit dem neuen E-Kart noch alles möglich ist“, erklärt Boettcher.

Bosch Motorsport
Bosch Motorsport mit seinen mehr als 100 Mitarbeitern auf der ganzen Welt gehört seit 2003 zu der auf Entwicklungsdienstleistungen spezialisierten Tochtergesellschaft Bosch Engineering. Die Motorsportingenieure rüsten Teams der DTM, der FIA Formel-3-Europameisterschaft, des Porsche Carrera Cup Deutschland sowie zahlreicher Rallye- und Langstrecken-Meisterschaften bis hin zum legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans und der Königsklasse im Motorsport mit rennerprobter Technik made by Bosch aus. Motorsport hat bei Bosch eine 115-jährige Tradition: Erste Rennsiege mit Bosch-Technik gehen auf den Beginn der 1900er Jahre zurück und die Motorsport-Erfolgsgeschichten gehen bis heute weiter.

Weitere Informationen:
Basisinformationen Bosch Motorsport
Boost Recuperation System: Der Hybrid für alle
Broschüre Boost Recuperation System

Journalistenkontakt:
Annett Fischer
Telefon: +49 7062 911-7837
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  • 23. Mai 2016
  • Presseinformation
  • Mobility Solutions
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Lokalisierungsstrategie zahlt sich aus Auch in China: Bosch setzt auf Wachstum mit Vernetzung China zweitgrößter Markt für Bosch-Gruppe

  • Nominaler Umsatzanstieg von 19 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro
  • Initiative „Internet plus” treibt Markt für Vernetzung in China voran
  • Bosch investierte 2015 mehr als 750 Millionen Euro in China
  • Industrie 4.0 bereits an acht chinesischen Bosch-Standorten
  • 2 500 zusätzliche Software-Entwickler für Bosch in China in 2016
Schanghai – Bosch konnte seinen Umsatz in China 2015 auf 11,1 Milliarden Euro steigern. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen erzielte trotz einer weniger dynamischen Marktentwicklung nominal ein Umsatzwachstum von rund 19 Prozent – wechselkursbereinigt ein leichtes Plus in lokaler Währung. Mit der vollständigen Übernahme der früheren paritätischen Gemeinschaftsunternehmen BSH Hausgeräte GmbH und Robert Bosch Automotive Steering GmbH hat sich der Umsatz in China nahezu verdoppelt. Das Land ist damit der zweitgrößte Markt für die Bosch-Gruppe nach Deutschland. In den vergangenen drei Jahren stieg der Anteil von China am Gesamtumsatz des Unternehmens von neun auf 16 Prozent.

Für 2016 erwartet Bosch in China erneut eine positive Entwicklung und sieht vor allem im Bereich der Vernetzung großes Potential. „Der chinesische Markt bietet weiterhin vielfältige Möglichkeiten für unser Geschäft. Auch der Markt für das Internet der Dinge in China entwickelt sich rasch“, sagt Peter Tyroller, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH mit Verantwortung für Asien-Pazifik auf der lokalen Jahrespressekonferenz in Schanghai. Maßgeblich sei die „Internet plus“-Initiative zur Integration des Internets in traditionelle Industrien – ein wesentliches Element des 13. Fünf-Jahresplans der chinesischen Regierung. Der Plan hat zum Ziel, China zu einer grüneren, offeneren, innovativeren und nachhaltigeren Volkswirtschaft zu machen. „Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren die Nachfrage nach mehr Qualitätsprodukten, sowie nach vernetzten Lösungen und Services in China deutlich steigt. Bosch ist dafür ideal aufgestellt“, so Tyroller.

„Local for Local“ auch im Bereich Vernetzung
Bereits seit 1909 ist Bosch in der Volksrepublik präsent und setzt dort auf eine starke Lokalisierung. „Unsere ‚Local for Local‘-Strategie in China zahlt sich aus. Das belegt unser nachhaltiger Geschäftserfolg im Land“, sagte Tyroller. Die Erweiterung der lokalen Fertigung und der Ausbau von Forschung und Entwicklung sind die Voraussetzung dafür. „2015 haben wir mehr als 750 Millionen Euro in China investiert, für 2016 planen wir eine ähnliche Summe“, so der Bosch Asien-Pazifik-Chef weiter. Mitte des Jahres soll beispielsweise ein neues Werk für den Bereich Car Multimedia in Wuhu eröffnet werden. Tyroller sieht Lokalisierung auch als Erfolgsrezept für die Vernetzung. Die Tochtergesellschaften Bosch Software Innovations, Bosch Sensortec und Bosch Connected Devices and Solutions sind deshalb bereits seit mehreren Jahren im lokalen Markt etabliert. Bosch setzt auch bei der Vernetzung auf Kooperationen mit lokalen Partnern: Für die Nutzung der Smartphone-Integrationslösung mySPIN im chinesischen Markt beispielsweise kooperiert Bosch mit Tencent, einem der größten chinesischen Internet-Unternehmen. Zudem entwickelt ein Team von Forschungsmitarbeitern in China Lösungen für das Internet der Dinge, zugeschnitten auf den lokalen Markt.

Höhere Wettbewerbsfähigkeit durch Industrie 4.0 in China
Vor allem für die vernetzte Fertigung sieht Bosch großes Potenzial in China. „Wir rechnen damit, dass der Einsatz intelligenter und vernetzter Lösungen in der Fertigung in China eine zunehmende Rolle spielen wird“, sagte Peter Tyroller. Wesentlich sei hier die Initiative „Made in China 2025“, die Teil von Chinas „Internet plus“-Aktionsplan ist. Auch in China verfolgt Bosch im Bereich Industrie 4.0 eine Doppelstrategie: Als Leitanbieter bietet das Unternehmen für den chinesischen Markt zahlreiche Lösungen aus den Bereichen Antriebstechnik und Automatisierung sowie Sensorik und Software. Als Leitanwender von Industrie 4.0 betreibt Bosch bereits acht Pilotprojekte an seinen chinesischen Fertigungsstandorten in Suzhou, Schanghai, Wuxi, Changsha, Nanjing, Peking, Changzhou und Xi’an. In der Logistik und Inventur beispielsweise, erfassen RFID (Radio-Frequency Identification)-Funketiketten den Transport der Werkstücke durch die Fabrik. Die Lesestationen erkennen dabei die jeweilige Position der Transportkisten. So wird deutlich, welche Arbeitsschritte die Rohlinge durchlaufen und wann die Produkte fertig sein werden. Daraus lässt sich ableiten, wann sie verpackt, versendet und eingebaut werden können. Im Bosch-Werk in Suzhou konnten so bereits 97 Prozent der Zeit für die Inventur gespart werden, das entspricht 440 Mannstunden.

Bosch auch in China gefragter Software-Arbeitgeber
Auch bei der Suche nach neuen Talenten spielt die Vernetzung eine wichtige Rolle. Bereits im Jahr 2015 waren 30 Prozent der 5 000 chinesischen Bosch-Forscher und Entwickler in der Softwareentwicklung tätig. In diesem Bereich sollen 2016 weitere 2 500 Mitarbeiter hinzukommen. Insgesamt beschäftigt Bosch in China heute rund 55 000 Mitarbeiter – 2 000 mehr als noch vor einem Jahr. Damit hat das Unternehmen in China die größte Belegschaft außerhalb von Deutschland.

Asien-Pazifik als Erfolgsstory für Bosch
Bosch ist in der Region Asien-Pazifik bereits seit mehr als 100 Jahren aktiv und blickt auf eine Erfolgsgeschichte zurück. Allein in den vergangenen fünf Jahren verzeichnete das Unternehmen in der Region ein durchschnittliches Umsatzwachstum von rund zehn Prozent und investierte insgesamt etwa 4 Milliarden Euro. Mit einem Anteil von 27 Prozent am Gesamtumsatz der Bosch-Gruppe bleibt Asien-Pazifik eine wichtige Wachstumssäule für Bosch. 2015 erhöhte die Bosch-Gruppe ihren Umsatz dort um 17 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt 2,8 Prozent). Heute ist Bosch in der Region mit 104 000 Mitarbeitern in 18 Ländern vertreten: Australien und Neuseeland, Bangladesch, China, Indien, Japan, Südkorea, Sri Lanka, Taiwan sowie in den ASEAN-Staaten Indonesien, Malaysia, Philippinen, Kambodscha, Laos, Myanmar, Singapur, Thailand und Vietnam.

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Agnes Grill, Telefon: +49 711 811-38140
Melita Delic, Telefon: +49 711 811-48617
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  • 12. Mai 2016
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DTM 2016 So bringt Bosch dieses Jahr die DTM auf Touren

  • DTM fährt auch 2016 mit Motorsteuerung, Display und weiteren Komponenten von Bosch
  • „DTM profitiert von der jahrzehntelangen Motorsport-Kompetenz von Bosch“, sagt Walter Mertes, Vorstand für Marketing und Sponsoring der ITR
  • Bosch entwickelt für den Rennsport optimierte Serientechnik und Spezialkomponenten für die DTM
  • Bosch blickt auf 115-jährige Motorsport-Tradition zurück, erster Rennsportsieg 1901
Abstatt/Hockenheim – Sie sind Rivalen auf der Rennstrecke, doch im Herzen alle vom selben Schlag. Der gemeinsame Nenner der Rennboliden Audi RS5 DTM, BMW M4 DTM und Mercedes-AMG C 63 DTM ist Technik von Bosch. Die Bosch-Motorsteuerung schlägt als Herz unter der Haube und jeder Fahrer der international populären Tourenwagenserie blickt in seinem Cockpit auf ein Display von Bosch. „Unsere Komponenten steuern präzise die Motoren und sorgen dafür, dass Fahrer die Technik im Blick behalten können. Für die Zuschauer bedeutet das spannenden Motorsport auf höchstem technischem Niveau“, sagt Dr. Klaus Böttcher, Leiter von Bosch Motorsport. Mit Bosch hat die DTM einen Technologieführer an ihrer Seite. „Bosch ist ein Partner der ersten Stunde. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen ist bereits seit Jahren ein zuverlässiger Partner für uns“, sagt Walter Mertes, Vorstand für Marketing und Sponsoring der ITR. „Wir als Rennserie profitieren bei den eingesetzten Komponenten von der jahrzehntelangen Kompetenz von Bosch im Motorsport.“

Rennsport und Serientechnik
Seit dem Beginn der neuen DTM im Jahr 2000 setzt die Rennserie auf Technik von Bosch. Dazu gehören neben Motorsteuerung und Display auch Starter, Generator, Fahrzeug-Kabelbaum und Wischerdirektantrieb. Die Komponenten liefert das Unternehmen einheitlich für jeden Boliden. Entwickelt und gefertigt werden die Motorsport-Komponenten im Entwicklungszentrum in Abstatt nahe Heilbronn. Der hier ansässige Bereich Bosch Motorsport ist der Spezialist für Rennsporttechnik innerhalb der Bosch-Gruppe. Die Ingenieure entwickeln die DTM-Motorsteuerung, das Display und den Kabelbaum von Grund auf neu. „Ein Motorsteuergerät für die DTM unterscheidet sich von den Steuergeräten in Fahrzeugen auf der Straße. Deshalb sind diese Komponenten für die DTM Spezialanfertigungen, die wir exklusiv entwickeln und in Kleinstserie fertigen“, so Böttcher. Neben der Hardware ist auch die Motormanagementsoftware von Bosch eine Sonderentwicklung nur für den Motorsport. Mit ihr lassen sich zahlreiche Parameter der Tourenwagen, wie Zündung und Einspritzung, entsprechend des Reglements individuell einstellen und die Daten der gefahrenen Runden auswerten. Starter, Generator und Wischerdirektantrieb basieren größtenteils auf Serientechnik. Die Motorsport-Ingenieure aus Abstatt erhöhen die Leistung dieser Komponenten und machen sie widerstandsfähiger gegen Schmutz, Vibrationen, Hitze und Feuchtigkeit. Dafür arbeiten sie eng mit den Musterbau-Abteilungen der Bosch-Werke in Deutschland und auf der ganzen Welt zusammen. „Jedes Team in der DTM profitiert bei den Bauteilen vom Know-how und der Präzision aus der Großserienfertigung von Bosch“, erklärt Böttcher.

115-jährige Motorsport-Tradition
Motorsport hat bei Bosch eine lange Tradition: erste Rennsiege mit Bosch-Technik gehen auf das Rennen Nizza – Salon – Nizza im Jahr 1901 und das Gordon-Bennet-Rennen 1903 zurück. Damals fuhren die mit Bosch-Magnetzündung ausgestatteten Mercedes-Rennwagen von Triumph zu Triumph. Ein weiterer großer Moment war im Jahr 1954. Ein Mercedes-Benz 2,5-Liter-Formel-Rennwagen gewann den großen Preis von Frankreich mit einer erstmals im Motorsport eingesetzten mechanischen Benzin-Direkteinspritzung von Bosch. Ein paar Jahre später, 1965, kam im Porsche 906 zum ersten Mal eine kontaktlos gesteuerte Transistorzündung zum Renneinsatz und kurz danach, 1968, ein experimentelles Antiblockiersystem ABS im Porsche Bergspyder. Anfang der 1980er Jahre fasste Bosch die Benzineinspritzung und das Zündsystem zur elektronischen Motorsteuerung Motronic zusammen und passte diese Technik auch für die Formel 1 an. Das Ergebnis: der Weltmeisterschaftstitel 1983 für Brabham BMW. Von 2001 bis 2005 fuhren alle Gesamtsieger beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit der elektronischen Benzin-Direkteinspritzung des Unternehmens. Von 2006 bis 2011 gewannen an der Sarthe Fahrzeuge mit Common-Rail-Systemen und 2012 der erste Diesel-Hybrid mit Technik von Bosch Motorsport. „Damals wie heute ist unsere Automobiltechnik auch unter den extremen Bedingungen im Motorsport erfolgreich“, sagt Böttcher. Dafür werden seine mehr als einhundert Motorsport-Entwickler auch in Zukunft weiter arbeiten.

Video:
Bosch und die DTM 2016: https://youtu.be/8LqYzK_hBO8

Weitere Informationen:
Bosch und DTM verlängern erfolgreiche Partnerschaft bis 2017
Bosch und die DTM: Motorsport- und Serientechnik in Kombination

Journalistenkontakt: Annett Fischer, Telefon: +49 7062 911-7837
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  • 12. Mai 2016
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Elektroautos smart laden Bosch-App erleichtert das Finden und Bezahlen von Ladesäulen

  • Bosch-Tochtergesellschaft Bosch Software Innovations stellt in Kooperation mit Automobilherstellern Charging Apps inkl. Backend-Infrastruktur bereit
  • Anwendungen bringen Ladepunkte unterschiedlicher Ladestationsbetreiber zusammen
  • Charging Apps bereits für die Marken smart und Mercedes-Benz sowie bald für Renault verfügbar
  • Apps binden rund 3 700 und damit etwa 80 Prozent aller öffentlich zugänglichen und internetfähigen Ladepunkte in Deutschland ein
Ladestationen sofort finden und mit einem Klick bezahlen – innovative Charging Apps machen Elektromobilität deutschlandweit ein Stück alltagstauglicher. Das eigene Smartphone ist dazu der Schlüssel: Die Fahrer von E-Autos sehen mit den Charging Apps auf einen Blick, wo sich in ihrer Nähe freie Ladestationen befinden, und können diese einfach und unkompliziert nutzen. Bosch Software Innovations stellt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Automobilherstellern Charging Apps inkl. einer Backend-Infrastruktur bereit. Derzeit bieten smart, Mercedes-Benz sowie bald auch Renault die Charging Apps kostenfrei an. Rund 3 700 öffentliche Ladepunkte in Deutschland sind bereits eingebunden. Die Charging Apps fügen sich in die globale Vernetzungsstrategie bei Bosch. Auch Elektroautos und die Ladeinfrastruktur werden künftig Teil des Internets der Dinge (IoT): „Das vernetzte Elektroauto ist das beste Elektroauto“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

Ein wesentlicher Vorteil der Charging Apps ist ihr Umfang: Rund 3 700 der in Deutschland mit dem Internet verbundenen, öffentlich zugänglichen Ladepunkte wurden dazu bereits vernetzt. Weitere europäische Länder werden folgen. Neben der technischen Umsetzung auch über die sogenannte eRoaming-Plattform intercharge schloss Bosch Software Innovations im Vorfeld mit einer Vielzahl von Ladesäulenbetreibern entsprechende Verträge ab. Die App-Nutzer können dadurch einfach und bargeldlos an den angezeigten Ladestationen laden, ohne im Vorfeld technische und vertragliche Fragen selbst klären zu müssen. Ihnen reicht für die Nutzung der Charging Apps ein Paypal-Konto und eine einmalige Registrierung. Auch der Zahlungsprozess wird direkt und sicher über die Apps abgewickelt.

Die Automobilhersteller smart, Mercedes-Benz und Renault möchten mit den Charging Apps mehr Kunden für Elektroautos gewinnen. Denn unkompliziertes Laden ist neben attraktiven Fahrzeugen ein wesentlicher Faktor, um die Elektromobilität in Deutschland weiter voran zu bringen. Auch die Betreiber der Ladestationen profitieren: Sie erhöhen mit den Apps die Auslastung ihrer Ladepunkte.

Internet der Dinge: Die vernetzte Ladestation als Paradebeispiel
Die Charging Apps sind ein ideales Anwendungsbeispiel für das Internet der Dinge, in dem intelligente Objekte – in diesem Fall Ladestationen – miteinander vernetzt werden. Bosch Software Innovations legt mit seiner Technologie die Grundlage, um verschiedene Akteure wie Automobilhersteller, Betreiber von Ladesäulen, Energieversorger, Einzelhandel oder Fahrer von E-Mobilen auf einer Software-Plattform zusammen zu bringen. Was Kunden nicht sehen: Hinter der App steht ein leistungsfähiges Geflecht von in Echtzeit vernetzten Systemen. Die technische Grundlage für die Charging Apps ist die Bosch IoT Suite – ein Cloud-fähiges Softwarepaket zur Entwicklung von Anwendungen im Internet der Dinge. Es umfasst sowohl die unterschiedlichen regionalen Strom- und Ladesäulenanbieter, die intercharge-Plattform für das eRoaming als auch die Partnerservices, die den unkomplizierten Bezahlvorgang sicherstellen.

„Wir bringen mit den Charging Apps das Internet der Dinge und die Elektromobilität zusammen. Für uns ist das die perfekte Kombination, denn bei beiden Themen engagieren wir uns schon seit Jahren, um aktiv die Entwicklung voranzutreiben“, so Kai Weber, Produktmanager bei Bosch Software Innovations. Neben vielen E-Mobility-Projekten und Mitwirkung im Standardisierungsgremium EMI³ ist Bosch etwa Konsortialpartner sowie IoT-Systempartner und Plattformlieferant der Hubject GmbH, einem Berliner eRoaming-Dienstleister. Das Joint-Venture bringt regelmäßig führende Akteure im E-Mobilitätsmarkt zusammen. So auch am 12. und 13. Mai 2016 auf der intercharge network conference in Berlin. Im Herzen der Hauptstadt werden an zwei Konferenztagen die Themen Elektromobilität und interoperable Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge durch Keynotes, Fachbeiträge und Panels umfassend beleuchtet und diskutiert.

Die Vernetzung der Ladestationsbetreiber erfolgt über die eRoamingplattform intercharge. So konnten in Deutschland zuletzt 700 weitere Ladepunkte von Belectric Drive, EmiS und der E-Wald GmbH zur Nutzung über die Charging Apps bereitgestellt werden. Die Charging Apps sind sowohl für iOS als auch für Android verfügbar.

Weiterführende Links
Weitere Informationen zu den Charging Apps:
http://bit.ly/BoschSIChargingApps
Projekte im Bereich Elektromobilität von Bosch Software Innovations:
http://bit.ly/BoschSI-E-Mobility
Bosch-Chef Denner: „Das vernetzte Elektroauto ist das beste Elektroauto“
http://bit.ly/1TKD9Ud

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  • 11. Mai 2016
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Engagement gegen Jugendarbeitslosigkeit Bosch setzt Ausbildungsinitiative Südeuropa fort Zusätzliche Projekte in Italien und Spanien

  • Bosch schafft 75 neue Ausbildungsplätze für Jugendliche aus Italien und Spanien: 50 in Deutschland, 15 in Spanien, 10 in Italien
  • Neues Projekt „Prepare for the future” erreicht 40 000 Schüler in Italien
  • Personalchef Kübel: „Ausbildungskonzept mit interkultureller Begleitung hat sich bewährt.“
Stuttgart – Bosch schafft erneut 75 Ausbildungsplätze für Jugendliche aus Italien und Spanien, um einen Beitrag gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in diesen Ländern zu leisten. Damit setzt das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen seine „Ausbildungsinitiative Südeuropa“ mit einem neuen Lehrlingsjahrgang fort. Bereits 2014 hat Bosch 100 zusätzliche Ausbildungsplätze für junge Männer und Frauen aus Italien, Portugal und Spanien zur Verfügung gestellt. „Unser Ausbildungskonzept mit starker interkultureller Begleitung hat sich bewährt. Wir setzen unser Engagement fort, da gerade in Italien und Spanien die Jugendarbeitslosigkeit weiterhin sehr hoch ist“, erläutert Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH. Eine qualifizierte Berufsausbildung verbessere die Jobchancen der jungen Menschen deutlich, so Kübel weiter. Von den 75 Ausbildungsplätzen stellt Bosch 50 in Deutschland zur Verfügung, 15 in Spanien und 10 in Italien. Die Plätze in Deutschland sind für spanische Azubis, da die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien besonders hoch ist. Zudem verfügt Bosch in Deutschland über größere Ausbildungskapazitäten als in Spanien. Die Auszubildenden können sich hier ab Herbst 2017 für den spanischen Arbeitsmarkt qualifizieren. Zusätzlich engagiert sich Bosch in Berufsbildungsprojekten in Italien und Spanien, um junge Menschen auf die Anforderungen im Berufsleben vorzubereiten. Für das Engagement gegen Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa stellt Bosch in Summe 175 zusätzliche Ausbildungsplätze und rund 14 Millionen Euro bereit.

Positive Zwischenbilanz – Erfolgsfaktoren für die Integration
Nach 20 Monaten haben die spanischen Azubis des ersten Ausbildungsjahrgangs in Deutschland ihren ersten Teil der Abschlussprüfung in Berufen wie Mechatroniker oder Industriemechaniker abgelegt. Den Praxis- und Theorieteil haben sie wie ihre deutschen Mitauszubildenden auf Deutsch absolviert. „Die Prüfungsergebnisse bestätigen die Ausgestaltung unseres Ausbildungsprogramms. Im praktischen Teil sind sie auf Augenhöhe mit den deutschen Auszubildenden, während im schriftlichen Theorieteil vor allem die Sprache noch eine Herausforderung ist“, fasst Siegfried Czock, Leiter Aus- und Weiterbildung bei Bosch in Deutschland, die Ergebnisse zusammen. Die Ausbilder seien zuversichtlich, dass die jungen Spanier die Abschlussprüfung nach dreieinhalb Jahren bestehen werden. „Es ist ein großer Schritt, seine Ausbildung in einem anderen Land mit fremder Sprache und Kultur zu absolvieren“, sagt Ana Maria San Andres Gonzalez aus der Nähe von Madrid in Spanien. Sie lernt den Beruf der Mechatronikerin bei Bosch am Standort Stuttgart-Feuerbach. „Deshalb ist es mir wichtig, mich auch im privaten Umfeld zurecht zu finden und wohl zu fühlen. Auch darin unterstützen mich Ausbilder, Kollegen und Berufsschullehrer jeden Tag.“

Bosch unterstützt die Azubis mit Sprachkursen, betrieblichen Mentoren und einer sozialpädagogischen Betreuung. „Das Vermitteln der Sprachkenntnisse ist zentral, um den Lernstoff zu bewältigen, aber auch für eine erfolgreiche Integration. Eine interkulturelle Vorbereitung und die kontinuierliche Begleitung durch qualifizierte Ausbilder sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung im Ausland“, fasst Czock die Erfolgsfaktoren zusammen. So liege die Abbruchquote von vergleichbaren Projekten bundesweit bei durchschnittlich rund 40 Prozent. Bei Bosch sind von anfangs 45 Teilnehmern 40 weiterhin dabei.

Prepare for the future – neues Berufsbildungsprojekt in Italien und Spanien
Um Schüler und Studenten auf die Anforderungen im Beruf vorzubereiten, hat Bosch zwei neue Bildungsprojekte in Italien und Spanien ins Leben gerufen. Im Projekt „Prepare for the future“ erhalten Schüler erste Einblicke in die Arbeitswelt und mögliche Berufsbilder. In Italien hat das Projekt im ersten Jahr bereits mehr als 40 000 Schüler in rund 200 Schulen erreicht. Aufgrund der positiven Rückmeldungen bietet Bosch „Prepare for the future“ ab diesem Jahr auch in Spanien an. In einem weiteren Projekt passt das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Elemente des deutschen Systems der dualen Ausbildung auf die Gegebenheiten in Italien an. Mehr als 100 Teilnehmern hat Bosch im ersten Jahr Trainings- und Ausbildungsplätze an Bosch-Standorten oder bei Kunden vermittelt. Zahlreiche Partner wie Regionen, Non-Profit-Organisationen und Unternehmen unterstützen die Projekte.

Erfahrungen für die Flüchtlingsintegration nutzen
Bosch bringt seine Erfahrungen aus der Ausbildungsinitiative auch in die Flüchtlingsintegration ein. Dieses Jahr bietet Bosch u. a. rund 400 Praktika an etwa 30 Standorten an. Ziel ist es, die Flüchtlinge in den Ausbildungsabteilungen beruflich auf den Arbeitsmarkt oder eine Ausbildung vorzubereiten. Die zuständigen Ausbilder schult das Unternehmen zuvor im interkulturellen Umgang. Kübel: „Aus unserer Ausbildungsinitiative wissen wir, dass neben dem raschen Spracherwerb vor allem die interkulturelle Begleitung der Flüchtlinge wichtig ist, um sie zu integrieren. Das gilt insbesondere für junge Menschen, die erstmals auf sich allein gestellt sind.“ Zudem stellen die Bosch-Standorte freie Liegenschaften und firmeneigene Wohnungen zur Flüchtlingsunterbringung zur Verfügung und unterstützen lokale Initiativen mit Sachspenden. Unternehmen und Mitarbeiter stellen darüber hinaus gemeinsam 820 000 Euro an Spendenmitteln zur Verfügung, aus denen mehr als 100 Hilfsprojekte in freier Trägerschaft unterstützt werden. Die Projekte sind von Bosch-Mitarbeitern vorgeschlagen worden.

Weitere Informationen:
Ausbildungsinitiative Südeuropa
Studie: Jugendarbeitslosigkeit in Europa
Jugendarbeitslosenquoten in der EU
Video-Portrait: Bosch-Azubi Christian Sánchez Aranda

Journalistenkontakt:
Michael Kattau, Telefon: +49 711 811-6029
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  • 10. Mai 2016
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  • Personal- und Sozialthemen
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Supersportwagen aufs Glatteis geführt Bosch und Pagani testen Fahrsicherheitssysteme des Huayra BC am Polarkreis

  • Bosch entwickelt und testet Bremsregelsysteme für den Pagani Huayra BC auf Eis und Schnee
  • Fahrsicherheitssysteme sind maßentwickelte Symbiose aus Sicherheit und Performance
  • Pagani Automobili und Bosch Engineering sind seit Jahren technische Partner
Abstatt/Arjeplog – Entwickler Jorge Jauregui öffnet ein Garagentor im Bosch Winter-Testzentrum im nordschwedischen Arjeplog. Seine Atemluft kondensiert in Nebelschwaden. Das Thermometer zeigt minus 20 Grad. Schon unzählige Male hat er hier Fahrzeuge über die Eis- und Schneepisten bewegt, Messwerte analysiert und Einstellungen optimiert. Doch der Sportwagen hinter dem Garagentor feiert heute sein Debut am Polarkreis. Der Pagani Huayra BC ist ein Supersportwagen. Zwölf Zylinder, mehr als 750 PS. Das Antiblockiersystem ABS, die Traktionskontrolle und das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP® des Leichtbau-Wunders kommen von Bosch. Die elektronischen Schutzengel im Huayra BC sind äußerlich nicht von den Komponenten in Millionen von Fahrzeugen auf den Straßen überall auf der Welt zu unterscheiden. Ihre Software jedoch wurde speziell für die wenigen Fahrzeuge von Pagani maßgeschneidert. Unikate für nur 20 Fahrzeuge und fünf Prototypen. Ein weiterer Unterschied: Das Verhalten der Systeme ist in fünf Stufen individuell regelbar – von komfortabel bis maximal dynamisch. Diese Präzisionsarbeit in der Fahrzeugentwicklung ist Aufgabe von Jauregui und seinen Kollegen. Zwei Wochen lang sind sie mit einem Prototypen im Bosch-Testzentrum in Schweden. Und auch wenn sie bei der sogenannten Wintererprobung schon viele Fahrzeuge unter winterlichen Extrembedingungen getestet haben, ist es dieses Mal anders: „Mehr als 750 PS auf Schnee zu zähmen ist auch für mich eine besondere Herausforderung. Das mache ich nicht alle Tage“, sagt Entwicklungsingenieur Jauregui, und seine Augen glänzen.

Pagani und Bosch
Pagani setzt bei den Fahrsicherheits- und Bremsregelsystemen seines Huayra und Huayra BC auf Bosch. „Die Philosophie für unsere Fahrzeuge ist eine Verbindung aus Kunst und Wissenschaft, Technologie und Design, Performance und kompromissloser Sicherheit. Für diese Aufgabe ist Bosch Engineering bereits seit Jahren unser Partner“, sagt Horacio Pagani, Gründer des italienischen Supersportwagenherstellers Pagani Automobili. Während die ABS- und ESP®-Hardware aus der automobilen Großserie des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens stammen, kümmert sich eine Bosch-Tochter um die maßgeschneiderte Anpassung der Software. Bei der Bosch Engineering GmbH arbeiten mehr als 2 000 Ingenieure, die eines nicht kennen: eine Standardlösung. Für den Zonda, den Huayra und nun auch für den Pagani Huayra BC zeigt der Entwicklungsdienstleister, wie individuell man Software und Elektronik auf ein Fahrzeug zuschneidern und abstimmen kann. Denn um in allen Situationen perfekt zu reagieren, erfordern ABS und ESP® eine sehr präzise Abstimmung – sowohl auf die Fahreigenschaften eines Supersportwagens wie des Huayra’s als auch auf sommerliche und winterliche Straßenverhältnisse. „Nur so können die Systeme ihr ganzes Sicherheitspotenzial ausspielen und gleichzeitig die gewünschte markenspezifische Dynamik und Leistung des Fahrzeugs erzeugen. Diese Anforderung von Pagani haben wir verstanden und entwickeln für unseren Kunden eine maßgeschneiderte Software“, sagt Bernhard Bihr, Geschäftsführer der Bosch Engineering GmbH.

Testtag in Nordschweden
Für Jauregui und seine Kollegen beginnt der Tag in Nordschweden bereits früh. Noch ist es dunkel. Obwohl die Sonne erst in einigen Stunden aufgeht, beleuchten große Flutlichter die verschiedenen Streckenmodule auf Land und auf Teilen des riesigen zugefrorenen Sees. „Zuerst testen wir das ABS auf einer einseitig vereisten Fahrbahn. Später stimmen wir die Fahreigenschaften auf einer Teststrecke auf dem zugefrorenen See ab“, erklärt der gebürtige Argentinier, der bereits seit über zehn Jahren bei Bosch Engineering arbeitet. Ein Elektronisches Stabilitäts-Programm beispielsweise hat über 3 000 Parameter in der Software, die die Reaktion des Systems beeinflussen. „Die größte Herausforderung für uns ist, die gesamte Leistung des Fahrzeugs auch in kritischen Situationen kontrollierbar und sicher zu machen, ohne dabei die Performance aus den Augen zu verlieren.“ Sein wichtigster Verbündeter bei dieser Aufgabe ist Jacob Hellkvist. Er ist ein Icemaker. Seine Aufgabe ist das Präparieren der Strecken – morgens, mittags, abends. Er sorgt dafür, dass die Fahrbahnen immer im gleichen Zustand sind. Mehrmals am Tag bewässert und glättet er die Fahrspuren und Streckenmodule, um dann mit Spezialmaschinen die gewünschten Reibwerte ins Eis zu bringen. Dies alles stellt sicher, dass auch kleinste Änderungen des Fahrverhaltens nach Software-Anpassungen analysiert werden können und nicht auf sich ändernde Untergründe zurückzuführen sind. „Für uns ist die Reproduzierbarkeit von Messdaten, also ihre Vergleichbarkeit, wichtig. Wir wollen messen, wie sich das Fahrverhalten ändert, wenn wir einen Parameter neu einstellen. Wenn die Fahrbahn immer gleich ist, können wir diesen Einfluss ausschalten“, erklärt Jauregui. Sein Notebook ist auf einem Gestell oberhalb der Mittelkonsole im Fahrzeug befestigt. Nach jeder Fahrt checkt er Messwerte, speichert Daten, tippt neue Befehlskombinationen in den Rechner und fährt erneut. Solange, bis die Symbiose aus Sicherheit und Performance des Kraftpaketes mit mehr als 750 PS auch auf Eis und Schnee passt.

Wintertests in Nordschweden
Im seinem Testzentrum Vaitoudden bei Arjeplog in Nordschweden führt Bosch die Wintererprobung moderner Fahrdynamikregelsysteme durch. Damit stellen die Ingenieure sicher, dass Sicherheitssysteme wie ABS und ESP® in jeder Situation richtig reagieren und so dem Fahrer immer bestmöglich helfen. Das neue, erweiterte Testgelände wurde im Dezember 2003 vom schwedischen König Carl XVI. Gustaf eröffnet. Die Investitionssumme betrug 20 Millionen Euro.

Videos:
Pagani und Bosch testen Fahrsicherheitssysteme des Huayra BC am Polarkreis
Bosch Testzentren weltweit

Weitere Informationen:
Bosch Engineering – Entwicklungspartner der Automobilindustrie
Wintertestzentrum von Bosch feiert zehnjähriges Jubiläum
Die Bosch Prüfzentren
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  • 10. Mai 2016
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  • 27. April 2016
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Neue Repräsentanz in Teheran Rückkehr in den Golfstaat: Bosch belebt Geschäft im Iran neu Besondere Wachstumsdynamik für die Region erwartet

  • Verkauf von ersten Bosch-Produkten bereits 1924
  • Bosch setzt auf Kontakte zu ehemaligen lokalen Partnern und Kunden
  • Vielzahl von Lösungen zur Modernisierung von Infrastruktur und Fahrzeugflotte
Teheran/Istanbul – Die Bosch-Gruppe eröffnet in der iranischen Hauptstadt Teheran eine neue Repräsentanz. Damit will sich das internationale Technologie- und Dienstleistungsunternehmen einen der vielversprechendsten Märkte im Mittleren Osten erschließen. Bosch wird im Iran mit allen Unternehmensbereichen aktiv sein und dort bis Ende dieses Jahres rund 50 Mitarbeiter zählen. Mit der Repräsentanz belebt das Unternehmen eine langjährige Verbindung zum Iran neu. Bereits 1924 begann Bosch mit dem Verkauf erster Produkte in dem Land. „Wir freuen uns sehr, dass wir zurück im Iran sind. Um schnell Fahrt aufzunehmen, kommen uns jetzt vor allem unsere Kontakte zu ehemaligen lokalen Partnern und Kunden zugute“, sagte Uwe Raschke, Bosch-Geschäftsführer verantwortlich für die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika. „Das Potenzial des Landes ist enorm: Wir erwarten 2016 ein Wachstum der iranischen Wirtschaft von knapp fünf Prozent. Auch mittelfristig ist die Entwicklung vielversprechend.“

Mehr als die Hälfte der knapp 80 Millionen Einwohner ist jünger als 25 Jahre, zudem ist der Bildungsgrad der Bevölkerung in dem Land sehr hoch. Gut 20 Prozent der Iraner leben in der Region Teheran, einem dynamischen Wirtschaftsraum mit einer sich schnell entwickelnden IT-Infrastruktur. Der iranische Staat will in den kommenden Jahren mehr als 40 Milliarden US-Dollar in die lokale Infrastruktur investieren, beispielsweise in den Ausbau von Flughäfen, Eisenbahnnetzen und in die Energieversorgung. „Wir können den Modernisierungsprozess des Landes mit einer Vielzahl von Produkten und Lösungen begleiten. Dazu zählen beispielsweise Anwendungen im Maschinenbau, für die Vernetzung von Infrastruktur sowie Energie- und Gebäudetechnik, aber auch innovative Haushaltsgeräte und Elektrowerkzeuge", sagte Raschke.

Mobilitätslösungen für wachsenden Kraftfahrzeugmarkt
Bosch wird im Iran auch mit seiner breiten Palette an Produkten und Lösungen rund um den Bereich Mobility Solutions präsent sein. Das Unternehmen sieht im wachsenden Kraftfahrzeugmarkt viel Potenzial: In diesem Jahr wird dort voraussichtlich mehr als eine Million Fahrzeuge lokal produziert, rund neun Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem besteht angesichts einer überalterten Flotte ein großer Nachholbedarf insbesondere im Nutzfahrzeugbereich. Viele Lastwagen sind bereits seit 40 Jahren und mehr auf Irans Straßen unterwegs.

Starkes Wachstum im Mittleren Osten
Neben der Repräsentanz im Iran hat Bosch kürzlich auch eine Vertretung in der zweitgrößten pakistanischen Stadt Lahore gegründet. Die Aktivitäten im Iran und Pakistan sowie in weiteren 14 Ländern im Mittleren Osten werden von der Regionalgesellschaft in der Türkei aus koordiniert. 2015 hat Bosch in der Region inklusive Türkei einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro erzielt (davon knapp 1,5 Milliarden Euro in der Türkei), was einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr entspricht. „Die Türkei spielt in unserer Wachstumsstrategie im Mittleren Osten eine herausragende Rolle“, betonte Raschke. Innerhalb von zwei Jahren (2015 und 2016) investiert das Unternehmen dort rund eine halbe Milliarde Euro vor allem in den Ausbau der lokalen Produktion und Entwicklung. Zudem hat Bosch 2015 eine neue Regionalzentrale in Istanbul eröffnet. Das Unternehmen ist seit 1910 in der Türkei vertreten und beschäftigt heute rund 16 600 Mitarbeiter in dem Land.

Journalistenkontakte:
Trix Böhne, Telefon: +49 711 811-6831
Melita Delic, Telefon: +49 711 811-48617
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  • 09. Mai 2016
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Kreative Lösungen aus Lund: Bosch eröffnet Innovationsschmiede in Schweden Softwarekompetenz und Start-up-Geist

  • Bosch verstärkt regionale Präsenz in Schweden: Start mit 50 Entwicklern
  • Wechselseitige Inspiration und Kreativität an hochinnovativem Standort
  • Domänenübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht Synergien und schafft Basis für neue Ideen
Lund, Schweden – Bosch entwickelt vernetzte Lösungen nun auch im südschwedischen Lund: Bereits 50 Bosch-Experten sind am ersten Entwicklungsstandort des Unternehmens in Skandinavien mit an Bord. Sie arbeiten an neuer Soft- und Hardware unter anderem zur Vernetzung von Fahrzeugen, für automobile Sicherheitssysteme und motorisierte Zweiräder. Zudem entwickeln sie domänenübergreifende Lösungen für die Vernetzung von Mobilität zum Beispiel mit Energie- und Gebäudetechnik über das IoT. Durch die Entwicklung für verschiedene Bereiche an einem Standort verspricht sich Bosch auch wechselseitige Inspiration. „Wir treiben die Entwicklung von vernetzten, domänenübergreifenden Lösungen über das IoT systematisch voran, mit dem Ziel, das Leben sicherer und komfortabler zu machen“, sagte Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Dabei setzen wir auf eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit, die Synergien ermöglicht und Basis für neue Ideen und kreative Lösungen schafft.“

Der Standort Lund – rund 20 Kilometer von Malmö entfernt – ist nicht zufällig gewählt: „Schweden gehört auf Forschungsfeldern wie Informations- und Kommunikationstechnologie zur absoluten Weltspitze. Das ist genau die richtige Umgebung für unser neues Entwicklungszentrum“, sagte Hoheisel. „Wir setzen in Lund auf exzellente Fachkräfte der Software- und IT-Branche.“ Während Bosch traditionell stark in der Forschung und Entwicklung ist (2015: F&E-Investitionen von 6,4 Milliarden Euro, rund neun Prozent vom Umsatz), gilt Schweden als hochinnovative Wirtschaftsnation. Das Land belegt regelmäßig einen der vorderen Ränge bei weltweiten Innovationsrankings – so Platz 3 im Global Innovation Index 2015 der WIPO (Weltorganisation für geistiges Eigentum).

Konzentration von Innovationskraft und Entrepreneurtum
Bosch hat sich auf der Etage eines Gebäudes im Ideon Science Park von Lund niedergelassen. Auf diesem Gelände konzentrieren sich Innovationskraft und Gründergeist auf insgesamt rund 120 000 Quadratmetern Bürofläche. Rund 2 700 Menschen sind hier in der Entwicklung für etablierte Unternehmen und Start-ups sowie als Entrepreneure tätig. Die Universität Lund grenzt direkt an den Park. Inkubatoren und regelmäßige Konferenzen fördern und vernetzen geschäftliche Aktivitäten miteinander und mit der Hochschule. Im Fokus stehen der Servicesektor, der Kreativ- und Kulturbereich, aber auch Entrepreneurtum oder das Internet der Dinge.

Die Studentenstadt Lund – rund ein Drittel der mehr als 80 000 Bewohner sind Studenten – gilt darüber hinaus als Geburtsstätte wesentlicher Fortschritte für die vernetzte Welt. Dazu gehören beispielsweise die Bluetooth-Technologie oder der biometrische Fingerabdruck. „Bosch ist aufgrund seiner domänenübergreifenden Kompetenz in der Vernetzung und beim IoT hervorragend aufgestellt. Die Voraussetzungen sind gut, dass auch wir eines Tages in Lund Geschichte schreiben“, so Hoheisel. Das Unternehmen verfügt neben Expertise in den Bereichen Sensorik, Software und Services auch über eine starke Kompetenz in der Hardware. Zudem kann Bosch verschiedene Bereiche miteinander vernetzen, wie das Smart Home, Smart City, Connected Mobility oder Industrie 4.0. Mit der kürzlich gestarteten, eigenen IoT-Cloud besitzt Bosch nun auch die entsprechende Infrastruktur. So kann sich das Unternehmen geschäftliche Perspektiven sowohl für klassische Bereiche als auch in neuen Feldern erschließen.

Bosch in Schweden
Bosch ist seit 1904 in Schweden präsent und mit seinen vier Unternehmensbereichen im Land vertreten – Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods und Energy and Building Technology. Das Unternehmen beschäftigt in dem Land nahezu 1 500 Mitarbeiter an fünf größeren Standorten, darunter zwei Werke. In Mellansel produziert die Tochtergesellschaft Bosch Rexroth Steuerungs- und Antriebstechnik, in Tranas fertigt der Geschäftsbereich Thermotechnik Wärmepumpen. Im Jahr 2015 erwirtschaftete das Unternehmen in dem Land einen Umsatz von knapp 950 Millionen Euro.

Kontakte zu Bosch-Aktivitäten in Schweden:
Trix Böhne,
Telefon: +49 711 811-6831

Inger Rosen,
Telefon: +46 8 750-1644

Kontakt zu Aktivitäten im Bereich Bosch Mobility Solutions:
Stephan Kraus,
Telefon +49 711 811-6286
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  • 02. Mai 2016
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Bosch bringt Auto auf Internet-Kongress re:publica: Bosch macht das vernetzte Auto zum persönlichen Assistenten

  • Automatisiertes Fahren eröffnet dem Fahrer neue Interaktions- und Kommunikationsmöglichkeiten
  • Bedienkonzept folgt ganzheitlichem Ansatz, großflächige Displays bieten flexible und situationsgerechte Anzeigemöglichkeiten
  • Vernetzung des Autos mit dem Haus steigert Sicherheit und Komfort
  • Bosch will anhand des Konzeptautos mit den Teilnehmern der re:publica 2016 über die Zukunft der Mobilität diskutieren
Immer online, mit der Umgebung vernetzt und automatisiert unterwegs: Im kommenden Jahrzehnt machen Auto und Autofahren gewaltige Fortschritte. Die neuen Funktionen bringen auch neue Ansprüche an den Innenraum von Autos mit sich. Bosch stellt auf der re:publica 2016, eine der weltweit wichtigsten Veranstaltungen zu den Themen der digitalen Gesellschaft, vom 2. bis 4. Mai 2016 in Berlin ein neues Konzeptfahrzeug aus. Es zeigt, wie der Innenraum künftiger Fahrzeuge aussehen kann, wie Auto und Fahrer schon bald miteinander kommunizieren – und was dadurch möglich wird. „Das Auto der Zukunft wird zu einer neuen digitalisierten Lebensumgebung“, ist der Bosch-Vorsitzende Dr. Volkmar Denner überzeugt.

Hochautomatisiertes Fahren auf der Autobahn wird nicht nur die Sicherheit und die Effizienz wesentlich steigern. Der Fahrer kann künftig während der Fahrt beispielsweise mit Freunden, der Familie oder Kollegen kommunizieren, auch per Videokonferenz. „Neben den eigenen vier Wänden oder dem Büro wird das Auto damit zum dritten Lebensraum und persönlichen Assistenten“, so Denner. Die re:publica findet 2016 bereits zum zehnten Mal statt und bietet eine Diskussionsplattform zu den vielfältigen Themen der digitalen Gesellschaft.

Neue Anzeige- und Bedienkonzepte
Die Mensch-Maschine-Schnittstelle des Konzeptautos folgt einem ganzheitlichen Ansatz. Der Fahrer hat dadurch nur noch eine Schnittstelle, die abhängig von der Situation genau die Form der Interaktion nutzt, die für die Informationsweitergabe am sinnvollsten ist. Für die Umsetzung wurden die heute noch üblichen Front- und Mittelkonsolen durch großflächige Displays ersetzt, die alle Informationen flexibel und situationsgerecht darstellen können. Eine umfassende Innenraumbeleuchtung ergänzt das Anzeigekonzept. Die dargestellte Farbe passt sich einerseits den Vorlieben des Fahrers an, warnt aber auch vor Gefahren: Droht ein Fußgänger oder Radfahrer die Fahrbahn zu kreuzen, lenkt die Innenraumbeleuchtung durch schnelles Blinken links oder rechts die Aufmerksamkeit des Fahrers auf die entsprechende Seite. Diese Ambientlight-Funktion ergänzt damit die umfangreiche Ausstattung des Fahrzeugs mit Sicherheitsfunktionen wie der Spurhalteunterstützung sowie Notbrems- und Stauassistenten.

Automatisiertes Fahren eröffnet neue Möglichkeiten
Im Bosch Konzeptfahrzeug hat der Fahrer Zugriff auf Verkehrs- und Wetterinformationen in Echtzeit aus der Cloud, auf Social-Media- und Kommunikationsanwendungen. Damit die Nutzung dieser Funktionen nicht zum Verkehrsrisiko wird, ist sie nur während des automatisierten Fahrens möglich. Auf die sichere und reibungslose Übergabe dieser Verantwortung vom Fahrer an das Auto und zurück haben die Bosch-Entwickler besonderes Augenmerk gelegt: Im ersten Schritt wird dem Fahrer angezeigt, dass hochautomatisiertes Fahren möglich ist. Legt er nun für drei Sekunden seine Daumen an definierte Kontaktflächen links und rechts am Lenkrad, übernimmt das Auto. Die Rücknahme erfolgt auf die gleiche Weise, wenn der Fahrer wieder selbst fahren möchte oder die Autobahnausfahrt naht.

Beim automatisierten Fahren spielt das flexible Anzeigekonzept seine Stärken aus. Bilder einer Videokonferenz, Emails oder Mediaplayer stehen dann im Fokus und lassen sich mit einfachen Wischgesten nahtlos zwischen den verschiedenen Displays hin- und herschieben. Lernfähige Algorithmen passen die Inhalte an die Gewohnheiten und Situationen an. Präferenzen wie Sitz- und Spiegeleinstellungen oder individuelle Radiosender lassen sich natürlich ebenfalls speichern. Per Fingerabdruck identifiziert sich der Fahrer und kann das Auto starten, während die individuellen Einstellungen aus dem Speicher übernommen werden.

Vernetzt mit der ganzen Welt – und dem eigenen Zuhause
Über das Internet der Dinge kann sich das Fahrzeug auch mit anderen Domänen verbinden, zum Beispiel dem eigenen Haus. Wenn dort jemand klingelt, schaltet sich das Auto in die Gegensprechanlage. Per Fingerabdrucksensor kann von der Autobahn aus sogar die Tür geöffnet werden – zum Beispiel für einen Paketboten, der dann in einen Schleusenbereich vorgelassen wird. Der Empfang des Pakets kann ebenfalls per Fingerabdruck bestätigt werden. Auch hier ist automatisiertes Fahren Voraussetzung.

Wird schließlich das Zuhause erreicht, verbindet sich das Auto erneut mit dessen Sicherheitssystem. So kann der Fahrer vor der Fahrt auf sein Grundstück einerseits die Bilder der Außenkameras seines Zuhauses abrufen, sich aber auch sein direktes Fahrzeugumfeld über die bordeigenen Kameras ansehen. Dies verhindert, dass sich unerwünschte Personen hinter dem Auto mit auf das Grundstück schleichen. Insbesondere in Ländern mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis sind das attraktive Features. Und sind die Passagiere schließlich ausgestiegen, fährt das Auto ganz allein in die Garage – bereit zur nächsten Fahrt.

Das Demofahrzeug, das auf der re:publica 2016 gezeigt wird, ist in Kooperation mit dem Prototypentwickler EDAG entstanden. Die Außenhaut besteht aus 3D-Druck-Modulen in Leichtbauweise.

Weitere Info:
Vortrag von Bosch-Entwickler Prashanth Halady am 04.05.: http://bit.ly/1TfDoUH

Journalistenkontakt: Stephan Kraus, Telefon: +49 711 811-6286
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  • 02. Mai 2016
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  • Mobility Solutions
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Bilanz-Pressekonferenz 2016 Nach Rekordjahr: Bosch bleibt auf Wachstumskurs Services ergänzen verstärkt Produktportfolio

  • 2015: Rekordumsatz in Höhe von 70,6 Milliarden Euro erzielt
  • 2015: Operatives Ergebnis um 24 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro gesteigert
  • 2016: Umsatzplus zwischen 3 und 5 Prozent erwartet
  • Breite Produktpalette ist Basis für Ausbau des Services-Geschäfts
  • Ersparnis und Umsatz von je einer Milliarde Euro durch vernetzte Industrie
  • Einstiegschancen für 14 000 Hochschulabsolventen
Stuttgart/Renningen – Nach dem Rekordjahr 2015 will Bosch auch in diesem Jahr seinen Wachstumskurs fortsetzen. Trotz nur verhaltener konjunktureller Aussichten und geopolitischer Unsicherheiten erwartet das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen für 2016 ein Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent. Bosch will weiterhin stärker wachsen als die für das Unternehmen relevanten Märkte. Sollte sich die geringe Dynamik des ersten Quartals in einigen Regionen und Märkten fortsetzen, wird sich das Umsatzplus voraussichtlich am unteren Ende des Erwartungskorridors bewegen. In den ersten drei Monaten stieg der Umsatz von Bosch in verhaltenem Marktumfeld um knapp drei Prozent beziehungsweise wechselkursbereinigt rund vier Prozent gegenüber einem nominal sehr starken Vorjahresquartal. „Wir werden künftig nicht nur mit innovativen Produkten, sondern auch mit innovativen Services wachsen“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, bei der Bilanz-Pressekonferenz auf dem Bosch-Forschungscampus in Renningen. „Auf unsere breite Basis im Hardware-Geschäft bauen wir zunehmend vernetzte Services auf“, so Denner weiter. Dabei profitiert das Unternehmen nicht nur von seiner technischen Vielseitigkeit, sondern auch von seiner breiten Branchen- und Domänenkompetenz. Denner weiter: „Bosch wird seinen Kunden künftig nicht nur im Auto oder in der Küche begegnen. Mit vernetzten Services wird Bosch zum alltäglichen Begleiter in vielen Lebenssituationen.“

Geschäftsjahr 2015: Höchstwerte bei Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz der Bosch-Gruppe erreichte 2015 mit 70,6 Milliarden Euro einen historischen Höchstwert. Mit der vollständigen Übernahme der früheren paritätischen Gemeinschaftsunternehmen BSH Hausgeräte GmbH und Robert Bosch Automotive Steering GmbH stieg der Umsatz um knapp 22 Milliarden Euro oder 44 Prozent. Auch operativ ist Bosch stark gewachsen und hat vergleichbar gerechnet ein Umsatzplus von zehn Prozent erzielt. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Umsatzwachstum bei 3,8 Prozent. Bis auf den Unternehmensbereich Industrial Technology sind 2015 alle Unternehmensbereiche zweistellig gewachsen und konnten ihr Ergebnis verbessern. Entsprechend hat sich die Ergebnissituation der gesamten Bosch-Gruppe 2015 erneut verbessert. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen erzielte 2015 ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) von 4,6 Milliarden Euro und damit eine EBIT-Rendite von 6,5 Prozent. Im Jahresvergleich erhöhte sich damit das EBIT operativ um rund 0,9 Milliarden Euro oder 24 Prozent.

Beim EBIT glichen sich 2015 ergebnisverbessernde und ergebnisbelastende Sondereffekte aus. Die Sondereffekte ergaben sich durch die erstmalige Vollkonsolidierung von Automotive Steering und BSH Hausgeräte, Sonderabschreibungen sowie durch Rückstellungen im Zusammenhang mit rechtlichen Risiken. „Unser Anspruch ist es, unsere Märkte mit Innovationen aktiv mitzugestalten“, erklärte Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. „Die Geschäftsentwicklung 2015 zeigt, dass sich diese Strategie auszahlt. Auch 2016 werden wir unseren Kurs fortsetzen.“ Trotz hoher Investitionen in die Zukunftssicherung und Belastungen aus Restrukturierungen will Bosch die Ertragslage 2016 stabil halten.

Services ergänzen künftig breite Hardwarebasis
Strategisches Ziel von Bosch sind nicht nur Hardwareprodukte für das vernetzte Leben, sondern auch Servicelösungen rund um die Vernetzung dieser Produkte im Internet der Dinge. Das Unternehmen setzt im Vernetzungsgeschäft auf „3S“ – Sensorik, Software und Services. „Die Services werden integraler Bestandteil unseres Produktgeschäfts. Aus jedem Umsatz mit Hardware soll auch Umsatz mit ergänzenden Services folgen“, so Denner. Bosch profitiert bei der Entwicklung und Umsetzung von Services für die vernetzte Welt neben seiner Kompetenz in Software und Sensorik insbesondere auch von seiner breiten Aufstellung. „Autos mit Häusern, selbst ganze Städte – Bosch kann wie kein anderes Unternehmen viele Dinge unterschiedlichster Domänen vernetzen“, so Denner weiter. Fast 50 Prozent aller elektronischen Erzeugnisklassen von Bosch sind internetfähig. Das bereits bestehende Servicegeschäft aller vier Unternehmensbereiche wird das Unternehmen sukzessive ausbauen.

Vernetzte Industrie: Ersparnis und Umsatz von je einer Milliarde Euro
Im Bereich der vernetzten Produktion, der Industrie 4.0, profitiert Bosch insbesondere von den Umsetzungserfahrungen in seinen eigenen rund 250 Werken. Die internen Erfahrungen setzt das Unternehmen in externe Services um, zum Beispiel den Production Performance Manager, der in Echtzeit Fertigungsdaten visualisiert und selbständig Wartungsprozesse anstößt. Bis 2020 erwartet Bosch durch die vernetzte Produktion kumuliert sowohl eine Milliarde Euro Kostenersparnis als auch eine Milliarde Euro zusätzlichen Umsatz. „Bosch profitiert bei der vernetzten Industrie von seiner Breite und seiner Internationalität. Wir können sowohl automobile Großserienfertigung als auch Kleinserien-Maschinenbau vernetzen, in Asien, Europa und in Amerika“, sagte Denner.

Service Solutions: 15 Prozent Umsatzwachstum jährlich
Starkes Wachstum verzeichnet bereits jetzt der neu geschaffene Geschäftsbereich Bosch Global Service Solutions. Die rund 6 000 Mitarbeiter des Bereichs unterstützen unter anderem die Geschäftsabläufe vieler Kunden in unterschiedlichen Branchen oder bearbeiten eCalls im Auftrag von Autoherstellern. 2015 hat der Bereich in 30 Ländern mehr als 120 Millionen Kundenkontakte für mehr als 1 000 Unternehmen bearbeitet, 30 Millionen Kontakte mehr als 2013. Bosch erwartet für den Bereich Service Solutions ein jährliches Umsatzwachstum von rund 15 Prozent.

Smart Home: Neue Smart Home-Produkte ab Herbst 2016
Auch im intelligenten Zuhause wird zunehmende Vernetzung für mehr Lebenskomfort und Entlastung sorgen. Bereits seit Jahresbeginn bietet Bosch mit dem Bosch Smart Home-System eine einfache und sichere Lösung für das Smart Home an. Im Laufe des Jahres werden weitere Produkte für das System folgen, darunter ein Rauchmelder, der über seine eigentliche Funktion hinaus auch für mehr Sicherheit zum Beispiel während der Urlaubszeit sorgt. Für das Smart Home erwartet Bosch bereits 2017 ein weltweites Marktpotential von zehn Milliarden Euro. Bis 2020 werden weltweit rund 230 Millionen beziehungsweise 15 Prozent aller Haushalte mit Smart-Home-Lösungen ausgestattet sein.

Mobility Solutions: Eine App für Auto, Fahrrad, Bus und Bahn
Im Bereich Mobility Solutions geht das Portfolio von Bosch bereits heute über das Auto hinaus. Gemeinsam mit Partnern wird Bosch beispielsweise einen Mobilitätsassistenten für den intermodalen Verkehr realisieren. Im Großraum Stuttgart können Nutzer mit nur einer App Fahrkarten für verschiedene Fortbewegungsmittel wie Auto, Fahrräder, Bahnen oder Busse planen, buchen und bezahlen. Ebenfalls einen starken Service-Anteil wird das vernetzte Parken mit sich bringen. Durchschnittlich zehn Minuten dauert die Parkplatzsuche in deutschen Städten. 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs entfallen auf die Parkplatzsuche. Mit den Lösungen von Bosch wird dies bald der Vergangenheit angehören. Beim sogenannten „community based parking“ fungieren Autos selbst als Sensoren. Die Fahrzeuge erkennen im Vorbeifahren Parklücken am Straßenrand und melden diese via Internet an Bosch. Das Unternehmen erstellt aus diesen Informationen in Echtzeit eine Karte, auf der freie Parkplätze eingezeichnet sind. Dank Data Mining können Echtzeit-Parkkarten bereits aus den Sensordaten von nur sechs Prozent aller Fahrzeuge im fließenden Verkehr gewonnen werden.

Bosch IoT Cloud: integraler Bestandteil des Service-Geschäfts
Zentraler Bestandteil des Service-Geschäfts von Bosch ist die unternehmenseigene IoT Cloud. Die Bosch IoT Cloud bietet technische Infrastruktur für die Skalierbarkeit von vernetzten Lösungen. Bereits 2016 werden rund 50 Anwendungen von Bosch in der eigenen Cloud laufen. Ab 2017 wird die Nutzung der IoT Cloud als Service auch externen Kunden angeboten. Zentraler Softwarekern der IoT Cloud ist die Bosch IoT Suite. Sie ist das Gehirn der vernetzten Welt. Die Bosch IoT Suite bietet alle Funktionen, um Geräte, Anwender und Unternehmen zu vernetzen. Big Data-Management ermöglicht innerhalb der IoT Suite die Analyse großer Datenmengen. In der Bosch IoT Suite können Regeln für automatisierte Entscheidungen hinterlegt werden – wann zum Beispiel Maschinenzustände Verschleißmuster erkennen lassen, so dass präventiv eine Instandhaltung eingeleitet wird. Bereits heute bauen viele Lösungen und Projekte von Bosch und seinen Kunden auf dieser Plattform auf. Mehr als fünf Millionen Geräte und Maschinen sind über Komponenten der Bosch IoT Suite schon vernetzt.

Das Geschäftsjahr 2015 nach Regionen und Unternehmensbereichen

Asien-Pazifik: Verhaltenes Wachstum in China
In Asien-Pazifik – einschließlich Afrika – erhöhte die Bosch-Gruppe 2015 ihren Umsatz um 17 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt 2,8 Prozent). Hauptgrund für die hinter den Erwartungen zurückbleibende Geschäftsentwicklung war die verhaltene wirtschaftliche Dynamik in China und anderen Schwellenländern. Langfristig großes Potential sieht Bosch in Afrika. 2015 hat das Unternehmen seine Geschäftsaktivitäten dort weiter ausgebaut. In zehn afrikanischen Ländern ist Bosch mittlerweile mit eigenen Niederlassungen vertreten.

Amerika: Starkes Jahr in Nordamerika
In Nordamerika profitierte das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen von der erfreulich guten wirtschaftlichen Entwicklung. Der Umsatz wuchs dort um 25 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro an (wechselkursbereinigt 6,7 Prozent). In Südamerika dagegen hinterließ die Rezession in Brasilien deutliche Spuren im Bosch-Geschäft. Insgesamt ging der Umsatz in der Region um 13 Prozent zurück (wechselkursbereinigt 3,7 Prozent).

Europa: Positive Entwicklung in Westeuropa
Das Geschäft der Bosch-Gruppe hat sich in Europa günstiger entwickelt als zunächst erwartet. Das Unternehmen erhöhte 2015 den Umsatz um 3,8 Prozent auf 37,3 Milliarden Euro. Auch im Heimatmarkt Deutschland entwickelte sich der Umsatz positiv und stieg um 1,3 Prozent.

Mobility Solutions: Deutlich stärker gewachsen als der Markt
Der Unternehmensbereich Mobility Solutions steigerte 2015 Wachstum und Ergebnis deutlich. Der Umsatz erhöhte sich vergleichbar gerechnet um rund 12 Prozent auf 41,7 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt 4,6 Prozent). Der Bereich entwickelte sich damit erheblich besser als die weltweite Automobilproduktion, die nur um zwei Prozent auf 92 Millionen Einheiten zulegte. Die operative Rendite erhöhte sich auf 8,4 Prozent.

Industrial Technology: Bleibende Schwäche im Maschinenbaumarkt
Die schwierige Lage auf dem Maschinenbaumarkt hat sich in der Entwicklung des Unternehmensbereichs Industrial Technology niedergeschlagen. Insgesamt ging der Umsatz im Unternehmensbereich um 1,6 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zurück (wechselkursbereinigt 6,5 Prozent). Der Umsatzrückgang spiegelte sich auch in der Ergebnisentwicklung wider. Der Unternehmensbereich Industrial Technology weist für 2015 einen operativen Verlust von rund 100 Millionen Euro aus. Positiv war hingegen die Geschäftsentwicklung im Bereich Packaging Technology.

Consumer Goods: Zweistelliges Umsatzwachstum
Der Unternehmensbereich Consumer Goods entwickelte sich im vergangenen Jahr sehr gut. 2015 erzielte Bosch hier einen Umsatz von 17,1 Milliarden Euro. Erstmalig wurde der Umsatz von BSH Hausgeräte in Höhe von rund 12,6 Milliarden Euro einbezogen. Auch operativ entwickelte sich sowohl das Geschäft mit Hausgeräten als auch der Geschäftsbereich Power Tools günstig. Der Umsatz stieg vergleichbar gerechnet gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent (wechselkursbereinigt 5,7 Prozent). Die operative Rendite des Bereichs erhöhte sich auf 7,2 Prozent.

Energy and Building Technology: Dynamik bei Umsatz und Ergebnis
Im vergangenen Jahr konnte der Unternehmensbereich Energy and Building Technology seinen Umsatz deutlich stärker steigern als 2014. Die Erlöse erhöhten sich um elf Prozent auf 5,1 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt 7,2 Prozent). Die kontinuierliche Ergebnisverbesserung im Bereich führte zu einer Rendite von 4,4 Prozent.

Belegschaft: IT- und Softwarespezialisten gesucht
Die Bosch-Gruppe beschäftigte zum 31. Dezember 2015 weltweit rund 375 000 Mitarbeiter. 2015 wuchs die Belegschaft vergleichbar gerechnet um 17 600 Mitarbeiter. Regionale Schwerpunkte des Personalaufbaus waren Mittel- und Osteuropa, Deutschland, Asien-Pazifik und USA. Für das laufende Jahr plant Bosch die Neueinstellung von weltweit rund 14 000 Akademikern. Besonders gefragt ist Softwarekompetenz. Fast jede zweite offene Stelle bei Bosch hat mittlerweile einen Bezug zu Software.

Videomaterial:
Industrie 4.0 - ein Überblick
Aktives Parkraum-Management
Smart City - Mobilitätslösungen von Bosch
Data Mining
Das vernetzte Auto wird zum persönlichen Begleiter
Videomaterial CES Las Vegas 2016

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René Ziegler, Telefon: +49 711 811-7639
Melanie Loriz, Telefon: +49 711 811-12798
Nicole Neuer, Telefon: +49 711 811-11390

Bosch-Gruppe: Kennzahlen 2015 auf einen Blick
Bildauswahl zur Bilanz-Pressekonferenz 2016
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  • 27. April 2016
  • Presseinformation
  • Wirtschaft
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Elektromobilität Bosch begrüßt die heute von der Bundesregierung vorgestellten Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität

Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch begrüßt die heute von der Bundesregierung vorgestellten Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität. „Um das ambitionierte Ziel zu erreichen, bis im Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf der Straße zu haben, sind die heute von der Bundesregierung vorgestellten Maßnahmen ein wichtiger und notwendiger Schritt“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Eine Kaufprämie, als zeitlich beschränktes Instrument, sei unter den aktuellen Rahmenbedingungen vertretbar.

Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, betonte Denner die Bedeutung der zusätzlich beschlossenen Maßnahmen: Dazu zählt insbesondere eine leistungsfähige Infrastruktur. Der jetzt angekündigte Aufbau von 15.000 Ladesäulen sei erforderlich, um Elektroautos alltagstauglicher zu machen.

Denner sagte, dass Elektroautos auch im Gebrauchtwagenmarkt ankommen müssten. Hier könne insbesondere die öffentliche Hand zur Entstehung eines Sekundärmarktes beitragen, indem Fuhrparks sukzessive auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden.

Entscheidend für den Durchbruch der Elektromobilität bleibe der Kaufpreis von Fahrzeugen. Dafür müssen Batterien jedoch noch günstiger werden. „Bosch setzt sein Wissen und hohe Finanzmittel ein, um den Durchbruch der Elektromobilität zu schaffen“, sagte Denner. Im vergangenen Herbst hatte Bosch ein amerikanisches Startup übernommen, das eine disruptive Zelltechnologie entwickelt hat. Zeitgleich forscht Bosch zusammen mit japanischen Partnern an einer neuen Generation von Lithium Ionen Zellen. Bis 2020 ist das Unternehmen zuversichtlich, die Reichweite von Elektroautos verdoppeln und die Batteriekosten halbieren zu können.

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René Ziegler,
Telefon: +49 711 811-7639
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  • 27. April 2016
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  • Wirtschaft

Hannover Messe 2016 – Bosch in Halle 7, Stand C18 Vernetzte Sensoren, Maschinen und Software: Bosch bietet Industrie 4.0 aus einer Hand Datenanalyse für mehr Effizienz und Transparenz

  • Bosch demonstriert Vorteile der vernetzten Fertigung
  • Produktivität erhöhen, Qualitätskontrolle optimieren, Energiebedarf verringern
  • TTIP-Verhandlungen bieten Chance zum Gestalten der digitalen Wirtschaft
  • Geschäftsführer Struth: „Industrie 4.0 profitiert vom Freihandel“
  • Bosch seit 110 Jahren im Messe-Partnerland USA aktiv
Hannover/Stuttgart – Industrie 4.0: nur ein Schlagwort? Weit gefehlt. Bosch zeigt auf der Hannover Messe, dass die vernetzte Fabrik endgültig Realität ist. Maschinen, Sensoren und Software sind auf dem Messestand zu einer digital vernetzten Fabrik vereint. Der Nutzen entlang der Wertschöpfungskette ist vielfältig: höhere Produktivität, Qualitätskontrolle in Echtzeit, weniger Energiebedarf. „Wir bieten abgestimmte Komponenten und Konzepte für Industrie 4.0 aus einem Guss. Damit stärken wir Transparenz und Effizienz in der Fertigung. So erschließen wir unseren Kunden Wettbewerbsvorteile“, sagte Bosch-Geschäftsführer Dr. Werner Struth, verantwortlich unter anderem für die Fertigungskoordination in den weltweit rund 250 Werken von Bosch. Dort hat das Unternehmen mehr als 100 Projekte zu Industrie 4.0 erfolgreich umgesetzt: „Wir sind bei Industrie 4.0 Leitanwender und kennen daher die Bedürfnisse auf diesem Gebiet genau. Von dieser Erfahrung profitieren auch unsere Kunden, für die wir Leitanbieter sind“, sagte Struth. Kompetenz in Hard- und Software sowie Erfahrung sind unabdingbar, reichten aber allein nicht aus: „Wir brauchen offene Standards. Zu viele herstellerspezifische Systeme behindern den Zukunftskurs von Industrie 4.0“.

Plädoyer für raschen Abschluss von TTIP
Struth plädierte vor diesem Hintergrund dafür, die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft) rasch abzuschließen: „Europa kann die Strukturen des Welthandels gemeinsam mit den USA aktiv gestalten. Verpassen wir diese Chance, könnte das handelspolitische Gewicht der EU abnehmen. Industrie 4.0 profitiert vom Freihandel“. Die transatlantische Partnerschaft TTIP ist auch Kernthema von US-Präsident Barack Obama, der die weltgrößte Industrieschau am 24. April eröffnet hat. Struth weiter: „Wir brauchen ein umfassendes Abkommen. Jetzt ist die Gelegenheit für Europa, wichtige Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft und zum Schutz geistigen Eigentums zu setzen. Sonst könnten andere Regionen mit anderen Abkommen stärkeren Einfluss auf die Ausgestaltung des Welthandels nehmen.“

Bosch seit 110 Jahren im Messe-Partnerland USA aktiv
Im Messe-Partnerland USA ist Bosch seit 1906 vertreten und beschäftigt dort rund 17 600 Mitarbeiter. „2015 haben wir 340 Millionen Euro in den USA investiert, für 2016 planen wir eine ähnliche Summe“, sagte Struth. Die Vernetzung der Produktion treibt Bosch auch in den USA voran. Die Mitarbeiter im Werk Anderson (US-Staat South Carolina) waren beispielsweise Bosch-weit die ersten, die Smartwatches zum Überwachen der Produktion einsetzten.

Qualitätskontrolle: Das Ziel null Fehler rückt dank Vernetzung näher
In Hannover zeigt Bosch vom 25. bis 29. April unter dem Motto „Industrie 4.0 live at Bosch“, wie sich die Produktion entlang des Wertstroms und über Unternehmensgrenzen hinweg vernetzen lässt. Ein Beispiel ist die fortlaufende Qualitätskontrolle sicherheitskritischer Schraubverbindungen, etwa für Anwendungen in der Automobilindustrie. Der vernetzte Akkuschrauber Nexo von Bosch erfasst unter anderem das Drehmoment beim Schrauben und überträgt diese Daten an die Software „Process Quality Manager“. Diese erkennt in Echtzeit, ob der Schraubvorgang korrekt ausgeführt wurde. Abweichungen werden sofort deutlich, die richtigen Experten direkt informiert. Die vom Akkuschrauber generierten Daten lassen sich am ActiveCockpit anzeigen, einem überdimensionalen Display in der Fertigungshalle. Mitarbeiter sind dank anschaulicher Grafiken in Echtzeit über den aktuellen Stand der Produktion informiert.

Sensoren verbessern Logistik durch Informationen in Echtzeit
Informationen in Echtzeit helfen auch dabei die Logistik zu verbessern. Die Sensorlösung „TraQ“ (Track Quality) überwacht Lieferketten. Dazu erfassen Sensoren in der Verpackung oder am Produkt während des Transports qualitätsrelevante Informationen wie Temperatur, Erschütterung, Licht oder Luftfeuchtigkeit und senden diese an die Bosch IoT Cloud. Eine Software-Anwendung von Bosch in der Cloud gleicht die von Sensoren erfassten Messwerte mit zulässigen Grenzwerten ab. Bei Abweichungen werden Kunden, Lieferanten und Dienstleister in Echtzeit informiert und gewarnt. Davon profitiert der Transport empfindlicher Güter wie zum Beispiel von Halbleitern oder filigraner Lasertechnik. Die vernetzte Transportbox erkennt zu starke Erschütterungen und meldet sie an Eigentümer und Versicherungen. Der Schadenszeitpunkt und gegebenenfalls der Verursacher können so direkt ermittelt werden. Verzögert sich die Auslieferung von Maschinenteilen, kann der Kunde noch umplanen. Der Nutzen: Schnelle Informationen minimieren im Schadensfall teure Folgen wie Produktionsausfälle.

Datenanalyse schafft höhere Wettbewerbsfähigkeit
Daten aus der vernetzten Fertigung bergen wertvolle Informationen. Richtig genutzt optimieren sie Produktionsprozesse und sorgen für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Hierbei unterstützt die Bosch-Software „Manufacturing Analytics Tools“. Sie analysiert die vom Kunden festgelegten Daten mithilfe von Algorithmen speziell für die Fertigung. Die intelligent ausgewerteten und aufbereitenden Informationen helfen unter anderem bei vorausschauender Wartung (predictive maintenance) von Maschinen. Sie verhindert ungeplante Stillstände in der Fertigung.

Intelligent vernetzter Arbeitsplatz ermöglicht schnelleres Einarbeiten
Auch mit seiner APAS-Familie erhöht Bosch die Produktivität der industriellen Fertigung. Die Produktionsassistenten sind leicht zu programmieren und flexibel einsetzbar. Die bestehende Familie wird jetzt durch die neue APAS workstation erweitert. Der intelligent vernetzte Arbeitsplatz vereint Arbeitsfläche, einen kollaborierenden Roboterarm und einen Bildschirm, der Arbeitsanweisungen zeigt. Dank empfindlicher Sensorhaut bleibt der Roboterarm sofort stehen, wenn ihm der Mensch zu nahe kommt. Mensch und Maschine kooperieren daher ohne Schutzzaun. Das System schafft so neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit von Maschine und Mitarbeiter. Der APAS ist durch die deutsche Berufsgenossenschaft für die direkte Kooperation mit dem Menschen zertifiziert.

Bosch-Doppelstrategie: Leitanwender und Leitanbieter
Mit den in Hannover gezeigten Lösungen belegt Bosch seine Doppelstrategie in der Industrie 4.0: Zum einen ist das Unternehmen einer der führenden Anwender von Vernetzungstechnik. Zum anderen bietet Bosch seinen Kunden zahlreiche Lösungen auf diesem Gebiet. „Die Doppelrolle als Leitanbieter und Leitanwender ist ein Wettbewerbsvorteil für uns. Wir nutzen unsere Erfahrungen für das Angebot an die Kunden. Bei alledem stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt. Er wird von einer Vielzahl schneller Datenanalysen, Algorithmen und Software besser unterstützt als je zuvor“, sagte Struth. So trägt Industrie 4.0 dazu bei, dass Unternehmen auch künftig im Wettbewerb bestehen.

Struth: „Digitale Wirtschaft braucht offene Standards“
Struth warnte davor, die Chancen von Industrie 4.0 durch viele Insellösungen zu schwächen: „Ihren vollen Nutzen kann die vernetzte Industrie nur entfalten, wenn sie weder an den Werkstoren noch an nationalen Grenzen durch unterschiedliche technische Regelwerke gestoppt wird. Daher setzen wir auf offene Standards. Nur damit können Maschinen und Software unterschiedlicher Hersteller über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg leicht miteinander vernetzt werden. Diese Standardisierung ist eine Voraussetzung für eine reibungslose digitale Wirtschaft – national wie international.“ Bislang verhindere vielfach eine nicht vorhandene gemeinsame Sprache die international reibungslose Vernetzung von Fertigung, Logistik, Gebäude- und Energiemanagement.

Daher begrüßte Struth die jüngst beschlossene Kooperation der deutschen Plattform Industrie 4.0 und des internationalen Industrial Internet Consortium. Beide Organisationen stimmen ihre sogenannten Referenzarchitekturen („RAMI4.0“ bei der Plattform, „IIRA“ beim IIC) und damit ihre technischen Grundlagen miteinander ab. Bosch als international aufgestelltes Unternehmen ist Mitglied in beiden Organisationen. Das Zusammenspiel beider Ansätze ermöglicht auch in der Praxis den Datenaustausch zwischen zentralen Bereichen der vernetzten Industrie. Im Bosch-Werk Homburg wird die Fertigung erstmals mit Hilfe von nun kombinierbaren Vernetzungslösungen so gesteuert und optimiert, dass der besonders teure Spitzenstromverbrauch vermieden wird. Das senkt die Produktionskosten, stärkt so die Wettbewerbsfähigkeit und schont die Umwelt.

Weitere Informationen

1) Details
Bosch IoT Cloud: http://bit.ly/1RQY07q
Bosch-Kooperation mit IIC und Plattform Industrie 4.0: http://bit.ly/1Wb2FlS

2) Vorträge von Bosch-Experten
auf der Hannover Messe im Forum „Industrial IT meets the Industrial Internet – HANNOVER MESSE 2016” von ZVEI e.V., VDMA e.V., Plattform Industrie 4.0 und Industrial Internet Consortium (Halle 8, D19):

26.04., 14.00 Uhr
News on the Reference Architecture Model Industry 4.0 (RAMI4.0), Martin Hankel, Bosch Rexroth

28.04., 12.00 Uhr
From Hype to Reality – Industry 4.0 @ Bosch, Dr. Stefan Aßmann, Bosch

29.04., 13.00 Uhr
Driving Interoperability in the Industrial Internet, Dirk Slama, Bosch; Richard Soley, IIC

3) Details zu Industrie 4.0 bei Bosch4) Weitere Bosch-Stände
Halle 17, Stand B38: Bosch Rexroth
Halle 17, Stand D04: Connected Shopfloor Solutions mit APAS

Journalistenkontakt:
Thilo Resenhoeft, Telefon: +49 711 811-7088

Sprachversionen:
Japanisch
Chinesisch

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  • 25. April 2016
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Geschäft mit Motorradtechnik boomt Bosch peilt Milliardenumsatz im Motorradmarkt an Lösungen für mehr Effizienz und Sicherheit als Treiber

  • Geschäftsführer Hoheisel: „2020 wollen wir mit Motorradtechnik eine Milliarde Euro umsetzen.“
  • Produktbereich Two-Wheeler and Powersports hat Mitarbeiterzahl innerhalb eines Jahres verdreifacht.
  • Totwinkel-Assistent von Bosch ist erstes Assistenzsystem für Motorräder
  • 2021 werden weltweit mehr als 160 Millionen motorisierte Zweiräder gebaut.
Yokohama/Stuttgart – Bosch Two-Wheeler and Powersports gewinnt im weltweiten Motorradmarkt immer mehr an Fahrt. Seit der Gründung des Produktbereichs im April 2015 in Japan ist der Umsatz mit Motorradtechnik um mehr als 20 Prozent gewachsen. Zum Vergleich: Das Produktionsvolumen für motorisierte Zweiräder hat im selben Zeitraum um weniger als fünf Prozent zugelegt. Der Erfolg fußt auf einem breiten Produktportfolio: Bosch ist führender Anbieter für Motorradsicherheitstechnik und hat mit dem Totwinkel-Assistenten das weltweit erste Assistenzsystem für Motorräder auf den Markt gebracht. Daneben liefert der Produktbereich effiziente Einspritztechnik sowie smarte Vernetzungslösungen und moderne Anzeigeninstrumente. Die weltweit rund 130 Mitarbeiter – das sind dreimal so viele wie vor einem Jahr – greifen auf ein Netzwerk von mehreren tausend Entwicklern sowie Fertigungskapazitäten aus dem Bosch-Unternehmensbereich Mobility Solutions zurück. Für die Zukunft ist Bosch im weltweiten Motorradmarkt gut aufgestellt. „2020 wollen wir mit Motorradtechnik eine Milliarde Euro umsetzen“, sagt Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel. Mehr als die Hälfte des Umsatzes wird Bosch künftig in Asien erzielen.

Fast 90 Prozent aller Motorräder fahren in Asien vom Band
Studien zufolge werden 2021 mehr als 160 Millionen Zweiräder jährlich produziert – ungefähr ein Drittel mehr als heute. Annähernd 90 Prozent davon rollen in China, Indien und Südost-Asien vom Band, darunter vor allem Kleinstmotorräder mit bis zu 250 Kubikzentimeter Hubraum, die in weiten Teilen Asiens zu den meist genutzten Verkehrsmitteln zählen. „Motorisierte Zweiräder sind in Schwellenländern oft die günstigste Art der Fortbewegung“, sagt Hoheisel. Gleichzeitig stehen auch sie vor der Herausforderung verschärfter Emissionsgesetze. In Asien verfügen viele Zweiräder mit Verbrennungsmotor noch über veraltete Vergasertechnik. Dagegen setzt Bosch seine elektronisch gesteuerte Einspritzung, die je nach Nutzung im Vergleich bis zu 16 Prozent Kraftstoff einsparen kann. Damit hilft Bosch, in Ländern wie Indien Emissionen zu senken.

Wunsch nach Effizienz und Sicherheit treibt das Geschäft
Neben dem Bedarf an mehr Effizienz steigt in Schwellenländern auch die Nachfrage nach mehr Sicherheit beim Motorradfahren. Beispielsweise kommen in Thailand und Indonesien jedes Jahr etwa 21 000 Menschen bei Motorradunfällen ums Leben. ABS kann ein Viertel der Motorradunfälle mit Toten und Verletzten verhindern. Das Antiblockiersystem verhindert ein Blockieren der Räder und sorgt dafür, dass ein Motorrad beim Bremsen beherrschbar bleibt. Motorradfahrer können damit schneller und ohne Angst in Gefahrensituationen reagieren. Weltweit unterstützen immer mehr Länder den Einsatz von Motorrad-ABS. EU-weit müssen von 2017 an alle neu zugelassenen motorisierten Zweiräder mit mehr als 125 Kubikzentimeter Hubraum ein Antiblockiersystem an Bord haben. In Japan gilt die ABS-Pflicht ab Oktober 2018 bei neuen Typgenehmigungen für Motorräder mit mehr als 125 Kubik. Auch in Brasilien oder Taiwan wurden bereits Gesetze verabschiedet, die ABS künftig vorschreiben. In Indien und den USA steht das Thema auf der politischen Agenda.

Jedem Markt sein Produkt: Von ABS bis zum Totwinkel-Assistenten
Bosch hat seit 1995 bereits mehr als zwei Millionen Antiblockiersysteme für Motorräder gefertigt. Mit ABS 10 bringt das Unternehmen dieses Jahr eine speziell auf die Anforderungen in Schwellenländern zugeschnittene Variante heraus. Kompakte Abmessungen und nur 450 Gramm Gewicht erleichtern Herstellern die Integration des Systems auch in preissensible Kleinstmotorräder. „Sicherheit darf keine Frage des Geldbeutels sein. Wir bringen unsere ABS-Technik in alle Klassen und Märkte“, so Hoheisel. Für leistungsstarke Maschinen, die vor allem in Europa, Japan und Nordamerika nachgefragt werden, hat Bosch 2013 die Motorrad-Stabilitätskontrolle MSC entwickelt – eine Art ESP für Motorräder. Das System erkennt unter anderem die Schräglage eines Zweirads und passt die elektronischen Regeleingriffe beim Bremsen und Gasgeben blitzschnell der Fahrsituation an. Ein Wegrutschen oder Aufstellen eines Motorrads beim Bremsen in Kurven wird so verhindert. Und die Entwicklung geht weiter: Mit dem Totwinkel-Assistenten hat Bosch das weltweit erste Assistenzsystem für motorisierte Zweiräder auf den Markt gebracht. Der Assistent warnt beim Spurwechsel mit Hilfe von Ultraschallsensoren vor Gefahren im seitlich schwer einsehbaren Bereich.

Vernetzte Motorräder sind noch sicherer unterwegs
Die Zukunft des Motorrads ist nicht nur sicher und sauber, sondern auch vernetzt. Bosch hat hierfür gleich zwei Lösungen im Programm. Gemeint ist zum einen das Fahrerinformationssystem Integrated Connectivity Cluster (ICC). Es ermöglicht Motorrad und Smartphone miteinander zu koppeln und darüber Apps zu steuern. Dank neuester Display-Technologie ist das ICC zudem in allen Situationen gut ablesbar. Zum anderen verbindet Bosch Motorräder über die Connectivity Control Unit (CCU) mit der Cloud. Dadurch werden unter anderem Funktionen wie der automatische Notruf eCall möglich. Ist das Motorrad in einen Unfall verwickelt, setzt der eCall automatisch einen Notruf ab und holt somit schneller Hilfe herbei. Noch schreibt die EU eCall für Motorräder nicht vor, ab April 2018 wohl aber bereits bei neuen Typzulassungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen. Motorradfahrer können über die CCU aber auch nützliche Informationen erhalten, etwa zu potenziellen Gefahrenstellen auf Straßen. Auch kann ein gestohlenes Bike mithilfe der CCU wieder ausfindig gemacht werden.

Weiterführender Link: www.bosch-motorcycle.com

Journalistenkontakt: Jörn Ebberg, Telefon: +49 711 811-26223
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  • 13. April 2016
  • Presseinformation
  • Mobility Solutions
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Fahrerkabine der Zukunft Bosch auf der Bauma 2016: So intelligent werden die Baumaschinen von morgen

  • Megatrends: Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung
  • Fahrerkabine: Alle Daten per Fingerstreif auf dem zentralen Display
  • Systemanbieter Bosch: Ganzheitliche Lösungen für jedes Nutzfahrzeug
Zeit ist Geld! Das gilt nirgendwo so sehr wie auf dem Bau. Langes Rangieren, unerwartete Verzögerungen durch Unfälle oder Ausfälle von Baggern und Radladern – all das kostet Zeit und damit Geld. „Wir bewegen eine zig Tonnen schwere Maschine millimetergenau, acht Stunden am Tag. Da kommt es auf jedes Detail an“, sagt Radladerfahrer Roland Ehrensberger. Deshalb zeigt Bosch auf der bauma 2016 eine Fahrerkabine, die speziell für Baumaschinen entwickelt wurde. An dem Fahrerarbeitsplatz der Zukunft lassen sich die Betriebsdaten des Fahrzeuges auf einem Display sekundengenau analysieren. Und noch mehr: Genauer als jeder Rückspiegel es könnte, überwachen Ultraschall- und Videosensoren das Umfeld des Fahrzeuges, um Ausfallzeiten durch Unfälle zu verhindern. Gerade die Umfeldsensoren sind ein wichtiger Schritt, um Baufahrzeuge intelligenter und damit noch sicherer zu machen. „Mit Bosch werden Baumaschinen zu Technologieträgern“ sagt Johannes-Jörg Rüger, Vorsitzender der neu gegründeten Einheit „Commercial Vehicle & Off-Road“ von Bosch. „Die Megatrends Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung sind auch für Baustellen und Minen von zunehmender Bedeutung.“ Baumaschinen werden in Zukunft einen Teil der Aufgaben automatisiert erledigen, während der Fahrer an der vernetzten Schnittstelle seiner Kabine Dispositionsaufgaben übernimmt.

Auf der bauma 2016 zeigt Bosch erstmals Systemlösungen für Baumaschinen. Zu Beginn des Jahres hatte das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen hierfür eigens eine Organisation gegründet: „Wir wollen als Systemanbieter jedem die passende Lösung bieten“, sagt Johannes-Jörg Rüger. Das Portfolio umfasst alle für Baumaschinen relevanten Produkte und Services von Bosch: „Moderne Sensorik sowie Kamera- und Displaytechnik verbessern den Fahrer-Arbeitsplatz und erhöhen die Sicherheit sowie damit die Produktivität“, erklärt Andrew Allen, Leiter des Bereichs Construction.

Bosch auch Teil des Gemeinschaftsprojektes Genius CAB
Bosch hat seine Produkte zusammen mit Partnern auch in eine Fahrerkabine der Zukunft integriert. Das neu gegründete Projekt „Cab Concept Cluster“ besteht aus einem Netzwerk bekannter Zulieferer, der technischen Hochschule Dresden und dem Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik. Ziel des Gemeinschaftsprojektes ist es, Herstellern von Bau- und Landmaschinen, Industriegabelstaplern sowie Flurförderfahrzeugen das große Potenzial effizienter Systemintegration zu verdeutlichen. Einen ersten Erfolg konnte das Konzept bereits verbuchen: Die Genius CAB Fahrerkabine gewann den bauma-Innovationspreis in der Kategorie Design.

Welche Komponenten sind im Einzelnen in der Bosch-Fahrerkabine verbaut?
Der Body Computer ist das zentrale Element des elektronischen Konzepts. Er verringert die Anzahl der Verbindungen, Relais und Sicherungen. Das spart Material und verringert damit auch die Komplexität der Schaltungen, was die Fehleranfälligkeit deutlich reduziert. Der Body Computer kann kundenspezifisch programmiert werden und lässt sich so individuell dem Einsatzbereich anpassen. In der Genius CAB steuert der Body Computer zentral die Sensorik und Aktorik via CAN (J1939), LIN oder direkt.

Der Wischerdirektantrieb von Bosch passt sich optimal an verschiedene Umweltbedingungen an – egal ob Schnee, Schauer oder Regen. Der Wischerantrieb lässt sich zudem an unterschiedliche Kabinen anpassen und ist somit flexibel einsetzbar.

Mit den Spiegelersatzdisplays ermöglicht Bosch einen digitalen Schulterblick. Die Integration der Displays in den Innenraum macht Außenspiegel überflüssig. Gerade im Arbeitsumfeld einer Baustelle wird die Sicherheit am Arbeitsplatz durch einen verkleinerten toten Winkel signifikant erhöht.

Die Ultraschallsensorik erkennt die Umgebung auch dann, wenn das menschliche Auge versagt: Bei schlechtem Licht und sogar bei Nacht. Die Sensoren ermöglichen eine vollständige Rundumsicht und damit eine weitere Verbesserung der Betriebssicherheit. Etwaige Hindernisse zeigt das Display dem Fahrer an, damit dieser darauf reagieren kann. Die Messdistanzen können für jeden Sensor individuell definiert werden.

Zentrale Nutzerschnittstelle ist das Display und Terminal DI4-mid, welches sich über die Tasten oder via Touchscreen bedienen lässt. Das DI4 ist ein universell einsetzbares und mittels Codesys V3.5-Entwicklungsumgebung frei programmierbares Bediengerät mit 7-Zoll-Display.

Eine weitere Schnittstelle stellt der Joystick 4THE5 dar. Er steuert bei Baggern beispielsweise Funktionen wie die Schaufelbewegung. Gleichzeitig ist der Joystick eine wichtige Schnittstelle zum DI4-mid Terminal, da über Druckknöpfe ausgewählte Funktionen des Terminals wie zum Beispiel Scheibenwischer, Spiegelersatzsystem oder Kabinenbeleuchtung aktiviert werden können.

Journalistenkontakt: Florian Flaig, Telefon: +49 711 811-6282
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  • 12. April 2016
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  • Mobility Solutions
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  • 11. April 2016
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  • Mobility Solutions
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Parken der Zukunft Bosch rollt mit revolutionären Ideen den Markt auf

  • Bosch vereinfacht die Parkplatzsuche und automatisiert das Einparken.
  • Bosch-Geschäftsführer Hoheisel: „Die Mobilität der Zukunft beginnt heute – mit smartem Parken."
  • Bosch-Umsatz mit Fahrerassistenz wächst 2016 auf über 1 Milliarde Euro.
  • 2 500 Ingenieure arbeiten bei Bosch am automatisierten Fahren und Parken.
Stuttgart – Mit Technologien und Services im Bereich Parken erschließt Bosch einen neuen Markt. Dabei verfolgt das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen einen ganzheitlichen Ansatz: Bosch vereinfacht die Parkplatzsuche und automatisiert Schritt für Schritt das Einparken. „Die Mobilität der Zukunft beginnt heute – mit smartem Parken“, sagt Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, zur Bedeutung des Themas. Zu den potenziellen Kunden für die Park-Lösungen von Bosch zählen nicht nur Fahrzeughersteller, sondern auch Parkraumbetreiber sowie Städte und Kommunen rund um den Globus. Geschäftlich feiert das Unternehmen vor allem mit seinen Systemen für das automatisierte Parken und Fahren bereits beachtliche Erfolge, die auch zum Erreichen eines wichtigen Meilensteins in diesem Jahr beitragen. „2016 überschreiten wir mit der Fahrerassistenz die Umsatzschwelle von 1 Milliarde Euro“, sagt Hoheisel. Rund 2 500 Ingenieure – das sind 500 mehr als noch im vergangenen Jahr – arbeiten bei Bosch inzwischen weltweit an der Weiterentwicklung von Assistenzsystemen und damit am automatisierten Fahren und Parken.

Jeder zweite neue Pkw verfügt über ein Parkassistenzsystem
Auf dem Weg zum vollautomatisierten Parken bringt Bosch in den kommenden Jahren noch eine Reihe von Parkassistenzsystemen auf den Markt. Diese unterstützen Autofahrer beim unfallfreien Einparken oder nehmen ihnen das Rangieren in die Parklücke auf Knopfdruck komplett ab. In Deutschland sind Parkassistenzsysteme die am weitesten verbreiteten Helfer in modernen Autos. Laut einer Bosch-Auswertung auf Basis der Zulassungsstatistik 2014 kommen sie in jedem zweiten der knapp drei Millionen im vergangenen Jahr neu zugelassenen Pkw (52 Prozent) zum Einsatz. Jenseits der Landesgrenzen zeigt sich ein ähnliches Bild: In Belgien und den Niederlanden ist ebenfalls jeweils jeder zweite Neuwagen 2014 (50 Prozent) mit einem Parkhelfer ausgerüstet. In Großbritannien verfügen 19 Prozent der neu zugelassenen Pkw über ein solches Assistenzsystem. Die dafür hauptsächlich benötigten Ultraschallsensoren fertigt Bosch seit 1993.

Bosch-Services nehmen Autofahrern die Parkplatzsuche ab
Für Bosch beginnt das Thema Parken im Auto – und geht zugleich weit darüber hinaus. „Mit intelligenten Services übernimmt Bosch auch die oft mühsame Suche nach freien Parkplätzen und spart Autofahrern damit viel Zeit und Nerven“, sagt Hoheisel. In Deutschland dauert es im Schnitt fast zehn Minuten, bis ein Platz zum Parken gefunden ist. Bosch kürzt die Suche ab: Zum einen erkennen und melden spezielle Belegungssensoren freie Lücken auf Parkplätzen, in Parkhäusern oder Tiefgaragen. Zum anderen nutzt Bosch die ohnehin in immer mehr Fahrzeugen vorhandenen Sensoren für die Suche nach Stellplätzen am Straßenrand. Die Informationen werden in der Bosch IoT Cloud zu digitalen Parkplatzkarten verarbeitet. Autofahrer können die Karten zum Beispiel im Internet oder über ein Navigationssystem abrufen und sich direkt zu Zonen mit freien Stellplätzen navigieren lassen. „Wenn wir Autos ohne Umwege zu freien Parkplätzen lotsen, entlasten wir auch die Umwelt“, sagt Hoheisel. Im Schnitt legen Autofahrer in Deutschland heute bis zu 4,5 Kilometer pro Parkplatzsuche unnötig zurück.

Konzertbesuch beginnt künftig nicht mehr im zugigen Parkhaus
„Parken, so wie wir es heute kennen, wird es in Zukunft nicht mehr geben”, sagt Hoheisel. Noch vor Ende dieser Dekade finden Autos mit Bosch-Technik ganz alleine den Weg ins Parkhaus. Dazu stellt der Fahrer sein Fahrzeug nur noch in einer Übergabezone vor dem Parkhaus ab und gibt ihm zum Beispiel per Smartphone den Befehl, sich einen Parkplatz zu suchen. Genauso kommt das Auto auf Wunsch jederzeit auch wieder vorgefahren. „Ein Konzertbesuch beginnt und endet dann nicht mehr in einem zugigen Parkhaus“, sagt Hoheisel. Möglich macht das Ganze smarte Bosch-Technik in Fahrzeug und Parkhaus sowie die Kommunikation zwischen beiden. „Vollautomatisiertes Parken werden wir noch vor vollautomatisiertem Fahren in Serie sehen“, sagt Hoheisel. Auch, weil die rechtlichen Hürden für die Einführung des vollautomatisierten Parkens vor allem auf der Zulassungsebene geringer sind. Die nötigen Anpassungen des Verhaltensrechts, das sich unter anderem auch in Deutschland nach der Wiener Straßenverkehrskonvention richtet, stehen weltweit auf der politischen Agenda.

Weiterführender Link: www.bosch-connected-parking.de

Journalistenkontakt: Jörn Ebberg, Telefon: +49 711 811-26223

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  • 11. April 2016
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  • Mobility Solutions
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Deutsch-chinesischer Austausch Bundesaußenminister Steinmeier besucht Bosch-Werk in China

  • Steinmeier: „Engagement von Bosch maßgeblich für nachhaltige Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Deutschland“
  • Initiative „Made in China 2025“ bietet Chancen für Industrie 4.0
  • China bedeutender Markt für die Bosch-Gruppe
Changsha – Der deutsche Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier besuchte am 9. April 2016 ein Bosch-Werk in der zentralchinesischen Provinzhauptstadt Changsha. Fokus des Besuchs war das Thema Industrie 4.0. Der Minister erhielt vor Ort Einblick in die intelligente Fertigung des Unternehmens in dem Land. „Für einen nachhaltigen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Deutschland gilt es, lokale Wertschöpfung zu steigern. Bosch trägt durch sein Engagement im Bereich der Weiterentwicklung der Produktion durch Vernetzung maßgeblich dazu bei“, sagte Steinmeier anlässlich seines Besuchs in Changsha.

„Wir freuen uns sehr, dass der Bundesaußenminister unser Werk in Changsha für seinen Besuch ausgewählt hat“, sagte Henri Catenos, Vize-Präsident der Bosch-Gruppe in China.

Höhere Wettbewerbsfähigkeit durch Industrie 4.0 in China
In Changsha produziert Bosch für den Unternehmensbereich Mobility Solutions unter anderem Komponenten für Fahrzeugsicherheitssysteme wie ABS und ESP. In dem Werk läuft eines der weltweit mehr als 100 Pilotprojekte von Bosch im Bereich Industrie 4.0. Die Fertigung wird durch die Vernetzung von Produktionslinien schneller und effizienter. In der Logistik und Inventur beispielsweise, erfassen RFID (Radio-Frequency Identification)-Funketiketten den Transport der Werkstücke durch die Fabrik. Die Lesestationen erkennen dabei die jeweilige Position der Transportkisten. So wird deutlich, welche Arbeitsschritte die Rohlinge durchlaufen und wann die Produkte fertig sein werden. Daraus lässt sich ableiten, wann sie verpackt, versendet und eingebaut werden können. Im Bosch-Werk in Suzhou konnten so bereits 97 Prozent der Zeit für die Inventur gespart werden, das entspricht 440 Mannstunden.

Im Bereich der vernetzten Industrie ist Bosch sowohl Leitanwender als auch Leitanbieter – mit zahlreichen Lösungen aus den Bereichen Antriebstechnik und Automatisierung sowie Sensorik und Software. Auch in China sieht Bosch großes Potenzial für die vernetzte Fertigung. „Wir gehen davon aus, dass der Einsatz intelligenter und vernetzter Lösungen in der Fertigung in China eine zunehmende Rolle spielen wird“, sagte Henri Catenos. „Die kürzlich angekündigte Initiative der chinesischen Regierung ‚Made in China 2025‘ hat genau dies zum Ziel. Bosch ist sehr gut aufgestellt, den Wandel zu begleiten und voranzutreiben“.

China wichtiger Standort für die Bosch-Gruppe
Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch ist seit 1909 in China aktiv und heute mit allen vier Unternehmensbereichen an mehr als 60 Standorten vertreten. Mit einem Umsatz von 6,4 Milliarden Euro (2014) ist China ein bedeutender Markt für die Bosch-Gruppe – und ein wichtiger Standort für lokale Fertigung sowie Forschung und Entwicklung. 2015 hat sich das Geschäft von Bosch in China trotz der geringeren Marktdynamik im Land positiv entwickelt. Das Unternehmen hat in China mit mehr als 55 000 Mitarbeitern die meisten Beschäftigten außerhalb Deutschlands.

Journalistenkontakt: Agnes Grill, Telefon: +49 711 811-38140
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  • 09. April 2016
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  • Wirtschaft
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Personelle Veränderungen in der Robert Bosch Industrietreuhand KG und im Aufsichtsrat der Robert Bosch GmbH

  • Brückenbauer im Dienst von Bosch: Tilman Todenhöfer scheidet aus Aufsichtsrat und Robert Bosch Industrietreuhand aus
  • Ebenfalls aus Gremien ausgeschieden: Prof. Dr. Olaf Kübler und Dr. Michael Otto
  • Neu in der Robert Bosch Industrietreuhand: Prof. Dr. Renate Köcher und Prof. Dr. Lino Guzzella
  • Neu im Aufsichtsrat: Prof. Dr. Elgar Fleisch und Prof. Dr. Michael Kaschke
  • Neuer geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand: Dr. Wolfgang Malchow
Stuttgart – In der Robert Bosch Industrietreuhand KG (RBIK) und im Aufsichtsrat der Robert Bosch GmbH gibt es mehrere personelle Veränderungen. Tilman Todenhöfer (72) und Prof. Dr. Olaf Kübler (73) sind aus beiden Gremien nach Erreichen der Altersgrenze ausgeschieden. Ebenfalls aus der RBIK aus Altersgründen ausgeschieden ist Dr. Michael Otto (72). Nachfolger in der RBIK sind zum 8. April 2016 Prof. Dr. Renate Köcher (63) und Prof. Dr. Lino Guzzella (58). Neu in den Aufsichtsrat bestellt sind zum 9. April 2016 Prof. Dr. Elgar Fleisch (48) und Prof. Dr. Michael Kaschke (58).

Tilman Todenhöfer: Brückenbauer und Diplomat
Todenhöfer stand in Summe rund 40 Jahre im Dienst der Bosch-Gruppe. Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Aufsichtsratsvorsitzender der Robert Bosch GmbH, würdigte das erfolgreiche Wirken Todenhöfers: „Tilman Todenhöfer war ein wichtiger Brückenbauer im und für das Unternehmen. Anfang der 1990er Jahre gelang es ihm, die unterschiedlichen Positionen in den damaligen Lohn- und Tarifauseinandersetzungen mit großem diplomatischem Geschick und seinem Gespür für Menschen zu überwinden.“ In Todenhöfers Zeit als Arbeitsdirektor bei Bosch fielen vor allem wichtige Weichenstellungen in Bezug auf Arbeitszeitregelungen an Entwicklungs- und Fertigungsstandorten.

„Viele Arbeitgebervertreter wissen um die abweichenden Interessen in Verhandlungen. Nur wenige aber verstehen es, die Positionen von beiden Seiten zu betrachten und faire Kompromisse zu erzielen. Tilman Todenhöfer war einer davon“, sagte Alfred Löckle, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates sowie des Konzernbetriebsrates der Robert Bosch GmbH. „Die von Tilman Todenhöfer maßgeblich geprägte Tarifpolitik der 1990er und 2000er Jahre sicherte die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland“, so Fehrenbach weiter. In den gleichen Zeitraum fällt die Umgestaltung der betrieblichen Altersversorgung. Mit dem Kapitalvorsorgeplan (1998) und dem Bosch-Pensionsfonds (2002) war Bosch das erste Industrieunternehmen in Deutschland mit einer kapitalbasierten Altersversorgung für seine Mitarbeiter.

Todenhöfer engagierte sich auch in Politik und Gesellschaft. Ein besonderes Anliegen war ihm Ende der 1990er Jahre die Initiative der deutschen Wirtschaft zur Entschädigung früherer Zwangsarbeiter des NS-Regimes. Im Sommer 2000 war Bosch Gründungsmitglied der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“. Seit 2008 ist Todenhöfer Co-Initiator von „Afrika kommt!“, einer Initiative der deutschen Wirtschaft für Führungsnachwuchs aus Subsahara-Afrika. Fehrenbach betonte: „Mitarbeiter, Gesellschafter und Aufsichtsrat danken Tilman Todenhöfer für sein außerordentliches Engagement und seine vielfältigen Verdienste der vergangenen 40 Jahre.“

Todenhöfer wurde 1993 Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und im selben Jahr zusätzlich Arbeitsdirektor. Seit 1996 gehörte der Jurist der RBIK an. Von 1999 bis 2003 war er stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung. Von Mitte 2003 an war er einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der RBIK. Seit 2004 gehörte er dem Aufsichtsrat der Robert Bosch GmbH an.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit: Fehrenbach dankt Otto und Kübler
Fehrenbach dankte auch Otto und Kübler für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. „Michael Otto hat schon früh vorgemacht, dass erfolgreiches Unternehmertum und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig bedingen. Mit dieser Grundüberzeugung hat er wesentliche Beiträge zur erfolgreichen Weiterentwicklung der Bosch-Gruppe geleistet.“ Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group, gehörte der RBIK seit dem Jahr 2005 an.

Fehrenbach über Kübler: „Mit seiner naturwissenschaftlichen Expertise und seiner Kompetenz in Technikfeldern wie Bildverarbeitung, Künstliche Intelligenz und Robotik hat Olaf Kübler dem Innovationswirken von Bosch wichtige Impulse gegeben.“ Der ehemalige Präsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich gehörte Aufsichtsrat und RBIK seit 2007 an.

Nachfolger in RBIK und Aufsichtsrat
Als Kommanditistin in die RBIK wurde Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, aufgenommen. Die Wirtschaftswissenschaftlerin ist seit 2012 Mitglied des Aufsichtsrates der Robert Bosch GmbH. Sie ist zudem Mitglied im Kuratorium der Robert Bosch Stiftung. Als weiterer Kommanditist bestellt wurde Prof. Dr. Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich. Die Nachfolge von Tilman Todenhöfer als geschäftsführender Gesellschafter der RBIK übernimmt Dr. Wolfgang Malchow. Der ehemalige Arbeitsdirektor und Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH ist seit Juli 2014 Kommanditist der RBIK. Seit Anfang 2012 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH.

Neu in den Aufsichtsrat bestellt wurde Prof. Dr. Elgar Fleisch. Der Wirtschaftsinformatiker ist Professor für Informations- und Technologiemanagement an der Universität St. Gallen und Professor für Innovationsmanagement am Departement für Management, Technologie und Ökonomie der ETH Zürich. An der Universität St. Gallen betreibt Prof. Fleisch unter anderem das Bosch IoT Lab, in dem Geschäftsmodelle für das Internet der Dinge erforscht werden. Ebenfalls neu im Kontrollgremium ist Prof. Dr. Michael Kaschke, Vorsitzender des Konzernvorstands der Carl Zeiss AG. Der promovierte Physiker ist Honorarprofessor an der Fakultät für Elektronik und Informatik des Karlsruher Instituts für Technologie und unter anderem Mitglied im US Board des BDI-Präsidiums sowie des Wissenschaftsrats der Bundesregierung.

Über die Robert Bosch Industrietreuhand KG
Die RBIK übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion bei der Robert Bosch GmbH aus. Die Rolle der Industrietreuhand resultiert aus der spezifischen Unternehmensverfassung der Robert Bosch GmbH. Sie trat 1964 in Kraft und sichert das Lebenswerk des Firmengründers Robert Bosch (1861 bis 1942). Danach liegen die Anteile an der Robert Bosch GmbH zu rund 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung. Die Familie Bosch hält gut sieben Prozent der Kapitalanteile, die restlichen Anteile entfallen auf die Robert Bosch GmbH und die RBIK. Anders bei den Stimmrechten: Die RBIK verfügt über 93 Prozent der Stimmrechte, die Familie Bosch über die restlichen.

Mit Prof. Dr. Renate Köcher und Prof. Dr. Lino Guzzella besteht die RBIK aus zehn Gesellschaftern: Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter sind Franz Fehrenbach und Dr. Wolfgang Malchow. Weitere Gesellschafter sind Dr. Christof Bosch als Vertreter der Familie Bosch, Dr. Siegfried Dais, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Dr. Jürgen Hambrecht, Aufsichtsratsvorsitzender der BASF SE, Prof. Lars G. Josefsson, ehemaliger Präsident und Vorstandsvorsitzender der Vattenfall AB, und Urs Rinderknecht, ehemaliger Generaldirektor der Schweizer Großbank UBS.

Journalistenkontakt: René Ziegler, Telefon: +49 711 811-7639
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  • 08. April 2016
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  • Wirtschaft
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Neuer Markenauftritt von Bosch Von Innovation zu Faszination: mehr Emotionalität für die Marke Corporate Design als Ausdruck der digitalen Transformation

  • Bosch-Chef Denner: „Neues Corporate Design bringt digitale Transformation im Unternehmen zum Ausdruck.“
  • Entwickelt für Anforderungen digitaler Medien
  • Mehr Flexibilität und Freiraum für Kreativität
Stuttgart – Lebendig, vielfältig, dynamisch: Bosch unterstreicht mit seinem neuen Markenauftritt die digitale Transformation des Unternehmens hin zu einem Anbieter von Lösungen für das vernetzte Leben. „Wir wollen mit vernetzten Lösungen zu mehr Lebensqualität und Ressourcenschonung beitragen. Unser neuer Markenauftritt folgt diesem Anspruch und spiegelt in seiner Gestaltung die Vielfältigkeit und Individualität des Lebens und unserer Produkte wider“, erläutert Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, den Hintergrund des neuen Markenauftritts. Das neue Corporate Design rückt das Emotionale der Marke mit mehr Farben und einer neuen Bild- und Formsprache in den Vordergrund. Der rote Bosch-Schriftzug, der Claim „Technik fürs Leben“ und der Anker werden unverändert beibehalten. „Unser Unternehmen hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Mit dem neuen Corporate Design bringen wir die digitale Transformation in unserem Unternehmen zum Ausdruck“, so Denner weiter. Das Smart Home sorgt für mehr Komfort zu Hause und das Auto holt bei einem Unfall selbständig Hilfe.

Neues Corporate Design macht „Technik fürs Leben“ spürbar
Das neue Corporate Design orientiert sich an den besonderen Gestaltungsanforderungen digitaler Medien. Es wird aber auch in Printmedien, bei Produktverpackungen und im Raum eingesetzt. Das einfache Gestaltungssystem, das nur wenige Vorgaben macht, lässt den Anwendern Freiraum für Kreativität bei der Umsetzung des Markenauftritts. Die neuen Bildwelten zeigen in warmen Tönen den Nutzen von Technik fürs Leben. Die Anwender der Technik stehen dabei im Fokus. „Immer wenn Menschen mit der Marke in Berührung kommen, wollen wir unseren Anspruch ‚Technik fürs Leben‘ spürbar machen. Über Bilder ebenso wie über grafische Elemente“, erläutert Peter Feldmann, Leiter Brandmanagement und Marketingkommunikation bei Bosch.

Ein neues grafisches Element ist die so genannte Supergraphic. Sie symbolisiert mit geraden, sich überschneidenden und geschwungenen Linien die Markenversprechen von Bosch: Qualität, globale Partnerschaft, begeisternde Produkte und Verantwortung. Die Supergraphic ist eingefärbt im neuen Farbspektrum. Dieses basiert auf den bisher in der Bosch-Gruppe eingesetzten Farben Rot, Blau, Hellblau und Grün. Hinzugekommen sind Mischtöne der Grundfarben, zum Beispiel Fuchsia. Ein weiteres Gestaltungselement sind farbige Textboxen, die überlappen können. Die sich überschneidenden Flächen stehen für die Verbindung von Mensch und Technik. „Vollflächige Hintergrundbilder, die Supergraphic und überlappende Textboxen ergeben zusammen einen lebendigen, einzigartigen Auftritt“, fasst Gregor Schilling, Leiter Corporate Design bei Bosch, zusammen.

Bosch führt das neue Erscheinungsbild in den kommenden zwei Jahren sukzessive ein.

Weitere Informationen: www.brand.bosch.com

Journalistenkontakt:
Michael Kattau, Telefon: +49 711 811-6029
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  • 16. März 2016
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  • Wirtschaft
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Weltleitmesse Light + Building 2016 Intelligent vernetzte Gebäudetechnik von Bosch Für mehr Komfort, Energieeffizienz und Sicherheit

  • Integrierte Systeme für Gebäudemanagement und -sicherheit sorgen für störungsfreie Abläufe
  • Intelligentes Energiemonitoring spart Kosten und CO2-Emissionen
  • Intuitive Smart-Home-Lösungen machen das Leben komfortabler und sicherer
Stuttgart/Frankfurt am Main – Auf der Weltleitmesse für Gebäudetechnik, der Light + Building 2016 in Frankfurt am Main, präsentiert Bosch intelligent vernetzte Lösungen für Gewerbegebäude und Wohnungen. Energie- und Gebäudetechnik von Bosch sorgt für mehr Komfort und Sicherheit, spart Energie und senkt die Betriebskosten. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen setzt hierbei auf die Vernetzung über das Internet der Dinge.

Integrierte Systeme für Gebäudemanagement und -sicherheit sorgen für störungsfreie Abläufe
Intelligent vernetzte Systeme für Gebäudesicherheit von Bosch sorgen diskret für störungsfreie Abläufe – und minimieren den Bedienungs- und Personalaufwand. Bosch zeigt das Gebäudemanagementsystem BIS (Building Integration System), das alle Sicherheitssysteme eines Gebäudes auf einer Plattform integriert: Videoüberwachung, Brandmelde- und Evakuierungssysteme, Einbruchmeldetechnik sowie Zutrittskontrolle. Auch das Öffnen und Schließen von Schranken, Toren und Türen, kann mithilfe des BIS gesteuert werden. Darüber hinaus präsentiert Bosch die Vernetzung der Einbruchmeldezentrale MAP 5000 (Modular Alarm Plattform) mit dem Zutrittskontrollsystem MATRIX. Das System sorgt für mehr Sicherheit und Effizienz beim Sicherheitsmanagement. Zudem zeigt Bosch das neue, kombinierte Beschallungs- und Evakuierungssystem PAVIRO. Es ermöglicht eine schnelle Gebäudeevakuierung und reduziert somit die Gefahr einer Massenpanik. Das Remote Service System EffiLink von Bosch für Ferndiagnose und -parametrierung macht schnellere, kostengünstigere Wartungen, Softwareupdates, Fehlerbehebungen sowie Unterstützung der Servicetechniker möglich.

Intelligentes Energiemonitoring spart Kosten und CO2-Emissionen
Intelligent vernetzte Heiz-, Kühl- und Lüftungssysteme von Bosch sorgen einfach und automatisch für ein ideales Gebäudeklima – und sparen dabei bis zu 30 Prozent Energie, Kosten und CO2-Emissionen. Mit der Energy Platform präsentiert Bosch ein Monitoring- und Analysetool, um die Energieeffizienz in kommerziellen Gebäuden zu erhöhen. Unternehmen und Eigentümer erhalten in Echtzeit einen umfassenden Überblick über Energieverbraucher und Energiekosten. Intelligente Algorithmen erkennen Abweichungen vom Sollzustand, alarmieren bei Grenzwertüberschreitungen oder Störungen, liefern konkrete Lösungsvorschläge und setzen diese teilweise automatisch um. Damit wird die Basis für weitere Optimierungsansätze und eine dauerhaft effiziente Energieversorgung geschaffen.

Intuitive Smart-Home-Lösungen machen das Leben komfortabler und sicherer
Die Smart-Home-Lösungen von Bosch machen das Leben komfortabler und sicherer und nehmen dem Nutzer lästige Routineaufgaben ab. Das Bosch Smart Home System vernetzt Geräte im Haus nicht nur mit dem Internet, sondern auch miteinander – über eine Systemplattform. Nutzer können das System intuitiv einrichten und bedienen, es ist modular und erweiterbar. Auch kompatible Geräte anderer Hersteller lassen sich einfach einbinden. Alle mit dem Bosch Smart Home System verbundenen Geräte können bequem von überall mit Smartphone oder Tablet über eine App gesteuert und überwacht werden. Bosch präsentiert das aktuelle Produktportfolio, bestehend aus dem Bosch Smart Home Controller, intelligenten Heizkörperthermostaten, Tür-/Fensterkontakten, einem intelligenten Zwischenstecker, sowie Beleuchtungslösungen des Partners Philips Hue. Der Smart Home Controller ist die zentrale Steuereinheit des Bosch Smart Home Systems. Er vernetzt die Komponenten mit dem Internet und untereinander. Mithilfe der Fensterkontakte regelt das System zum Beispiel automatisch die Heizung herunter, wenn ein Fenster geöffnet wird. So spart der Nutzer Zeit und Energiekosten.

Bosch-Stand auf der Light + Building: Halle 11.1, Stand C50

Weitere Informationen im Internet:
Bosch Sicherheitssysteme
Bosch Energy and Building Solutions
Bosch Smart Home

Journalistenkontakt: Christian Hoenicke Telefon: +49 711 811-6285
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  • 14. März 2016
  • Presseinformation
  • Energy and Building Technology
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IoT-Konferenz „Bosch ConnectedWorld“ in Berlin Bosch kombiniert erstmals Standards der Plattform Industrie 4.0 und des Industrial Internet Consortium Internationaler Durchbruch für die vernetzte Industrie

  • Bosch-Geschäftsführer Struth: „Ihren vollen Nutzen kann Industrie 4.0 nur entfalten, wenn sie nicht an nationalen Grenzen gestoppt wird“
  • Erste Kombination des deutschen Referenzarchitekturmodells RAMI4.0 und des internationalen Modells IIRA (Industrial Internet Reference Architecture)
  • „Digitaler Zwilling“ des Bosch-Werks Homburg hilft beim Strom sparen
Berlin/Stuttgart – Die vernetzte Industrie wird jetzt auch international Realität. In einem neuen Projekt führt Bosch gemeinsam mit Partnern erstmals die technischen Standards der deutschen Plattform Industrie 4.0 und des Industrial Internet Consortium (IIC) zusammen. Das Zusammenspiel beider Ansätze ermöglicht den Datenaustausch zwischen zentralen Bereichen der vernetzten Industrie. „Industrie 4.0 ist kein nationales, sondern ein internationales Thema. Ihren vollen Nutzen kann die vernetzte Industrie nur entfalten, wenn sie weder am Werkstor noch an nationalen Grenzen durch unterschiedliche Regelwerke gestoppt wird“, sagte Bosch-Geschäftsführer Dr. Werner Struth auf der IoT-Konferenz Bosch ConnectedWorld in Berlin. Bislang verhindert die nicht vorhandene gemeinsame Sprache die international reibungslose Vernetzung von Fertigung, Logistik, Gebäude- und Energiemanagement. „Auf dem Weg hin zur vernetzten Industrie kommen jetzt zwei Welten zusammen. Das ist ein wesentlicher Fortschritt. Durch die Kombination beider Standards ergeben sich zahlreiche neue Geschäftsmöglichkeiten mit Industrie 4.0-Lösungen über Landesgrenzen hinweg sowohl für Bosch als auch für andere internationale Unternehmen“, sagte Struth.

Stromkosten sparen durch optimierte Fertigungsplanung
Auf dem internationalen Branchentreffen in Berlin wurde das Projekt vorgestellt, in dem die beiden Referenzarchitekturen RAMI4.0 und IIRA erstmals zusammengeführt werden. Im Bosch-Werk Homburg wird die Fertigung von Hydraulikventilen mit Hilfe von nun kombinierbaren Vernetzungslösungen so gesteuert und optimiert, dass der besonders teure Spitzenstromverbrauch vermieden wird. „Wir demonstrieren mit diesem Prototypen zum ersten Mal, wie die Standards der Plattform und des IIC in der vernetzten Fertigung erfolgreich zusammenspielen“, erklärte Struth, der in der Bosch-Geschäftsführung unter anderem den Unternehmensbereich Industrial Technology und das Produktionssystem des Technologieunternehmens verantwortet.

Gemeinsame Standards stärken Wettbewerbsfähigkeit
Laufen alle energieintensiven Maschinen am Homburger Bosch-Standort gleichzeitig, entsteht in Spitzenzeiten ein sehr hoher Stromverbrauch. Die Stromkosten steigen und verteuern die Produktion der Hydraulikventile. Durch die softwarebasierte, möglichst vorausschauende Steuerung der Produktion und damit des Stromverbrauchs können der Energiebedarf optimiert und Spitzenlasten um bis zu zehn Prozent gesenkt werden. Das senkt die Produktionskosten, stärkt so die Wettbewerbsfähigkeit und schont die Umwelt. Ermöglicht wird das durch das Zusammenspiel der Plattform Industrie 4.0-basierten Produktionsanlage mit dem IIC-basierten Energiemanagement. Am Homburger Projekt sind neben Bosch unter anderen die deutsche SAP, die französische Dassault Systèmes und die indische Tata Consultancy Services (TCS) beteiligt.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit ist Schlüssel zum Erfolg
Bosch erfasst kontinuierlich Daten aller Maschinen des Werkes und generiert so Informationen über den Stromverbrauch bei der Produktion der Hydraulikventile für Landmaschinen. Der 3D-Experte Dassault Systèmes liefert ein multidimensionales Abbild aller Maschinen und Funktionen im Werk, darunter auch starke Stromverbraucher wie große Werkzeugmaschinen oder Hydraulik-Prüfstände. So entsteht ein digitaler Zwilling des Werks, in dem sowohl Produktionsprozesse als auch Stromverbräuche visualisiert sind. In der SAP-Datenbank werden alle Daten gespeichert und in Echtzeit ausgewertet. Bosch steuert Software für das Energiemanagement bei. TCS ist mit seiner Beratungsexpertise an der Integration aller Systeme beteiligt. Die Energiemanagement-Lösung basiert auf der IIC-Architektur IIRA. Die Ankopplung des Energiemanagements an die Produktionsanlage erfolgt mittels RAMI4.0 der Plattform Industrie 4.0. Der softwarebasierte Datenaustausch zwischen Produktionsanlage und Energiemanagement ist möglich, da die Standards von RAMI und IIRA jetzt aufeinander abgestimmt und kompatibel sind.

IIC und Plattform Industrie 4.0: hilfreiche Kooperation
“Es ist sehr zu begrüßen, dass das IIC und die Plattform Industrie 4.0 eine enge Kooperation vereinbart haben. Als führende internationale Initiativen auf diesem Gebiet werden sie gemeinsam Projekte starten sowie an gemeinsamen Architekturen und Standards arbeiten können. Ihre sich ergänzenden Ansätze werden die Entwicklung der Industrie 4.0 und des IoT enorm voranbringen“, sagte Henning Banthien, Leiter der Geschäftsstelle der Plattform Industrie 4.0. IIC-Chef Dr. Richard Soley ergänzte: „Das IIC und die Plattform Industrie 4.0 arbeiten seit längerem daran, die Akzeptanz des industriellen Internets der Dinge zu beschleunigen. Dabei haben sie sich beträchtliches Know-how angeeignet. Jetzt kommen eine Reihe wichtiger Faktoren zusammen, um die vernetzte Industrie Realität werden zu lassen. Wir freuen uns, dass die am Projekt beteiligten Unternehmen, die über breites industrielles Know-how verfügen, ihren Ansatz dem IIC und der Plattform Industrie 4.0 gemeinsam vorstellen. Wir sind gespannt auf die Bewertung des Projekts und die Ergebnisse.”

Plattform Industrie 4.0 und IIC: zwei Ansätze, ein Ziel
Die Plattform Industrie 4.0 vereint zahlreiche Unternehmen, Politik und Wissenschaft beim Umsetzen der vernetzten Fertigung in Deutschland. Das international aufgestellte IIC verfolgt einen noch breiteren Ansatz und erstreckt sich über die industrielle Produktion und den Maschinen- und Anlagenbau hinaus auf das Internet der Dinge im weiteren Sinne. Die Plattform Industrie 4.0 hat sich zum Ziel gesetzt, die technischen Rahmenbedingungen für die vernetzte Fertigung zu schaffen. Das IIC fokussiert auf die branchenübergreifende Vernetzung im Internet der Dinge, beispielsweise Energie und Gebäudemanagement. Beide haben dazu sogenannte Referenzarchitekturen („RAMI4.0“ bei der Plattform, „IIRA“ beim IIC) entwickelt. Bosch als international aufgestelltes Unternehmen ist Mitglied in beiden Organisationen.

Internet:
Über die Plattform Industrie 4.0:
http://bit.ly/23IDYmh
Über das Industrial Internet Consortium IIC:
http://bit.ly/1nGj3z7
Über Tata Consultancy Services (TCS):
http://on.tcs.com/1o5yEsF
Über SAP HANA:
http://bit.ly/1KpELSv
Über Dassault Systèmes:
http://bit.ly/1SXIgSR

Journalistenkontakt:
Thilo Resenhoeft
Telefon: +49 711 811-7088
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  • 10. März 2016
  • Presseinformation
  • Wirtschaft
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Bosch steigert mit Industrie 4.0 seine Wettbewerbsfähigkeit Weltweit mehr als 100 Projekte

  • Produktivität bei ABS/ESP-Bremssystemen durch Data Mining und RFID um ein Viertel erhöht
  • Prüfzeit von Hydraulikventilen mit Data Mining um 18 Prozent reduziert
  • Inventurdauer dank RFID um 97 Prozent verkürzt
Berlin/Stuttgart – Bosch vernetzt seine Fertigung und setzt weltweit bereits mehr als 100 Projekte erfolgreich um. Damit steigert Bosch unter anderem die Verfügbarkeit seiner Maschinen – und somit Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Eine Auswahl:

Eine Fertigungslinie, 200 verschiedene Hydraulikmodule
Auf einer Multiproduktlinie in Homburg kann Bosch aus 2 000 verschiedenen Komponenten, die dank Vernetzung rechtzeitig und automatisch geordert werden, 200 verschiedene Hydraulikmodule herstellen. Die Module steuern die Arbeits- und Fahrhydraulik in Lkw oder Traktoren, etwa um Ladeflächen zu kippen oder den Pflug zu heben. Die neun Stationen der Multiproduktlinie sind intelligent miteinander vernetzt. Über einen RFID-Chip am Werkstück erkennen sie, wie das fertige Produkt zusammengestellt sein muss und welche Arbeitsschritte dafür notwendig sind. Das ermöglicht die effiziente Produktion auch in geringen Stückzahlen. Diese Flexibilität ist nötig, weil einige Module häufiger, andere seltener nachgefragt werden. Auf der Multiproduktlinie können darüber hinaus zur gleichen Zeit verschiedene Modultypen entstehen. Das erspart Rüstzeiten an Maschinen und erhöht so die Produktivität. Die für die Montage der Hydraulikkomponenten erforderlichen Arbeitspläne werden automatisch abgerufen und als Foto oder Film auf Monitoren angezeigt – und das sogar individuell, je nach Ausbildungsgrad und in der Muttersprache des jeweiligen Mitarbeiters. Ziel ist es, die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Damit setzt Bosch erfolgreich mehrere Schlüsselelemente von Industrie 4.0 um: dezentrale Intelligenz, schnelle Vernetzung, Kontexteinbindung in Echtzeit und autonomes Verhalten.
Details: http://bit.ly/1QqPUiB

Industrie 4.0 (I 4.0) steigert Produktivität bei ABS/ESP-Bremssystemen
Ausgezeichneter Erfolg: Durch den Einsatz von Industrie 4.0-Lösungen stieg die Produktivität bei der Fertigung von ABS/ESP-Bremssystemen im internationalen Fertigungsverbund von Bosch innerhalb von einem Jahr um fast ein Viertel. Der dabei federführende Bosch-Standort in Blaichach wurde dafür mit dem renommierten Industrie 4.0-Award 2015 ausgezeichnet. Eine der Grundlagen der Produktivitätssteigerung: Bosch sammelt die Daten von Sensoren, die zu Tausenden in den Fertigungsstraßen des Werks verbaut sind. Sensoren erfassen die Bewegung von Zylindern, Taktzeiten von Greifern sowie Temperaturen und Drücke im Fertigungsprozess. Alle diese Informationen gelangen strukturiert in große Datenbanken. Auch der interne Warenfluss wird dank RFID-Funktechnik (radio frequency identification) digital abgebildet. Das Ergebnis: Im Rechner entsteht ein virtuelles Abbild der realen Fabrik, ein „digitaler Zwilling“. Diese digitale Abbildung ermöglicht Transparenz über den gesamten Wertstrom hinweg. Die Transparenz wiederum ermöglicht viele weitere I 4.0-Lösungen.

Eine Lösung kommt in der Wartung des Maschinenparks zum Einsatz: Eine Software erkennt in der Leistung von Maschinen und Anlagen Abweichungen vom Sollzustand und gibt rechtzeitig Hinweise darauf, dass eine Wartung erforderlich wird. Bei der Fehlersuche und -behebung unterstützt das System die Mitarbeiter mit Anleitungen zur Reparatur: Auf dem Tablet sind beispielsweise Videos zum Austausch von Teilen abrufbar. Lässt sich ein Fehler nicht auf Anhieb beheben, kann über eine WLAN-Verbindung Videokontakt zu Experten aufgenommen werden, die aus der Ferne bei der Problemlösung helfen. Dies alles verringert ungeplante Stillstandzeiten, steigert die Produktivität und somit die Wettbewerbsfähigkeit.

Data Mining verkürzt Prüfzeit von Hydraulikventilen
Bosch hat durch das gezielte Auswerten von Daten aus der eigenen Fertigung die Prüfzeit von Hydraulikventilen im Werk Homburg um 18 Prozent verkürzt. Solche enormen Einsparungen sind in der oft bereits weitgehend optimierten Fertigung ein sehr großer Fortschritt. Bei einem Fertigungsvolumen von beispielsweise 40 000 gefertigten Ventilen pro Jahr summieren sich die Einsparungen auf 14 Tage im Jahr. Beim Blick in die Produktionsdaten von 30 000 gefertigten Hydraulikventilen zeigte sich, dass zeitlich später in der Prüfreihenfolge angesiedelte Schritte entfallen konnten, wenn mehrere früher angesiedelte Prüfungen positiv ausfielen. Das Resultat der späteren Prüfschritte ließ sich zuverlässig aus der Analyse der vorausgehenden vorhersagen. Solche – und zumeist wesentlich komplexere – Zusammenhänge aufzudecken, spart Zeit und Geld. Bei Millionen Teilen summieren sich selbst wenige Sekunden zu Tagen und Centbeträge zu Millionen Euro. Voraussetzung für diese Suche nach neuen Zusammenhängen (das sogenannte Data Mining) ist, dass Daten über lange Zeit im Unternehmen gesammelt und intelligent ausgewertet werden. Bosch tut dies seit vielen Jahren.
Details: http://bit.ly/1Gs46E0

Vorausschauendes Warten von Werkzeugmaschinen
In den Werken in Stuttgart-Feuerbach und im tschechischen Jihlava produziert Bosch unter anderem Hochdruckpumpen für Einspritzsysteme. Während des Herstellungsprozesses der Gehäuse aus Aluminium werden präzise Löcher gebohrt und weitere Teile gefräst. Dafür kommen große Werkzeugmaschinen zum Einsatz, deren motorgetriebene Antriebseinheit als Spindel bezeichnet wird. Diese wiegen etwa 50 bis 70 Kilogramm und drehen sich mit 30 000 bis 40 000 Umdrehungen pro Minute. Sensoren erfassen Vibrationen während des Betriebs dieser Spindel. Die Daten werden gespeichert und von einer Software ausgewertet. Erkennt das System, dass sich die Vibrationsintensität über einen bestimmten Schwellenwert hinaus verändert, gibt es ein Signal an den zuständigen Mitarbeiter der Instandhaltung. Der kann dann darüber entscheiden, ob und wann die Spindel ausgetauscht werden muss. So lässt sich das Instandhalten besser planen. Die Verfügbarkeit der Maschinen steigt. Dies erhöht die Produktivität. Das beständige Überwachen von Maschinenteilen wie der Spindel wird auch als „Condition Monitoring“ bezeichnet, das geplante, vorausschauende Warten als „Predictive Maintenance“.

Ultraschall-Handschuhe für die Qualitätssicherung
Eines der Geschäftsfelder des Werks Reutlingen ist die Elektromobilität. Die Fertigung der dafür nötigen Leistungselektronik besteht aus vielen manuellen Tätigkeiten. Zur Unterstützung der Mitarbeiter wurde ein System eingeführt, das die Handbewegung von Mitarbeitern registriert. Grundlage sind spezielle Handschuhe, die die Mitarbeiter tragen. Die Position der Handschuhe wird mithilfe von Ultraschall erfasst. Auf diese Weise lässt sich erkennen, ob der Mitarbeiter eine Handbewegung korrekt ausgeführt hat und welcher Arbeitsschritt gerade vorgenommen wird. Der aktuelle Arbeitsvorgang wird Schritt für Schritt auf dem Bildschirm angezeigt, bis dieser zu Ende ausgeführt wurde. Dies trägt zur Qualitätssicherung bei.

Funksignale schaffen Transparenz im Warenstrom
In vielen der weltweit mehr als 250 Bosch-Werke sind Kunststoffkisten für den Transport von Teilen und fertigen Produkten mit RFID-Funketiketten (radio frequency identification) ausgestattet. An den Hallentoren stehen entsprechende RFID-Lesegeräte. Fährt ein Transportwagen von einer zur anderen Halle, werden die Etiketten automatisch und berührungslos erfasst. Damit entsteht ein digitales Abbild der Warenströme im jeweiligen Werk. Zu jeder Zeit ist somit bekannt, wann Teile voraussichtlich an der Fertigungsstraße ankommen, wann wie viele fertige Produkte verpackt werden müssen, welches Teil sich wo befindet oder wie groß der Lagerbestand ist. Das System weiß zudem, wie viele Verpackungskartons nötig sind und kann diese automatisch nachbestellen. Die RFID-Technik sorgt für Transparenz im Warenstrom, sie reduziert den manuellen Aufwand und die Lagerbestände. Zugleich erhöht sie Reaktionsgeschwindigkeit und Produktivität. So erreicht Bosch schlankere Logistikprozesse. Dank RFID-Einsatz erreichte Bosch in seinem Werk in Homburg einen Produktivitätsfortschritt in der Intralogistik von zehn Prozent und verringerte die Lagerhaltung in der Produktion um fast ein Drittel.

RFID verkürzt Inventur in China um 97 Prozent
Im Bosch-Werk im chinesischen Suzhou wurde bisher in jedem Jahr ein großer Aufwand betrieben, um das Maschineninventar zu zählen. Im Werk gibt es vier Fertigungsbereiche mit jeweils bis zu 2 500 Maschinen, Prüfständen und Messtechnik. Allein in der ABS-Fertigung hat sich das Zählen manchmal über einen Monat hingezogen. Teilweise wurden Listen ausgedruckt, mit deren Hilfe die Maschinenbestände händisch erfasst wurden. Mit intelligenter Vernetzung lässt sich die Inventur in vier Stunden erledigen. Dafür wurden alle Maschinen und Geräte mit RFID-Funktechnik (radio frequency identification) ausgerüstet. Gegenstände lassen sich nun berührungslos erkennen. Jetzt werden RFID-Rollwagen mit einem Laptop und Antennen durch die Fertigung geschoben. Nach und nach erkennen sie die Maschinen und Geräte dank RFID automatisch. So werden 97 Prozent der Zeit für die Inventur gespart, das entspricht 440 Mannstunden.

Transporter mit Schwarmintelligenz
Entwickler im Bosch-Werk Nürnberg haben ein fahrerloses, selbstnavigierendes Transportsystem mit Schwarmintelligenz geschaffen und diesen sogenannten AutoBod erfolgreich getestet. Der zweirädrige AutoBod, ergänzt um vier kleine Stützräder, holt das zuvor automatisch bestellte Produktionsmaterial eigenständig am Lagerort ab und transportiert es zur Fertigungslinie. Das System navigiert mit Hilfe eines Lasersensors auf Basis einer zuvor bei seiner ersten Fahrt aufgezeichneten Karte. Hindernisse werden erkannt und umfahren. Die Information über Hindernisse gibt ein AutoBod via WLAN an andere Transportroboter weiter. Für das Schwarmverhalten werden Informationen über den Standort, den Ladezustand des Elektroantriebs oder den Wartungszustand der verschiedenen Transporter genutzt. So bekommt jener AutoBod den Auftrag, der dem Abholort der Ware am nächsten ist, gerade keinen Transportauftrag ausführt und ausreichend Batteriekapazität besitzt. Diese Intelligenz unterscheidet den AutoBod von fahrerlosen Transportsystemen, die ihre einprogrammierte Route nicht verlassen können. Anders als bei herkömmlichen fahrerlosen Transportsystemen muss für den AutoBod keine teure Infrastruktur in den Werkhallen installiert werden. Durch Anwendung von AutoBods lassen sich Transportaufwand, Flächenbedarf und Bestände deutlich verringern.

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  • 10. März 2016
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IoT-Konferenz „Bosch ConnectedWorld“ in Berlin Das Internet der Dinge (IoT) aus einer Hand: Bosch startet Cloud für seine IoT-Services Rechenzentrum-Standort in Deutschland

  • Bosch-Chef Denner: „Bosch IoT Cloud ist ein wichtiger Meilenstein.“
  • Wesentliche Cloud-Merkmale sind Datenschutz und Datensicherheit
  • Bosch IoT Cloud stärkt Innovationskraft des Standorts Deutschland
  • Softwareexpertise und IT-Infrastruktur sind wesentliche Wettbewerbsvorteile
Berlin/Stuttgart – Bosch startet eine eigene Cloud für internetbasierte Services. In der Bosch IoT Cloud betreibt das internationale Technologie- und Dienstleistungsunternehmen unterschiedliche Anwendungen aus den Bereichen vernetzte Mobilität, vernetzte Industrie und vernetztes Gebäude. Erster Cloud-Standort ist Deutschland. „Wir bieten ab sofort alle Trümpfe für die vernetzte Welt aus einer Hand. Die Bosch IoT Cloud ist das letzte Puzzleteil in unserer Softwarekompetenz. Wir sind jetzt ein Full-Service-Provider für Vernetzung und das Internet der Dinge“, sagte Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner am Mittwoch auf der IoT-Konferenz Bosch ConnectedWorld in Berlin. Bosch ist weltweit das einzige Unternehmen, das auf allen drei Ebenen des Internets der Dinge aktiv ist. Die Bosch-Gruppe bietet Schlüsseltechnologien wie Sensorik und Software für die Vernetzung an und entwickelt gleichzeitig darauf basierend neue Services. „Wesentlicher Faktor für den Erfolg vernetzter Lösungen ist ihre Skalierbarkeit. Geschäftsmodelle müssen, wenn erforderlich, mit hoher Geschwindigkeit wachsen können. Mit der Bosch IoT Cloud verfügt Bosch nun über die entsprechende Infrastruktur. Die Bosch IoT Cloud ist ein wichtiger Meilenstein für Bosch“, erklärte Denner, der in der Bosch-Geschäftsführung auch Forschung und Vorausentwicklung verantwortet. Die Bosch IoT Cloud besteht aus technischer Infrastruktur sowie Plattform- und Softwareangeboten. Zunächst kommt die Bosch IoT Cloud für eigene Lösungen des Technik- und Dienstleistungsunternehmens zum Einsatz. Ab 2017 steht sie auch anderen Unternehmen als Service zur Verfügung.

Cloud-Standort in Deutschland
Denner betonte die bewusste Entscheidung für den Cloud-Standort Deutschland. „Viele Unternehmen und Verbraucher nennen Sicherheitsbedenken als Hindernis für die Nutzung von Cloud-Technologien und Vernetzungslösungen. Unsere Bosch IoT Cloud ist die Antwort darauf.“ Bosch betreibt die IoT Cloud in einem eigenen Rechenzentrum nahe Stuttgart. Denner weiter: „Verbraucher wollen wissen, ob ihre Daten geschützt und sicher sind. Wir bieten unseren Kunden daher den jeweils aktuellen Stand der Technik in Sachen Sicherheit an.“ Den rechtlichen Rahmen dafür bildet grundsätzlich der deutsche beziehungsweise europäische Datenschutz. Denner weiter: „Der deutsche Standort ist ein Wettbewerbsvorteil für die Bosch IoT Cloud. Unsere Cloud ist ein Wettbewerbsvorteil für den Innovationsstandort Deutschland.“

Das Gehirn der vernetzten Welt: die Bosch IoT Suite
Zentraler Softwarekern der Bosch IoT Cloud ist die unternehmenseigene Bosch IoT Suite. Sie identifiziert internetfähige Dinge, orchestriert ihren Datenaustausch und ermöglicht eine Vielzahl an Services und Geschäftsmodellen. Big Data-Management ermöglicht die Analyse großer Datenmengen. „Die Bosch IoT Suite ist das Gehirn der vernetzten Welt. Sie bietet alle Funktionen, um Geräte, Anwender und Unternehmen zu vernetzen“, so Denner. In der Bosch IoT Suite können Regeln für automatisierte Entscheidungen hinterlegt werden – wann zum Beispiel Maschinenzustände Verschleißmuster erkennen lassen, so dass präventiv eine Instandhaltung eingeleitet wird. Bereits heute bauen viele Lösungen und Projekte von Bosch und seinen Kunden auf dieser Plattform auf. Mehr als fünf Millionen Geräte und Maschinen sind über die Bosch IoT Suite schon vernetzt.

Bosch IoT Kompetenz für vernetzte Welt
Denner betonte vor den rund 1 000 Teilnehmern der Konferenz, dass die digitale Transformation nicht als Bedrohung wahrgenommen werden dürfe. „Die digitale Transformation und zunehmende Vernetzung sind für uns Riesenchancen.“ Gerade Unternehmen mit einer starken industriellen Basis und ausgeprägter Kompetenz in Hardware könnten sich Perspektiven sowohl für ihre klassischen Bereiche als auch in ganz neuen Feldern erschließen. „Wesentliche Voraussetzung dafür sind eigene Software- und IT-Expertise. Bosch baut diese seit Jahren aus.“

Vielfalt an Möglichkeiten und Geschäftsmodellen
Das Unternehmen hat schon zahlreiche Produkte und Lösungen für die vernetzte Welt auf den Markt gebracht. Das Bosch Smart Home-System beispielsweise ermöglicht es Bewohnern unter anderem, die Temperatur in ihrem Zuhause von unterwegs abzufragen und nach Wunsch zu regeln. Ebenfalls in der Bosch IoT Cloud läuft eine Lösung für Heizungsinstallateure. Diese können aus der Ferne auf dafür freigegebene Heizungen von Bosch zugreifen, um im Falle einer Störung Aufschluss über Fehlerursachen zu bekommen. So kann das passende Ersatzteil gleich zum ersten – und dann einzigen – Servicetermin mitgenommen werden. Der Kunde profitiert durch niedrigere Servicekosten.

Die Bosch IoT Cloud verarbeitet auch Sensordaten aus Spargelfeldern. Landwirte können mit dem Wissen um die genaue Bodentemperatur Ernte und Ertrag verbessern. Auch eine Online-Karte freier Park-and-Ride Parkplätze entlang der S-Bahn Stuttgart entsteht in der Bosch IoT Cloud. Sensoren erkennen, welche Parkplätze frei sind und übertragen diese Informationen an die Bosch IoT Cloud. Dort entsteht eine stets aktuelle Karte, die an das Smartphone der Nutzer übertragen wird. Weiteres Beispiel ist der Service „Book-and-Park“ für Lkw-Fahrer. Sucht der Trucker einen Parkplatz für die Rast, übermittelt sein Fahrzeug die Positionsdaten an die Bosch IoT Cloud. Diese reserviert daraufhin einen freien Parkplatz in der Nähe und meldet diesen an den Fahrer. „Diese Beispiele zeigen: Intelligent vernetzte Geräte, ergänzt um Services aus unserer Bosch IoT Cloud, sind Grundlage erfolgreicher IoT-Geschäftsmodelle. Vernetzte Lösungen verbessern die Lebensqualität der Menschen und schonen natürliche Ressourcen“, sagte Denner.

Hintergrund:

Stichwort Cloudcomputing
Beim Cloudcomputing liegen Daten und laufen Programme nicht mehr auf Computern zuhause oder im Unternehmen, sondern in einem Cloud-Rechenzentrum. Dessen Betreiber sorgt für die Sicherheit und den Betrieb, stellt nötige Rechnerkapazitäten zur Verfügung und kümmert sich um erforderliche Programme, Datensicherheit oder Backups. Damit entlastet er Kunden von vielen zeitaufwändigen und kostenintensiven Aufgaben. Cloud-Technologie und -Plattformen bilden die Grundlage für einfache und schnelle Skalierbarkeit der Anwendungen.

Bosch ConnectedWorld – Umsetzungs- und Branchentreff
Die Bosch ConnectedWorld ist ein jährlicher Branchentreff zum Internet der Dinge. In diesem Jahr tauschen sich in Berlin etwa 1 000 internationale Experten über aktuelle Anwendungsfelder und neue Geschäftsmodelle aus. Die Konferenz zeigt anhand erfolgreicher Beispiele, dass das Internet der Dinge von der Vision zur Realität geworden ist.

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  • 09. März 2016
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IoT-Konferenz „Bosch ConnectedWorld“ in Berlin Durch Vernetzung: freie Parkplätze, schnellerer Service für die Heizung, besserer Spargel Bosch IoT Suite Grundlage für neue Anwendungen

  • Lösungen für vernetzte Mobilität
  • Lösungen für vernetzte Industrie
  • Lösungen für das vernetzte Haus
Berlin/Stuttgart – Für seine Services im Internet der Dinge (IoT, Internet of Things) startet Bosch eine eigene Cloud in einem eigenen Rechenzentrum in Deutschland. Die IoT-Anwendungen entstehen mit der Bosch IoT Suite. Die Suite bietet alle Funktionen, um Geräte, Anwender und Unternehmen im Internet der Dinge zu vernetzen. Mehr als fünf Millionen Geräte und Maschinen sind über die IoT Suite schon angebunden. Einige Beispiele für neue Lösungen und Produkte von Bosch für die vernetzte Welt:

1. Lösungen für vernetzte Mobilität

Sensoren erfassen freie Park + Ride-Plätze
Wo ist der nächste freie Parkplatz? Diese meist drängende Frage beantwortet ein neues System von Bosch. Dafür erfassen Sensoren in 15 Park + Ride-Anlagen entlang der S-Bahn-Linien S2 und S3 in Stuttgart, ob ein Parkplatz frei oder besetzt ist. Die Daten gelangen via Internet in die Bosch IoT Cloud, wo minutengenau eine Karte freier Parkplätze entsteht. Informationen über freie Stellplätze werden über eine App und die Internetseite des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart GmbH (VVS) abrufbar sein. Der Nutzen: Zeitersparnis. Denn wenn Autofahrer wissen, ob ein Park + Ride-Parkplatz frei ist, sind sie eher bereit auf die S-Bahn umzusteigen. Staus werden vermieden. Bei dem Pilotprojekt verfügt die kleinste Anlage über 49, die größte über 520 Stellplätze. Das Projekt beginnt im März 2016 mit der Installation der Sensoren und läuft bis Juni 2018.
Details: http://bit.ly/1RcZWcP

Freie Parkplätze für müde Trucker
Lkw-Parkplätze entlang der Autobahnen sind oft hoffnungslos überbelegt – besonders nachts. Zu dieser Zeit steigt zudem das Risiko von Diebstählen. Bosch bietet Spediteuren, Flottenbetreibern oder selbstständigen Truckern den Service Secure Truck Parking an. Dieser vermittelt sichere und im Voraus buchbare Standplätze. Sucht ein Lkw-Fahrer einen Stellplatz in seiner Nähe, übermittelt das Fahrzeug seine Position und eine Parkplatzanfrage an das System. Daraufhin wird für den Fahrer ein Parkplatz in der Nähe gesucht, sein Navigationssystem leitet ihn sodann dorthin. Buchung und Abrechnung erfolgen automatisch und bargeldlos. Ab Sommer 2016 läuft dieses System auf der Bosch IoT Cloud.

Rabatt für umsichtige Autofahrer
Autofahrer, die vorausschauend und verantwortungsvoll auf den Straßen unterwegs sind, erhalten von einer großen deutschen Versicherung einen Rabatt auf ihre Versicherungsprämie. Der Bosch-Bereich Automotive Aftermarket bietet dazu die passende technische Lösung. Dafür wird eine sogenannte Connectivity Control Unit (CCU) im Fahrzeug installiert. Sie erfasst über die sogenannte OBD-Schnittstelle des Autos Daten zur Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit oder zum Tempo bei der Kurvenfahrt. Diese Informationen überträgt die CCU mit Hilfe einer eingebauten SIM-Karte verschlüsselt über das Mobilfunknetz an ein Computersystem. Die Versicherung kann aus den Informationen ein Profil erstellen und Rabatte für besonders vorausschauend agierende Fahrer anbieten.

2. Lösungen für vernetzte Industrie

Die Transportkiste lässt sich überwachen
Während bei der Herstellung die Qualität der Produkte bereits nahezu lückenlos überwacht wird, bleiben die Bedingungen in den übrigen Abschnitten der Lieferkette oft im Dunkeln. Hier setzt die Industrie 4.0-Lösung „TraQ“ (Tracking and Quality) an. Bosch hat eine Sensor-Lösung entwickelt, mit deren Hilfe die Produktqualität innerhalb der gesamten Lieferkette verfolgt werden kann – bis hin zum Kunden. Dabei erfassen Sensoren, die in die Transportverpackung oder auch in das Produkt integriert sind, qualitätsrelevante Informationen wie Temperatur, Erschütterung, Licht oder Luftfeuchtigkeit, und senden diese an die Cloud. Die Software-Anwendung in der Cloud gleicht die Messwerte mit den zulässigen Grenzwerten ab. Bei Überschreitung wird eine Warnung ausgelöst, die Kunden, Lieferanten und Dienstleister in Echtzeit informiert. Zudem liefert der Sensor Positionsdaten, die Auskunft über die voraussichtliche Ankunftszeit geben können und somit Basis für eine optimierte Transportsteuerung sind. Der Nutzen für die beteiligten Unternehmen ist groß: Durch zeitnahe Information können im Schadensfall schnell Maßnahmen eingeleitet und so Folgekosten, etwa Produktionsausfälle, minimiert werden. Sensoren im Produkt selbst helfen dabei, Schadensursachen besser aufzuklären – während des Transports und gegebenenfalls auch während des Gebrauchs durch den Endanwender. TraQ ist ein Baustein in einer Reihe von Lösungen, an denen Bosch derzeit arbeitet, um die digitale Lieferkette intelligent und kostengünstig zu steuern. Die Sensor-Lösung wird voraussichtlich 2017 auf dem Markt angeboten.

Funksensoren für qualitativ hochwertigeren Spargel
Mit vernetzten Funksensoren sorgt Bosch für bessere Erträge im Geschäft mit dem Spargelanbau. Spargel wächst besonders gut bei 18 bis 22 Grad Celsius. Diese Temperatur erreichen Landwirte unter anderem durch das Abdecken der Anbauflächen mit Folien, die auf der einen Seite weiß und auf der anderen Seite schwarz gefärbt sind. Um die Ackerfläche mithilfe des Sonnenlichts zu heizen, wird die schwarze Seite nach außen gekehrt. Um den Boden bei zu großer Wärme zu kühlen, wird die weiße Seite aufgelegt. Die Lösung des Bosch Start-ups Deepfield Robotics besteht aus mehreren Temperatursensoren. Sie werden in unterschiedlicher Tiefe in die Erde gesteckt und erfassen die Temperatur. Kabel übertragen die Messwerte an eine kleine Box, die die Daten via Funk in die Bosch IoT Cloud überträgt. Von dort aus werden die Informationen an eine App auf das Smartphone der Landwirte geschickt. Diese können den Temperaturverlauf ihrer Spargelkultur jederzeit im Detail verfolgen, daher schnell reagieren und die Wachstumsbedingungen des Spargels optimieren.
Details: http://bit.ly/1UGSLq4

3. Lösungen für das vernetzte Haus

Sicherheit und Komfort im Smart Home
Im Bosch-Smart-Home-System kann der Nutzer Beleuchtung, Rauchmelder und Hausgeräte im Haus über eine Plattform miteinander vernetzen und per Smartphone oder Tablet einfach bedienen. Herzstück des Bosch-Smart-Home-Systems ist der Controller. Diese im Haus installierte, zentrale Steuereinheit vernetzt die oben genannten Komponenten miteinander und mit dem Internet. Hinzu kommen ein smarter Heizkörper-Thermostat sowie ein sensorbasierter Tür-/Fensterkontakt. Die Daten des Smart Home sind im Smart Home Controller gespeichert. So behält der Kunde die Kontrolle über die Daten. Nur wenn er von unterwegs zum Beispiel die Temperatur zuhause abfragt, werden seine Daten über das Internet auf sein Smartphone übertragen. Dies geschieht verschlüsselt über die Bosch IoT Cloud. In künftigen Produktversionen kann das System über den Tür-/Fensterkontakt auch eine Nachricht auf das Smartphone senden, wenn ein Fenster oder eine Tür geöffnet wird. Der Nutzen: Eine separate Alarmanlage ist nicht mehr erforderlich, Komfort und Sicherheit steigen.
Details: http://bit.ly/1ORATbJ

Der Heizungsservice klingelt nur noch einmal: HomeCom Pro
Direkter Draht zum Kunden: Über das Online-Portal HomeCom Pro von Bosch können sich Installateure direkt mit den Heizungsanlagen ihrer Kunden vernetzen. Das Portal zeigt Installateuren auf einen Blick den Status der Heizung – zusammen mit den bereits erfolgten Servicearbeiten. Im Fall einer Störung gibt das System auch Aufschluss über die wahrscheinliche Fehlerursache und macht Vorschläge zur Reparatur. Dafür überträgt es alle wichtigen Informationen aus der Heizungsanlage auf den PC, den Laptop oder auf ein Tablet beim Fachbetrieb. Dessen Experten leiten dann die richtigen Schritte ein und können häufig gleich beim ersten Besuch das richtige Ersatzteil mitnehmen. Das System läuft in der Bosch IoT Cloud.
Details: http://bit.ly/1T2jkZc, http://bit.ly/1Kd06i3, http://bit.ly/1RP3h1K

„TrackMyTools“: Wo ist mein Werkzeug?
Die Suche nach dem Akkuschrauber hat auch für Handwerker ein Ende: Dank „TrackMyTools“ von Bosch wissen sie immer, wo sich ihr Werkzeug befindet. Das sorgt für einen reibungslosen Arbeitsablauf, spart Zeit und steigert die Produktivität. Bei dem Ansatz von TrackMyTools wird ein kleines Bluetooth-Modul an die Werkzeuge geklebt. Es sendet alle acht Sekunden ein Signal aus, das im Umkreis von 30 Metern von Smartphones oder Tablets mit der darauf installierten App „TrackMyTools“ erkannt wird. Smartphone oder Tablet senden diese Informationen dann zusammen mit Zeit-, Benutzer- und den letzten Lokalisierungsdaten des jeweiligen Arbeitsmittels an die Cloud. Weiterer Nutzen: Der Eigentümer des Bohrers oder Akkuschraubers kann über das Web auf die Daten zugreifen und hat jederzeit im Blick, welches Werkzeug wo im Einsatz ist. Außerdem kann er Mitarbeitern einzelne Geräte und Arbeitsmittel flexibel zuweisen. Das 2015 gestartete System wird im Laufe des Jahres 2016 auf der Bosch IoT Cloud laufen. Details: http://bit.ly/1UsPIDb

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Vernetzte Lösungen als Jobmotor Bosch stellt 14 000 Akademiker ein Karrierechancen für Berufserfahrene und Absolventen

  • Internet der Dinge verändert Personalbedarf in vielen Geschäftsfeldern
  • „Let’s be remarkable“ – Arbeitgeberauftritt im neuen Look
  • Personalchef Kübel: „Software-Kompetenz ist Schlüssel zur vernetzten Welt“
Stuttgart – Bosch will in diesem Jahr weltweit rund 14 000 Hochschulabsolventen einstellen, um seinen Wachstumskurs fortzusetzen. Künftig sollen immer mehr Software-Spezialisten Jobs beim internationalen Technologie- und Dienstleistungsunternehmen finden. „Die Vernetzung über das Internet der Dinge verändert das Geschäft von Bosch und damit unseren Personalbedarf stärker als je zuvor“, erklärt Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH. „Mittlerweile ist Bosch ein beliebter Arbeitgeber für Fachkräfte der Software- und IT-Branche.“ Fast jede zweite offene Position bei Bosch hat einen Bezug zu IT oder Software. Vor allem steige der Bedarf an Software-Entwicklern für IT-Systeme (z.B. Web-Applikationen) oder für Embedded Systems (z.B. Sensorsysteme). Zahlreiche Bosch-Mitarbeiter entwickeln Lösungen für das vernetzte Leben. „Software-Kompetenz ist der Schlüssel zur vernetzten Welt“, so Kübel anlässlich der Vorstellung des Personalbedarfs im Vorfeld der IT-Messe CeBIT. Regional liegt der Schwerpunkt der Neueinstellungen in Asien-Pazifik. In Indien plant Bosch 3 500 Akademiker einzustellen, gefolgt von China mit 2 500 und Deutschland mit 2 100. Mit einem neuen Look im Personalmarketing will Bosch künftige Fachkräfte mit und ohne Berufserfahrung gewinnen.

Digitale Transformation: Interdisziplinäres Studium im Trend
Strategisches Ziel von Bosch sind Lösungen für vernetzte Mobilität, vernetzte Industrie, vernetzte Energiesysteme und vernetzte Gebäude. Schon seit einigen Jahren baut Bosch seine Software-Kompetenz aus. Neue Tätigkeitsprofile entstehen, domänenübergreifende Fachqualifikationen gewinnen an Bedeutung. Das Unternehmen beschäftigt bereits heute mehr als 15 000 Software-Entwickler, Tendenz steigend. „Bosch ist heute bereits auch ein Software-Unternehmen“, sagt Kübel. „Exzellente Einstiegschancen haben daher Absolventen der Elektrotechnik, des Maschinenbaus und des Wirtschaftsingenieurwesen, die Software-Kompetenz mitbringen.“ Umgekehrt seien Wirtschaftsinformatiker und Software-Ingenieure mit Fachkenntnissen im Automobil- oder Industrietechnikbereich gefragt. Denn Lösungen wie etwa für die vernetzte Industrie erfordern die Verknüpfung unterschiedlichen Fachwissens für kreative Problemlösungen. Aber auch in den klassischen Geschäftsfeldern braucht Bosch weiterhin Fachkräfte mit und ohne Studium.

Software-Kompetenz: Die vernetzte Welt gestalten
Mitarbeiter wie zum Beispiel der 45-jährige Dr. Lutz Bürkle gestalten bei Bosch die vernetze Welt maßgeblich mit. Gemeinsam mit seinen Kollegen arbeitet er an Fahrerassistenzsystemen für Autos, die einen Zusammenstoß mit Fußgängern vermeiden sollen. „Ich kann mit meiner Arbeit zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Mein Software-Wissen hilft mir, die notwendigen Algorithmen zu entwickeln“, sagt Bürkle, der als Projektleiter auf dem Bosch-Forschungscampus in Renningen arbeitet. Die Bedeutung von Software-Kompetenz für den Berufsalltag sieht auch seine Kollegin Jayalakshmi Kedarisetti. Die 33-jährige Ingenieurin aus Indien forscht an der Leistungselektronik für Elektrofahrzeuge. Diese sorgt dafür, dass der von der Batterie gelieferte Gleichstrom in Wechselstrom gewandelt wird, der den Motor des Elektroautos antreibt. „Neben meiner Fachkenntnis in der Elektrotechnik, brauche ich in meinem Beruf auch Programmierkenntnisse, um leistungselektronische Komponenten mittels Simulation zu optimieren“, erläutert Kedarisetti. „Ich profitiere davon, dass ich mich während des Studiums schon früh mit Programmiersprachen beschäftigt habe.“

Bosch: Arbeiten im Software-Unternehmen
Fachkräfte aus Internet- und Software-Unternehmen finden bei Bosch attraktive Tätigkeitsfelder: Bosch ist weltweit das einzige Unternehmen, das auf allen drei Ebenen des Internets der Dinge aktiv ist. Die Bosch-Gruppe bietet Schlüsseltechnologien wie Sensorik und Software für die Vernetzung an und entwickelt gleichzeitig darauf basierend neue Services. „Jedes elektronische Produkt von Bosch soll letztendlich internetfähig sein“, bringt es die 35-jährige Lan Guo auf den Punkt. Erst im vergangenen Jahr wechselte sie von ihrer Aufgabe als Gruppenleiterin im Qualitätsmanagement am Standort Reutlingen zurück nach China. Dort arbeitet Guo am Standort Suzhou. Sie verantwortet mit ihren Teams unter anderem die Fertigungsanläufe von elektronischen Steuereinheiten, die für Nahbereichkameras im Auto benötigt werden. „Das eröffnet mir viele berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, ob im Bereich Hard- oder Software. Perspektivisch kann ich sogar die Branche wechseln, ohne das Unternehmen zu verlassen.“ Neben einem Funktions- oder Branchenwechsel fördert das Unternehmen verschiedene Karrierepfade: Beruflich Aufsteigen kann man innerhalb und zwischen einer Fach-, Projekt- und Führungslaufbahn.

Arbeiten mit Start-up-Charakter: Freiraum im Großkonzern
Auch die Arbeitsatmosphäre ist für viele Berufseinsteiger ein wichtiges Kriterium bei der Arbeitgeberwahl. „Für mich sind flache Hierarchien wichtig und die Möglichkeit, etwas Neues mitzugestalten“, ergänzt Dr. Kai Häussermann. Der 34-jährige Senior-Software-Entwickler arbeitet an intelligenten Smart-Home-Lösungen bei Bosch in Stuttgart-Vaihingen. Erst vor wenigen Wochen hat das Unternehmen den Einstieg in den Smart-Home-Markt angekündigt und dazu eine Tochtergesellschaft gegründet. Häussermann weiter: „Die Vielfalt aus Großkonzern und Start-up ist für mich die richtige Mischung. Einerseits kann ich auf Know-how und Prozesse der Muttergesellschaft zugreifen, andererseits kann ich Gestaltungsspielräume nutzen.“

Arbeitsplatzgestaltung: Mobiles Arbeiten und Social-Media
Zuletzt hat Bosch den Ausbau seiner weltweit 240 000 Bildschirmarbeitsplätze mit moderner Bürosoftware begonnen. Ziel ist es, mobiles Arbeiten auch mit aus dem privaten Umfeld vertrauten Social-Media-Anwendungen weiter zu erleichtern. Eine zentrale Rolle für das Arbeitsklima spielt bei Bosch auch die flexible und familienbewusste Arbeitskultur. Das Unternehmen unterstützt mehr als 100 Arbeitszeitmodelle und erkennt privates wie berufliches Engagement gleichermaßen an. „Ich verbringe meine Freizeit nicht am Arbeitsplatz“, so Sule Dogan, Gruppenleiterin im Zentralbereich Information Systems & Services. Die 36-jährige Ingenieurin der Informatik und Mutter einer kleinen Tochter arbeitet am Standort Stuttgart-Feuerbach. „Es gibt je nach Projekt mal viel zu tun, aber ich versuche bewusst Feierabend zu machen. Die Balance zwischen Beruf und Freizeit ist einfach wichtig.“

„Let’s be remarkable“: Bosch als Arbeitgeber im neuen Look
Im Lauf des Jahres präsentiert sich Bosch mit einem neuen Arbeitgeberauftritt: Unter dem Leitsatz „Let’s be remarkable“ erscheinen Anzeigenmotive in Print- und Onlinemedien, Werbematerialien oder Messestände in frischem Design. Das neue Erscheinungsbild soll mit Bild- und Wortelementen die sinnstiftenden Aufgaben bei Bosch in den Mittelpunkt stellen. „Wer die Lebensqualität der Menschen verbessern will, findet bei Bosch den richtigen Arbeitsplatz“, sagt Daniela Huber, verantwortlich für das internationale Personalmarketing. „Alle Bosch-Mitarbeiter verbindet, dass sie mit begeisternden Produkten bleibende Spuren in der Welt hinterlassen möchten. Das vermittelt unser neues Erscheinungsbild.“ Als finanziell unabhängiger Arbeitgeber ist das Unternehmen für seine Werte und langfristige Orientierung bekannt. Huber ergänzt: „Deshalb sind auch in Zukunft unsere sinnstiftenden Aufgaben mit das beste Personalmarketing.“

Internet:
Bosch auf der CeBIT-Karrieremesse „job and career“: http://bit.ly/1KXXRzq
Bosch als Arbeitgeber: www.bosch-career.de
Bosch als Software-Arbeitgeber: www.bosch-career.de/IT
Diversity bei Bosch: http://bit.ly/bosch_diversity_de
Leitlinien einer flexiblen Arbeitskultur bei Bosch: http://bit.ly/1bSJ7QM
Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bei Bosch: http://bit.ly/1ex6rDa
Konferenz Bosch Connected World 2016: http://bit.ly/1nlvJeH
Bitkom über neue Arbeitsplätze der Digitalbranche: http://bit.ly/1QQg5Ci
Bundesagentur für Arbeit über Fachkräfteengpass in Deutschland: http://bit.ly/1WrDXO9

Videos:
Bosch-Sensoren ermöglichen tragbare Geräte: http://bit.ly/21ko1As
Data-Mining bei Bosch: http://bit.ly/1RhLxtl
Datenvernetzung für den Schienengüterverkehr: http://bit.ly/1UhuNFe
Das vernetzte Auto wird zum persönlichen Begleiter: http://bit.ly/1T17eS1
Aktives Parkraum-Management: http://bit.ly/1XHEJI0
Connected Products Portal: http://bit.ly/1oWXWtA
Connected Industry 4.0: http://bit.ly/21kofrv
Arbeitsplatzszenen im Büro bei Bosch: http://bit.ly/1PRDMtx
Forschungscampus Renningen: http://bit.ly/1WD5L2b

Journalistenkontakt: Sven Kahn, Telefon: +49 711 811-6415
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  • 02. März 2016
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Navigation für neuen Datenstandard NDS Navi 3.0 – Bosch lotst durch 3D-Landschaften

  • 3D Map Engine zeigt 3D-Elemente in zusätzlicher Ebene
  • Hochwertige Darstellung mit 3D-Objekten ist auch offline nutzbar
  • Detaillierungsgrad der Anzeige lässt sich an Rechenleistung und Speichergröße des Navigationssystems anpassen
  • Dynamische Information wie aktuelle Gefahrenstellen und Benzinpreise lassen sich künftig einblenden
Bosch macht die Kartendarstellung fest installierter Navigationssysteme noch ansprechender und aktueller. Gebäude wachsen in den Himmel und geben zusätzliche Orientierung, sichtbare Höhenunterschiede und eingebundene Satellitenbilder ermöglichen eine nahezu fotorealistische Darstellung. Die weiterentwickelte Navigationssoftware nutzt dafür Daten nach dem neuen Navigation Data Standard (NDS), die mithilfe eines 3D-Rendering-Moduls optisch besonders ansprechend aufbereitet werden. Im Gegensatz zu vergleichbaren Angeboten ist der Bosch-Ansatz auch in Navigationssystemen nutzbar, die keine permanente Internet-Anbindung haben. Ist diese vorhanden, lässt sich die Darstellung mit dynamischen Daten erweitern. So lassen sich künftig auch aktuelle Wetterinformationen integrieren oder die Kraftstoffpreise der auf der Route liegenden Tankstellen darstellen.

Leistungsfähig: 3D Map Engine für nahtloses Zoomen
Zentrales Element der neuen Navigationssoftware von Bosch ist eine auf OpenSceneGraph basierende 3D Map Engine. Diese blendet dreidimensionale Elemente wie Gebäude über eine zusätzliche Ebene in die Darstellung ein und kann sie auch transparent machen. So bleibt eine hinter Häusern verlaufende Routenführung sichtbar. Den sichtbaren Ausschnitt kann der Fahrer nahtlos von der höchsten Detailstufe bis hin zur Weltansicht zoomen. Anhand topographischer Informationen, die in den NDS-Daten enthalten sind, lassen sich Höhenunterschiede darstellen. Auch ein künstliches Hochbiegen der Karte in Richtung Horizont wird möglich. So kann die maximale Bildschirmfläche zum Anzeigen der Route genutzt werden. Weiterhin verfügbar ist 3D artMap. Diese Funktion kann die Kanten von Häusern runden und durch eine entsprechende Kolorierung den Gebäuden einen aquarellartigen Look verleihen.

Die Bedienung kann wahlweise über Sprache, Multi-Touch-Bedienung oder Handschriftenerkennung erfolgen. Mithilfe der 3D Map Engine lassen sich außerdem unterschiedliche Kartenausschnitte auf verschiedenen Displays gleichzeitig darstellen, zum Beispiel auf dem Bildschirm der Mittelkonsole und im Fahrercockpit. Der Detaillierungsgrad der Anzeige lässt sich an die Rechenleistung und die Speichergröße des Infotainmentsystems anpassen. Dadurch lässt sich die Navigationssoftware für die Fahrzeughersteller maßgeschneidert konfigurieren. Updates lassen sich einfach über USB-Medien oder ein angeschlossenes Smartphone aufspielen.

Dynamisch: Der Connected Horizon liefert mehr als Stauinfo
Bereits heute können Staus nahezu in Echtzeit auf der Karte dargestellt werden. Ist das Infotainmentsystem mit dem Internet vernetzt, lassen sich künftig noch viele weitere Informationen in die Karte integrieren. Der Connected Horizon von Bosch stellt zum Beispiel Straßenzustandsdaten in Echtzeit in einer Datencloud bereit. Diese Daten kann die 3D Map Engine sichtbar machen. So können Bereiche in der Karte eingefärbt werden, in denen es gerade besonders stark regnet oder Glatteis droht. Mit einer Kreisbewegung des Fingers auf dem Display kann dann schnell ein Punkt definiert werden, über den eine alternative Routenführung berechnet werden soll. Auch regionale Temperaturen oder der erwartete Verlauf starker Stürme lässt sich darstellen – in den Tornado-geplagten USA ein wichtiger Punkt. Für Elektrofahrzeuge wird die aktuelle Reichweite entsprechend dem Ladezustand der Batterie als farbige Markierung sichtbar gemacht.

Der Navigation Data Standard ist von Automobilherstellern, Zulieferern und Kartenerstellern gemeinsam entwickelt worden. Das standardisierte Format ermöglicht den herstellerübergreifenden Austausch von Kartendaten. Die Standardisierung reduziert die Variantenvielfalt und vereinfacht das Kartenupdate. Mehr Infos unter http://www.nds-association.org.

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  • 22. Februar 2016
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Vom Trainee zum Geschäftsführer Bosch investiert in 280 Führungspersönlichkeiten

  • Einstiegschancen für künftige Führungskräfte in mehr als 30 Ländern
  • Erstmals Traineeprogramm in Afrika – Ausbau in Südost-Asien
  • Personalchef Kübel: „Unsere Chefs müssen Navigator und Leuchtturm sein“
Stuttgart – Bosch investiert in künftige Führungskräfte: Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen will dieses Jahr rund 280 Positionen in seinem Nachwuchsprogramm für Führungskräfte besetzen. Weltweit werden Absolventen mit überdurchschnittlich erfolgreichem Studium gesucht. Sie sollen sich im so genannten Junior Managers Program (JMP) auf die Aufgabe als Führungskraft vorbereiten. „Chefs von morgen müssen Navigator und Leuchtturm sein“, erklärt Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH. „Deshalb qualifizieren wir unsere Trainees, in einer vernetzten Arbeitswelt Mitarbeiter zu führen, ihnen Orientierung zu geben und gemeinsam Spitzenleistung zu erzielen.“ Die meisten Trainee-Positionen besetzt Bosch in Deutschland (65) und China (41). Mit rund 34 Stellen baut das Unternehmen sein Programm in der Region Südostasien aus. Erstmals sollen vier Kandidaten auch in Afrika rekrutiert werden. Kübel weiter: „Gesucht sind breit aufgestellte Persönlichkeiten mit IT- und Software-Kenntnissen, ebenso mit Ingenieurs- und Wirtschaftsstudium.“ Das JMP gilt als Karrieresprungbrett – vier ehemalige Trainees gehören der aktuellen Bosch-Geschäftsführung an. Seinen gesamten Personalbedarf an Hochschulabsolventen will das Unternehmen demnächst bekanntgeben.

In wenigen Jahren zur Führungsverantwortung
Mit dem Junior Managers Program (JMP) bereitet Bosch seit mehr als 30 Jahren qualifizierten Nachwuchs praxisnah auf Führungsaufgaben im Unternehmen vor. Es zeichnet sich durch individuelle Programmmodule aus, die zwischen dem Teilnehmer und seinem Mentor aus dem oberen Management erarbeitet werden. „Dabei lernen sie von der Pike auf eine Unternehmenskultur kennen, die sich an Werten und nachhaltigem Wirtschaften orientiert, statt kurzfristiger Gewinnorientierung“, erläutert Personalchef Kübel. Im JMP absolvieren die Teilnehmenden Stationen im Wechsel zwischen Werks-, Geschäftsbereichs- und Zentralabteilungen. Sie übernehmen eigenverantwortlich Aufgaben im jeweiligen Tages- und Projektgeschäft und verfügen über ein eigenes Weiterbildungsbudget. Ziel sei es laut Kübel, dass die Nachwuchskräfte acht Jahre nach Einstieg die Führungsverantwortung für eine Abteilung übernehmen. Deshalb erhalten die Teilnehmer auch von Beginn an einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Zuvor müssen sie sich in einem intensiven Auswahlverfahren bewähren, denn das Programm ist begehrt: Jedes Jahr bewerben sich allein in Deutschland rund 100 Interessierte auf eine Stelle bei Bosch. Das JMP wird mit verschiedenen Schwerpunkten angeboten – von Forschung und Entwicklung über Informationstechnik, Controlling oder Logistik bis hin zum technischen Vertrieb und Einkauf. Die Dauer des JMP beträgt zwischen 18 bis 24 Monaten und sieht eine Station im Ausland vor.

Frauen in Führungspositionen: Bewerberinnen gesucht
Besonders gute Einstiegschancen ins JMP haben qualifizierte Kandidatinnen. Bis 2020 will Bosch seinen Frauenanteil in Führungspositionen auf 20 Prozent erhöhen und setzt dabei auf eigenen Führungsnachwuchs. Die 26-jährige Wirtschaftsinformatikerin Theresa Best gehört dazu. Sie steht am Anfang ihres Traineeprogramms und ist im Zentralbereich Information Systems & Services am Standort Stuttgart-Feuerbach tätig. „In meinen ersten Einsätzen begleitete ich die Einführung einer Büro-Software für 240 000 Bildschirmarbeitsplätze“, sagt Best und blickt in die Zukunft. „Meine nächste Station bringt mich nach Singapur.“

Netzwerke bilden – Verantwortung übernehmen
Typischerweise übernehmen die Trainees im Anschluss an das Programm zunächst eine anspruchsvolle Fachfunktion, um die Basis für eine erfolgreiche Führungslaufbahn zu legen. Manche übernehmen sogar schnell mehr Verantwortung. Wie zum Beispiel der 35-jährige Florian Bankoley. Der heutige Geschäftsführer einer Bosch-Tochtergesellschaft für Online-Mobilitätslösungen sieht im JMP eine große Chance: „Ich konnte in sehr kurzer Zeit das Unternehmen in verschiedenen Stationen kennenlernen. Davon profitiere ich heute noch in meiner Arbeit – und von dem Netzwerk, das ich mir im JMP über Bereichsgrenzen hinweg aufgebaut habe.“

Finanzchef Asenkerschbaumer: Bosch setzt auf Persönlichkeiten
Attraktive Karrierechancen attestiert den angehenden Abteilungsleitern Dr. Stefan Asenkerschbaumer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Er ist selbst JMP-Absolvent und hat es bis in die Geschäftsführung geschafft. „Für die Trainees sollte Karriere kein Selbstzweck sein“, sagt der Finanzchef. Die Kombination von Persönlichkeit und fachlichen Fähigkeiten seien der Schlüssel für die berufliche Entwicklung. Asenkerschbaumer rät: „Wer sich für eine künftige Führungsaufgabe bei uns interessiert, sollte motivieren können, unternehmerisch denken und teamorientiert arbeiten. Das sind ideale Voraussetzungen, um bei Bosch Führungskraft zu werden.“

Auslandserfahrung für die vernetzte Arbeitswelt
Den beruflichen Schritt ins Ausland geht Sergio Amaya nach dem JMP erneut: Der gebürtige Kolumbianer am Standort Leonberg leitet ab März dieses Jahres am US-amerikanischen Standort Plymouth eine 35-köpfige Entwicklungsabteilung für Fahrerassistenzsysteme. „Ich hatte bereits im JMP die internationale Zusammenarbeit mit Standorten in Frankreich und Japan erlebt. Das war für mich enorm hilfreich in meiner späteren Aufgabe als Projektleiter. Denn Teamarbeit über Ländergrenzen hinweg gehört in der Entwicklung zum Alltag.“ Die JMP-Absolventin Lisa Maria John ist heute Führungskraft in der Softwareentwicklung für Fahrsicherheitssysteme am indischen Standort Bangalore. Sie sieht im Betreuungskonzept die Stärke des Trainee-Programms. „Die Begleitung durch einen Personalreferenten sowie der persönliche Austausch mit meinem Mentor und Stationsbetreuern haben mich in meiner Entwicklung vorangebracht“, resümiert die 31-jährige Software-Spezialistin. „Der Rat von unseren Top-Managern hat mich auf meine Führungsaufgabe gut vorbereitet. Wir stehen heute noch in engem Kontakt.“

Internet:
Bosch als Arbeitgeber: www.bosch-career.de
Junior Managers Program bei Bosch: http://bit.ly/1PliDco
Bosch Stellenportal: http://bit.ly/bosch_offene_stellen
Bosch als Software-Arbeitgeber: http://bit.ly/bosch_it_arbeitgeber
Diversity bei Bosch: http://bit.ly/bosch_diversity_de
Leitlinien einer flexiblen Arbeitskultur bei Bosch: http://bit.ly/1bSJ7QM
Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bei Bosch: http://bit.ly/1ex6rDa

Videos:
Christoff Wachendorff über das JMP, Deutschland: https://youtu.be/hpRJEcl2RPE
Frank Lehrieder über das JMP, Deutschland: https://youtu.be/603GoNJSDSs

Journalistenkontakt:
Sven Kahn,
Telefon: +49 711 811-6415
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  • 18. Februar 2016
  • Presseinformation
  • Personal- und Sozialthemen
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E-world 2016 (16. bis 18. Februar) Intelligent vernetzte Energielösungen von Bosch Mehr Effizienz und Sicherheit, geringere Betriebskosten

  • Brennstoffzelle und Blockheizkraftwerke für effiziente Energieerzeugung
  • Lösungen für intelligentes Energiemonitoring und -management
  • Stromspeicher für Industrie, Gewerbe und Energieversorger
  • Umfassende Sicherheitssysteme für Anlagen und Gebäude
Stuttgart/Essen – Auf der europäischen Leitmesse der Energie- und Wasserwirtschaft, der E-world energy & water 2016 in Essen, zeigt Bosch intelligent vernetzte Lösungen, um Energie effizient zu erzeugen, messen, steuern und zu speichern, zudem präsentiert Bosch Sicherheitslösungen. Kunden sparen damit Energie und Kosten und erhöhen die Sicherheit ihrer Anlagen und Gebäude:

Die Brennstoffzelle – das Kraftwerk im Keller
Die Energiezentrale Logapower BZH192iT von der Bosch-Marke Buderus mit Titanium-Glasoptik und Raumheizungseffizienz A++ nach EU-Richtlinie erzeugt per Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Wärme und Strom. Sie eignet sich für neue und bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser. Das Herzstück ist eine keramische Festoxid-Brennstoffzelle (SOFC), die einen hervorragenden elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 45 Prozent erreicht. Die Energiezentrale besteht aus dem Brennstoffzellenmodul mit Pufferspeicher zur Grundlastabdeckung sowie einem Gas-Brennwertgerät mit Trinkwasserspeicher für Bedarfsspitzen. Hauseigentümer erzeugen damit einen Großteil ihres Stromes selbst und sparen Primärenergie, CO2 und Energiekosten.

Blockheizkraftwerke, ORC-Systeme und Druckluft-Wärme-Kraftwerke
Blockheizkraftwerke (BHKW) von Bosch erzeugen Strom und Wärme wirtschaftlich, effizient, dezentral und umweltfreundlich. Dank der hohen Effizienz macht sich die Investition bereits nach wenigen Jahren bezahlt. ORC-Systeme wandeln Abwärme in Strom um und nutzen sie damit optimal. Sie können überall dort eingesetzt werden, wo viel Abwärme anfällt, die bislang nicht weitergenutzt wird, zum Beispiel in Industrie und Landwirtschaft. Beim Druckluft-Wärme-Kraftwerk stellt ein gasmotorbetriebener Kompressor Druckluft und Wärme dezentral bereit. Der Vorteil: Druckluft wird wirtschaftlicher bereitgestellt als bei konventioneller Drucklufterzeugung aus Strom. Durch äußerst effiziente Energiewandlung wird weniger CO2 ausgestoßen, die Energiekosten sinken. Die innovative Lösung von Bosch ist für Unternehmen geeignet, die einen großen Bedarf an Druckluft haben, etwa im Maschinen- und Anlagenbau. Im Produktionsprozess entstehende Wärme lässt sich für die Wärmeversorgung nutzen und hilft so, zusätzlich Energie und Kosten zu sparen.

Softwarelösungen für intelligentes Energiemanagement
Bosch präsentiert Lösungen für das intelligente Energiemanagement für Messstellenbetreiber, Händler, Lieferanten und Netzbetreiber. Neben dem so genannten Rollout Process Manager ist auch der Meter Gateway Manager zu sehen – eine sichere, modulare und skalierbare Lösung für die Administration von Smart-Meter-Gateways. Beide Lösungen basieren auf der modularen Software-Plattform Bosch IoT Suite und steigern bei gleichzeitigem Einsatz den Automatisierungsgrad. Die Bosch IoT Suite ist die technologische Basis für Anwendungen im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und stellt alle notwendigen Funktionen bereit, um Geräte, Anwender, Unternehmen und Partner auf einer IoT-Plattform zusammenzubringen. Mehr Automatisierung wiederum führt zu niedrigeren Prozesskosten und weniger Fehlerquellen. Zudem zeigt Bosch den Virtual Power Plant Manager, eine Lösung, um Flexibilitäten dezentraler Energieerzeugungs- und -verbrauchsanlagen zu bündeln, zudem eine innovative und intelligente Funkrundsteuerung mit Live-Demo. Die Energielösungen von Bosch sind bereits bei mehr als 250 Energieunternehmen erfolgreich im Einsatz und werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Energy Platform für ein umfassendes Energiemonitoring
Energiekosten sind ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Intelligentes Energiemonitoring schafft einen umfassenden Überblick über den Energieverbrauch im gesamten Unternehmen. Die Energy Platform von Bosch ist ein leistungsstarkes Werkzeug für Analyse und Monitoring, das Bosch auch in eigenen Produktionswerken einsetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Effizienz aller Energieanlagen wird mit vernetztem Energiedatenmanagement fortlaufend erfasst und kontinuierlich bewertet. Das ist die Basis für Optimierungsmaßnahmen und eine daraus resultierende kostengünstige Energieversorgung. Als Baustein für Lösungen aus dem Bereich Industrie 4.0 werden Produktionsanlagen mit der Plattform direkt angesteuert und nach individuell definierbaren Regeln automatisch zu- oder abgeschaltet, um Spitzenlasten zu reduzieren.

Speicherlösungen für Industrie, Gewerbe und Energieversorger
Stationäre Speicher sind ein Kernelement dafür, erneuerbare Energien und innovative Energielösungen effizient und zuverlässig im gewerblichen und energiewirtschaftlichen Umfeld zu integrieren. Speicherlösungen von Bosch maximieren den Kundennutzen durch umfassende Dienstleistungen wie Energieberatung, Speichersystemauslegung, Steuerung, Web-Anbindungen und Monitoring, Installation und Wartung. Insbesondere durch die Energiemanagement-Software setzt Bosch neue Maßstäbe im Speichermarkt. Intelligente Algorithmen sorgen dafür, energietechnische Anlagen effizient und netzstabilisierend zu betreiben.

Sicherheitssysteme für Anlagen und Gebäude
Kritische Infrastrukturen werden vom Bundesinnenministerium als „Institutionen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen“ definiert. Vor allem Energieversorgungsunternehmen sind für die Bevölkerung und die Wirtschaft essenziell und benötigen deshalb optimalen Schutz. Bosch unterstützt bei der Umsetzung einer effektiven und effizienten Sicherheitsstrategie. Das Ziel: Kundenzentren, Verwaltungsgebäude und Betriebsgelände von kritischen Infrastrukturen umfassend vor unterschiedlichen Risiken zu schützen. Dafür bietet Bosch ganzheitliche Sicherheitslösungen, vom Umfeldschutz über die Videoüberwachung bis hin zum Brandmeldesystem und zur Zutrittskontrolle.

Bosch-Stand auf der E-world 2016: Halle 4, Stand 118

Videos:
Brennstoffzellen-Energiezentrale von Buderus
Smart City Rheintal Virtual Power Plant
Energiespeicher Braderup
Bosch Blockheizkraftwerk (BHKW) Footage

Weitere Informationen im Internet:
Bosch stellt stromerzeugende Heizung basierend auf Brennstoffzellentechnologie vor
Virtuelle Kraftwerke: Bosch-Technik für die Energiewende
Prozesswärme effizient erzeugen: Optimale Ergänzung für BHKWs
Bosch BHKW-Systeme
Bosch ORC-Systeme
IT-Plattform von Bosch für Berliner Strommarkt
Bosch liefert Stromspeicher für zukunftsweisende Wohnanlage
Wie Stromspeicher bei der Energiewende helfen

Journalistenkontakt: Christian Hoenicke Telefon: +49 711 811-6285

Bosch Thermotechnik ist ein führender europäischer Hersteller von energieeffizienten Heizungsprodukten und Warmwasserlösungen. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte Bosch Thermotechnik mit rund 13 400 Mitarbeitern einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro, davon 67 Prozent außerhalb Deutschlands. Bosch Thermotechnik verfügt über starke internationale und regionale Marken und ein differenziertes Produktspektrum, das in Europa, Amerika und Asien produziert wird.

Mehr Informationen unter www.bosch-thermotechnik.de

Die Bosch Software Innovations, das Software- und Systemhaus der Bosch-Gruppe, konzipiert, entwickelt und betreibt weltweit innovative Software- und Systemlösungen, die unsere Kunden sowohl im Internet of Things (IoT) als auch im klassischen Enterprise-Umfeld voranbringen. Unseren Fokus legen wir dabei auf die Themenfelder Mobilität, Energie, Fertigungsindustrie und Gebäude. Unsere IoT-Plattform - die Bosch IoT Suite - bildet die technologische Basis, die das Zusammenspiel von Geräten, Anwendern, Unternehmen und Partnern auf einer Plattform erlaubt. Dadurch wird die Entwicklung innovativer und zukunftsfähiger Lösungen für neue Geschäftsmodelle ermöglicht.

Bosch Software Innovations ist mit rund 600 Mitarbeitern weltweit mit Standorten in Deutschland (Berlin, Immenstaad am Bodensee, Stuttgart), in Singapur, China (Schanghai) und den USA (Chicago) vertreten.

Mehr Informationen unter www.bosch-si.de, www.twitter.com/BoschSI, www.blog.bosch-si.com.

Die Bosch Energy and Building Solutions GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Robert Bosch GmbH mit Sitz in Stuttgart-Weilimdorf. Das 2011 gegründete Unternehmen ist auf Dienstleistungen zur Steigerung der Energieeffizienz in gewerblichen Gebäuden spezialisiert. Durch die Kombination von individuellen Energiekonzepten, Dienstleistungen und dem Einsatz moderner Technologie sorgt das Unternehmen für eine Energieeinsparung von durchschnittlich 20 Prozent. Zu den Kunden zählen unter anderem produzierende Unternehmen, Eigentümer großer Immobilien aber auch Unternehmen aus dem Gesundheitswesen.

Mehr Informationen unter www.bosch-energy.de

Der Geschäftsbereich Bosch Sicherheitssysteme ist ein international führender Anbieter von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen für Sicherheit und Kommunikation.Im Geschäftsjahr 2014 erwirtschafteten rund 12 400 Mitarbeiter einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro. Der Schutz von Menschenleben, Gebäuden und Gütern steht im Vordergrund. Dazu umfasst das Produktportfolio Videoüberwachungs-, Einbruchmelde-, Brandmelde- und Sprachalarmsysteme sowie Zutrittskontrolle und Managementsysteme. Professionelle Audio- und Konferenzsysteme zur Übertragung von Stimme, Ton und Musik runden das Angebot ab. Bosch Sicherheitssysteme entwickelt und produziert in eigenen Werken in Europa, Nordamerika und Asien.

Mehr Informationen unter www.boschsecurity.de

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von über 70 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2015 meldete Bosch weltweit rund 5 400 Patente an. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben".

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse.

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  • 16. Februar 2016
  • Presseinformation
  • Nachhaltigkeit
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Ausbau Präsenz im Mittleren Osten Aufschwung in Pakistan: Bosch setzt Fuß ins Land Erstes Büro in Lahore eröffnet

  • Wichtiger Schritt für Boschs Wachstumsstrategie im Mittleren Osten
  • Bosch sieht hohes Wachstumspotential im pakistanischen Markt
  • Meilenstein für bilaterale Wirtschaftsbeziehungen
Lahore, Pakistan – Bosch weitet seine Aktivitäten im Mittleren Osten weiter aus: Mit einem Büro in der zweitgrößten pakistanischen Stadt Lahore hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen seinen ersten Standort in Pakistan eröffnet. Der Fokus liegt zunächst auf dem Vertrieb von Elektrowerkzeugen und Sicherheitssystemen sowie Produkten und Lösungen des Geschäftsbereichs Automotive Aftermarket. „Die aktuelle Regierung Pakistans plant, die Infrastruktur und den Energiesektor zu stärken. Dies wird starke Zugkraft auf ausländische Investitionen ausüben“, sagte Ina Lepel, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Pakistan, anlässlich der Eröffnung der neuen Bosch-Niederlassung. „Die Aktivitäten von Bosch sind ein wichtiger Meilenstein für die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen mit Pakistan.“ Das Land gehört inzwischen zu den aufstrebenden Nationen in der Region.

Pakistan hat mit einer jährlichen Zunahme der Bevölkerung von mehr als zwei Prozent eine der höchsten Wachstumsraten in Asien. Von 1950 bis 2015 hat sich die Zahl der Bewohner auf 190 Millionen etwa verfünffacht. Zum Vergleich: In Deutschland leben rund 82 Millionen Menschen, in Japan rund 127 Millionen. Pakistan ist der sechstbevölkerungsreichste Staat der Welt und damit in der Tat ein sehr attraktiver Markt für die Bosch-Gruppe. „Aufgrund der wachsenden Bevölkerung und des niedrigen Altersdurchschnitts von 22 Jahren sehen wir in Pakistan langfristig gute Geschäftschancen für Bosch“, sagte Steven Young, Präsident der Bosch-Gruppe in der Region Türkei und Mittlerer Osten. Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) wird die Wachstumsrate der pakistanischen Wirtschaft bis 2020 bei rund fünf Prozent pro Jahr liegen. Gründe hierfür sind unter anderem die geringe Inflationsrate und eine immer größer werdende Mittelschicht. Diese soll Prognosen zufolge in den kommenden Jahren um rund sechs Prozent jährlich wachsen. Beide Faktoren wirken sich positiv auf die lokale Kaufkraft aus. Das lokale Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf beispielsweise liegt heute bei mehr als 1 400 US-Dollar (knapp 1 300 Euro) und ist damit doppelt so hoch wie noch vor 10 Jahren. „Unser erstes Büro in Pakistan ist vor dem Hintergrund der zu erwartenden positiven Entwicklung ein wichtiger Schritt für unseren langfristigen Erfolg im Mittleren Osten. Vor allem die zentrale Lage der Großstadt Lahore bietet für unsere neue Niederlassung optimale Bedingungen.“ Lahore liegt in Punjab, der mit mehr als 100 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Provinz Pakistans.

Nachhaltige Wachstumsstrategie von Bosch im Mittleren Osten
Die Eröffnung einer Vertretung in Pakistan ist Teil einer konsequenten und nachhaltigen Wachstumsstrategie von Bosch im Mittleren Osten. Das Unternehmen möchte das Potenzial der Region nutzen und gleichzeitig die lokale Wirtschaft mit Know-how unterstützen. Steven Young zeigte sich erfreut, dass Bosch Teil von Pakistans Wachstumsgeschichte sein wird: „Unsere pakistanischen Kunden werden definitiv von den Innovationen unseres Unternehmens profitieren. Mit unseren Produkten und Lösungen tragen wir letztendlich auch dazu bei, die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu verbessern.“ Hierbei komme dem Unternehmen seine langjährige Erfahrung in der Region zugute. Die Bosch-Gruppe ist seit über 90 Jahren im Mittleren Osten aktiv und heute in 16 Ländern der Region präsent. 2015 hat sich das Geschäft dort positiv entwickelt, 2014 erwirtschaftete Bosch im Mittleren Osten einen Umsatz von rund 240 Millionen Euro.

Journalistenkontakt:
Agnes Grill, Telefon: +49 711 811-38140
Trix Böhne, Telefon: +49 711 811-6831
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  • 10. Februar 2016
  • Presseinformation
  • Wirtschaft
  • Bilder: 3

Bosch India Technology Expo 2016 Bosch bringt das vernetzte Fahrzeug nach Indien Nachrüstlösung vernetzt Personenwagen und Nutzfahrzeuge

  • Ermöglicht Flottenlösungen und Smart-City-Lösungen
  • Schnelle Hilfe bei Unfällen mit eCall
  • Innovationen „Made in India“: Bosch hat in Indien 2015 über 200 Patente angemeldet
Stellen Sie sich vor, eine einzige Technologie könnte den Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs senken, den Wartungsbedarf voraussehen und alles auf dem Smartphone des Fahrzeugbesitzers anzeigen. Bosch hat eine umfassende Vernetzungsplattform entwickelt, die all das kann. Und darüber hinaus ist diese Lösung auch noch maßgeschneidert für den indischen Markt. Entsprechend seiner Strategie „In der Region für die Region“ stellt Bosch auf der Technology Exposition 2016 in Noida sein intelligentes Transportmanagementsystem iTraMS vor. Es umfasst Fahrzeugortung, Zustandsüberwachung und Leistungsanalyse. Die neue flexible Lösung von Bosch ist für Pkw, Nutzfahrzeuge und Off-Highway-Fahrzeuge geeignet. iTraMS wird nicht nur in Neufahrzeuge eingebaut, sondern kann auch nachgerüstet werden. Indem die Lösung für möglichst viele Fahrzeuge zur Verfügung gestellt wird, beschleunigt Bosch den Wandel hin zu sichererem und umweltfreundlicherem Fahren.

Bei einer Pressekonferenz in Delhi betonte Bosch-Geschäftsführer Dr. Markus Heyn die Bedeutung lokaler Entwicklungsaktivitäten: „Die iTraMS-Plattform von Bosch ist eine maßgeschneiderte Vernetzungslösung für den indischen Markt. Sie stellt genaue Fahrzeugdaten auf Ihrem Smartphone bereit und kann die täglichen Fahrtkosten deutlich senken.“ Und die Lösung geht sogar noch weiter: Zu den wichtigsten Vorteilen dieser Plattform zählen auch Flottenmanagement, grundlegende Leistungen und Leistungen bei Notfällen, Off-Road-Anwendungen und intelligente Transportlösungen als Teil von Smart-City-Lösungen.

Innovationen – eine besondere Stärke von Bosch
„Innovationen sichern den anhaltenden Erfolg von Bosch. Sie bieten Problemlösungen, die der Gesellschaft als Ganzes zugutekommen. Das gilt auch für Bosch in Indien: Wir bieten Produkte an, die sich in vielen Bereichen nutzbringend anwenden lassen“, so Dr. Heyn. Bosch hat in Indien verstärkt auf Innovationen gesetzt und dabei besonders großen Wert auf die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter und den Aufbau erstklassiger Einrichtungen gelegt. Derzeit beschäftigt Bosch in Indien mehr als 14 000 Forscher und Entwickler. 2015 meldete die Bosch-Gruppe in Indien über 200 Patente an.

Ein weiteres herausragendes Beispiel für lokale Entwicklung ist der e-Call von Bosch. Das Entwicklerteam von Bosch Indien hat an dieser Innovation mitgewirkt, die den Anspruch des Unternehmens – „Technik fürs Leben“ – hervorragend zum Ausdruck bringt. Mit diesem Sicherheitssystem ausgestattete Fahrzeuge lösen bei einem Unfall automatisch einen Notruf aus. Unter Anwendung von Data-Mining-Methoden betrachtet die Lösung Fahrzeug-, Unfall- und Umgebungsdaten in Echtzeit, um die Wahrscheinlichkeit einer schweren Verletzung abzuschätzen. Diese Informationen sind vor allem für Rettungsdienste von großem Nutzen, da sie die am Unfallort benötigte Anzahl und Art an Rettungswagen besser bestimmen können.

Vernetzte Fahrzeuge sind sicherer, komfortabler und effizienter
Dr. Heyn sagt zu den Möglichkeiten vernetzter Fahrzeuge: „Infotainmentsysteme werden in Indien derzeit größtenteils nachgerüstet, Bildschirme und Touchscreens werden immer beliebter. Durch die zunehmende Integration von Smartphones im Auto werden Privatfahrzeuge ein aktiver Teil des Internets.“ Mit mySPIN bietet Bosch beispielsweise eine sehr attraktive Lösung zur Smartphone-Integration, die eine perfekte Verbindung zwischen Gerät und Fahrzeug herstellt und eine sichere Bedienung gewährleistet. Nutzer können mit mySPIN in gewohnter Weise weiter ihre Lieblings-Apps auf ihren iOS- oder Android-Smartphones verwenden, ohne dafür Abstriche bei der Sicherheit machen zu müssen. mySPIN ermöglicht außerdem den durchgängigen Zugriff auf Online-Musikdienste, soziale Netzwerke und eine Vielzahl von Smartphone-Apps.

Journalistenkontakt: Florian Flaig, Telefon: +49 711 811-6282
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  • 04. Februar 2016
  • Presseinformation
  • Mobility Solutions

Vorläufige Geschäftszahlen 2015 Bosch-Umsatz erreicht erstmals 70 Milliarden Euro Innovationskraft und Vernetzung treiben Wachstum

  • Bosch-Chef Denner: „Wir haben unsere wirtschaftlichen Ziele erreicht.“
  • Umsatz um rund zehn Prozent gesteigert
  • Ergebnis von rund fünf Milliarden Euro erzielt
  • Operative EBIT-Rendite mit rund 6,5 Prozent erneut verbessert
  • Bereich Mobility Solutions wächst wesentlich schneller als Automobilproduktion
  • Umsatzdynamik im Bereich Energy and Building Technology beschleunigt
  • Zweistelliges Umsatzwachstum in Asien und Nordamerika erreicht
Stuttgart – Die Bosch-Gruppe erzielte nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2015 erstmals einen Umsatz von über 70 Milliarden Euro. Das Unternehmen konnte die Erlöse im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent1 steigern. Auch die Ertragslage hat sich weiter verbessert. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) inklusive Sondereffekte liegt bei rund fünf Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis beträgt rund 4,5 Milliarden Euro. Die operative EBIT-Rendite liegt mit rund 6,5 Prozent über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Eigenkapitalquote und Liquidität bleiben trotz der Milliardenakquisitionen der BSH Hausgeräte GmbH und der Robert Bosch Automotive Steering GmbH unverändert hoch. „Dank unserer Innovationskraft konnten wir 2015 in herausforderndem wirtschaftlichen Umfeld und teils stagnierenden Märkten unseren Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen. Wesentliche Treiber der positiven Geschäftsentwicklung sind zunehmend Lösungen für die vernetzte Welt“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

„Digitale Transformation“ – Bosch gestaltet den Wandel
Insbesondere die Vernetzung über das Internet der Dinge verändert das Geschäft von Bosch derzeit teilweise fundamental. Bosch ist weltweit das einzige Unternehmen, das auf allen drei Ebenen des Internets der Dinge aktiv ist. Die Bosch-Gruppe bietet Schlüsseltechnologien wie Sensorik und Software für die Vernetzung an und entwickelt gleichzeitig darauf basierend neue Services. „Mit unserer Kompetenz in Sensorik, Software und Services gestalten wir die vernetzte Welt und erschließen uns neue Geschäftschancen. Die „digitale Transformation“ ist für uns keine Bedrohung, sondern eine Riesenchance“, so Denner weiter. Erst vor wenigen Wochen hat das Unternehmen beispielsweise den Einstieg in den Smart-Home-Markt angekündigt. Auf der CES in Las Vegas präsentierte Bosch erstmals sein Smart-Home-System der Öffentlichkeit.

Geschäftsverlauf 2015 nach Unternehmensbereichen
Die Umsatzentwicklung der vier Unternehmensbereiche war 2015 unterschiedlich. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung, dazu: „2015 haben wir in vielen Bereichen unsere Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert und Marktanteile gewonnen.“ Der Unternehmensbereich Mobility Solutions hat trotz weltweit nur schwach wachsender Automobilproduktion seinen Umsatz nach vorläufigen Zahlen deutlich gesteigert. Der Umsatz wuchs 2015 um zwölf Prozent auf 41,7 Milliarden Euro. Bosch war im vergangenen Jahr unter anderem sehr erfolgreich mit Benzin- und Dieseleinspritzsystemen, Fahrerassistenzsystemen sowie Infotainmentsystemen. Ebenfalls ein sehr gutes Wachstum erzielte der Unternehmensbereich Consumer Goods. Hier konnte Bosch seinen Umsatz 2015 gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro steigern. Besonders gefragt waren intelligente Akku-Elektrowerkzeuge und Hausgeräte wie beispielsweise eine vernetzte Herdereihe.

Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology verzeichnete 2015 mit elf Prozent ein deutlich stärkeres Wachstum als im Vorjahr. Der Bereich erzielte 2015 einen Umsatz in Höhe von 5,1 Milliarden Euro. Dieser Erfolg basiert auf Services und Dienstleistungen, Sicherheitssystemen für große Infrastrukturprojekte sowie vernetzten Smart-Heating-Lösungen. Nach wie vor vom weltweit schwachen Maschinenbau betroffen ist der Unternehmensbereich Industrial Technology. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr gegenüber 2014 um 1,7 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Für den Geschäftsbereich Drive and Control Technology wichtige Segmente des Maschinenbaumarktes sind 2015 weiter eingebrochen.

Geschäftsverlauf 2015 nach Regionen
Erfreulich entwickelte sich das Geschäft der Bosch-Gruppe 2015 in Europa. Das Umsatzwachstum war im vergangenen Jahr deutlich stärker als 2014. Bosch konnte seinen Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 4,2 Prozent auf 37,5 Milliarden Euro steigern. Auch in Deutschland entwickelte sich der Umsatz positiv. Einen besonders starken Umsatzanstieg verzeichnete Bosch 2015 in Nordamerika. Dort wuchsen die Erlöse des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens um 24 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro deutlich. Unverändert schwierig ist die konjunkturelle Situation in Südamerika. Das schlägt sich auch in der Umsatzentwicklung der Bosch-Gruppe nieder. Der Umsatz 2015 betrug nach vorläufigen Zahlen 1,4 Milliarden Euro. Das sind 13 Prozent weniger als im Vorjahr. In der Region Asien-Pazifik erwirtschaftete Bosch einen Umsatzzuwachs von 16 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Langfristig großes Potenzial sieht Bosch in Afrika. 2015 hat das Unternehmen seine Geschäftsaktivitäten dort weiter ausgebaut.

Mitarbeiteraufbau in Europa, Asien-Pazifik und USA
Die Bosch-Gruppe beschäftigte zum 31.12.2015 weltweit rund 375 000 Mitarbeiter. 2015 wuchs die Belegschaft um 17 600 Mitarbeiter an. Regionale Schwerpunkte des Personalaufbaus waren Mittel- und Osteuropa, Deutschland, Asien-Pazifik und USA. Besonders gefragt waren IT-Spezialisten.

2016 – vorsichtig optimistischer Ausblick
Für die weltweite Konjunktur erwartet Bosch 2016 nur eine moderate Steigerung um 2,8 Prozent. „Wir müssen uns außerdem auf stärkere Schwankungen der Märkte einstellen, sowohl regional als auch branchenspezifisch“, sagte Asenkerschbaumer. Geopolitisch bleibt das Umfeld 2016 ebenfalls komplex und mit vielen Unsicherheiten verbunden. Ungeachtet davon will Bosch auch im laufenden Jahr seinen Wachstumskurs fortsetzen und mit mehr Dynamik wachsen als relevante Märkte. Trotz der enormen Investitionen in die Zukunftssicherung sollen auch Ergebnis und operative Umsatzrendite weiter verbessert werden.

Einfacheres, komfortableres und besseres Leben mit vernetzten Lösungen
Strategisches Ziel von Bosch sind Lösungen für vernetzte Mobilität, vernetzte Industrie, vernetzte Energiesysteme und vernetzte Gebäude. Auch 2015 hat das Unternehmen für diese Bereiche zahlreiche neue Lösungen vorgestellt und auf den Markt gebracht. „Nur mit mehr vernetzter Technik kann den Herausforderungen der Zukunft wie Ressourcenverknappung oder Urbanisierung begegnet werden“, sagte Denner. In einem intelligent vernetzten Gebäude kann zum Beispiel der Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent gesenkt werden. Bis 2020 werden weltweit rund 230 Millionen beziehungsweise 15 Prozent aller Haushalte mit Smart-Home-Lösungen ausgestattet sein. „Vernetzte Technik und Systeme müssen für den Verbraucher einfach und intuitiv zu bedienen sein“, sagte Denner weiter. Bei der Entwicklung des Bosch-Smart-Home-Systems stand deshalb die User Experience im Mittelpunkt. Auf nur einer Plattform ermöglicht das System die intelligente Vernetzung von beispielsweise Heizung, Hausgeräten, Entertainmentsystemen und Beleuchtung sowie Sicherheitssystemen. Die Bedienung aller vernetzten Geräte im Haus erfolgt per Smartphone oder Tablet mit nur einer einzigen App.

Stärke in vertrauten Bereichen ausbauen, mutig neue Bereiche erschließen
„Wir erschließen neue, aussichtsreiche Märkte wie das Smart Home und die vernetzte Industrie und ergreifen gleichzeitig alle Chancen, die sich auch in unseren traditionellen Märkten bieten“, erklärte Denner. Zu diesen Chancen gehört die Elektrifizierung der Mobilität. Eine der wichtigsten Akquisitionen war 2015 die des US-amerikanischen Batterietechnologie-Start-ups Seeo Inc. Bosch verfügt nun über zukunftsweisendes Know-how im Bereich neuartiger Festkörperzellen. Denner weiter: „Egal ob sich unser Geschäft evolutionär oder disruptiv verändert – Bosch ist dabei.“ Großes Potenzial sieht Bosch auch im Zweirad- und Nutzfahrzeugbereich. Für beide Branchen hat das Unternehmen deshalb eigene Einheiten gegründet, um Markt- und Kundenbedürfnisse besser befriedigen zu können. Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – die drei großen Trends der Mobilität – werden auch auf Nutzfahrzeuge und Zweiräder nachhaltige Auswirkungen haben. Im Nutzfahrzeugbereich wird zunehmende Automatisierung künftig zur Reduzierung von Unfällen beitragen. Einspritzsysteme für Zweiräder – anstelle der heute üblichen Vergasersysteme – senken den Kraftstoffverbrauch und leisten gerade in Entwicklungsländern einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung.

Klimaschutz – ohne den Diesel geht es nicht
Denner betonte in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung des Diesels für den weltweiten Klimaschutz: „Nur mit dem Diesel lassen sich beispielsweise die ambitionierten CO2-Ziele der Europäischen Union erreichen.“ Dieselfahrzeuge stoßen deutlich niedrigere CO2-Emissionen aus als vergleichbare Benzinfahrzeuge. „Auch in der Diskussion um Luftqualität in Städten und Feinstaub ist der Diesel ein Teil der Lösung und nicht des Problems“, sagte Denner. Mit Hilfe moderner Filtertechnik könne ein Diesel die Umgebungsluft in Großstädten sogar von Partikeln reinigen. „Der Diesel ist eine Luftreinigungsmaschine.“ Denner bekräftigte, dass noch nicht alle Optimierungsmöglichkeiten des Dieselantriebs ausgeschöpft seien. Bosch habe die Technologie, damit der Selbstzünder auch im realen Straßenverkehr geringste Stickoxid-Emissionen aufweise. „Es ist unser Ziel, dass Dieselfahrzeuge die aktuellen Grenzwerte nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auch auf der Straße einhalten“, so Denner weiter. Bosch unterstütze daher ausdrücklich und bereits seit langem die Einführung eines realistischeren Testzyklus sowie Emissionsmessungen im realen Fahrbetrieb. Denner sprach sich zudem für regelmäßige Kontrollen von Serienfahrzeugen durch unabhängige Prüfinstitute aus.

1 Die akquirierten Unternehmen Robert Bosch Automotive Steering GmbH (ehemals ZF Lenksysteme GmbH) und BSH Hausgeräte GmbH (ehemals BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH) sind in den Geschäftszahlen 2015 erstmals vollkonsolidiert. Sämtliche Vorjahresvergleiche basieren auf für 2014 vergleichbar dargestellten Werten.

Wichtige Kenndaten in der Übersicht finden Sie hier.

Videos:
Bosch Sensoren ermöglichen tragbare Geräte
Das vernetzte Auto wird zum persönlichen Begleiter
Erwartungen der Menschen an Smart Home
Aktives Parkraum-Management
Connected Products Portal
Connected Industry 4.0
Arbeitsbedingungen und Szenen im Büro
Forschungscampus Renningen

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  • 27. Januar 2016
  • Presseinformation
  • Wirtschaft
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Hochrangiger Besuch in Stuttgart Bundeswirtschaftsminister Gabriel informiert sich bei Bosch über Industrie 4.0 Vernetzte Fertigung schafft Wettbewerbsvorteile

  • Bundeswirtschaftsminister Gabriel: „Industrie 4.0 ist die zentrale Gestaltungsaufgabe für den Produktionsstandort Deutschland“
  • Bosch-Geschäftsführer Struth: „Industrie 4.0 braucht kompetente Menschen“
  • Mitarbeiter werden dank Technik zu gut informierten Entscheidern
Stuttgart – Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat sich bei Bosch in Stuttgart-Feuerbach über den aktuellen Stand der Industrie 4.0-Aktivitäten des internationalen Technologie- und Dienstleistungsunternehmens informiert. „Das intelligente Vernetzen von Maschinen sowie die Analyse von Daten aus der Produktion sind Kernbereiche für die Umsetzung von Industrie 4.0. Eine erfolgreiche Umsetzung von Industrie 4.0 wird die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sichern. Dies ist eine zentrale Gestaltungsaufgabe für den Produktionsstandort Deutschland, die wir auch in der Plattform Industrie 4.0 gemeinsam mit Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Gewerkschaft voranbringen“, sagte Gabriel.

Wettbewerbsfähigkeit gesteigert
„Bosch hat in seinen weltweit über 250 Werken bereits weit mehr als 100 Projekte zu Industrie 4.0 erfolgreich umgesetzt. Gesteigerte Qualität und geringere Kosten sind die Folge, etwa in der Lagerhaltung oder bei der Produktion kleiner Stückzahlen“, sagte Bosch-Geschäftsführer Dr. Werner Struth nach dem Rundgang mit dem Minister. Struth verantwortet bei Bosch unter anderem das weltweite Produktionssystem. Er erwartet durch Industrie 4.0-Lösungen allein für Bosch bis zum Jahr 2020 jährliche Einsparungen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. „Dies stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Attraktivität der produzierten Erzeugnisse.“

Sigmar Gabriel: Industrie 4.0 schafft hochwertige Arbeitsplätze
„Ich bin beeindruckt über das, was ich heute bei Bosch gesehen habe. Dies belegt eindrucksvoll, dass die Industrie in Deutschland bei der Umsetzung von Industrie 4.0 hervorragend aufgestellt ist. Die Projekte von Bosch machen deutlich, was mit einer vernetzten Produktion heute schon alles möglich ist. Und warum es sich lohnt, in Vernetzung zu investieren.“

Zunehmend gefragt: Software-Kompetenz
Struth betonte die wachsende Bedeutung der Softwarekompetenz: „Industrie 4.0 braucht Experten, die sowohl Fertigungsmaschinen als auch Produkte und Daten von Sensoren aus der Produktion verstehen. Dieses Wissen müssen sie in Algorithmen und Software umsetzen können. Die Grundlagen hierfür sollten früh gelegt werden, zum Beispiel durch das Erlernen einer Programmiersprache schon in der Schule. Es reicht nicht, dass junge Leute nur Apps auf ihrem Smartphone bedienen können. Nur mit einer Programmiersprache können sie eigene Ideen umsetzen.“

Ein Beispiel: Intelligente Wartung spart Zeit
Bei dem Besuch in Feuerbach demonstrierte Struth Minister Gabriel unter anderem die intelligente und vorausschauende Wartung. Dafür erfassen Sensoren den Zustand von Maschinen. Bevor es zu einem Ausfall kommt, benachrichtigt eine Software die Instandhalter im Werk darüber, welche Teile getauscht und welche Wartungen durchgeführt werden müssen: Auf dem Smartphone der Mitarbeiter erscheinen passende Wartungshinweise. Reparaturzeiten lassen sich damit oft vermeiden oder zumindest halbieren. Die Produktivität im Werk steigt. „Der Rundgang hat gezeigt, wie Industrie 4.0 die Mitarbeiter wirkungsvoll unterstützt. Sie werden durch die Vernetzung noch besser über den Maschinenzustand in Kenntnis gesetzt als bisher und damit zu gut informierten Entscheidern in der vernetzten Produktion“, resümierte Struth.

Produktionsassistent APAS macht Arbeit für Menschen sicherer
Die enge Kooperation von Mensch und Maschine demonstrierte Geschäftsführer Struth anhand der mobilen Produktionsassistenten (APAS) von Bosch. Sie nehmen dem Menschen wiederkehrende oder gefährliche Arbeiten ab. Der Roboterarm ist mit einer Sensorhaut überzogen, die einen sich nähernden Menschen erkennt – daraufhin stoppt der Assistent sofort, ohne den Menschen zu berühren. Der APAS ist durch die deutsche Berufsgenossenschaft für die direkte und sichere Zusammenarbeit mit dem Menschen zertifiziert.

Doppelstrategie
Beim Gestalten der Industrie 4.0 verfolgt Bosch eine Doppelstrategie. Zum einen ist das Unternehmen einer der führenden Anwender von Vernetzungstechnik. Zum anderen bietet Bosch seinen Kunden zahlreiche Lösungen auf diesem Gebiet an, zum Beispiel Sensoren, Antriebe, Software mit Lösungspaketen oder auch kooperierende Roboter. „Diese Doppelrolle als Leitanbieter und Leitanwender ist ein Wettbewerbsvorteil für uns. Wir nutzen unsere Erfahrungen für die Personalarbeit und das Gestalten der künftigen Arbeitswelt. Hierbei arbeiten wir eng mit den Arbeitnehmervertretern zusammen“, sagte Struth. Er betonte zugleich, dass automatisierte Prozesse mehr Sicherheit und Unterstützung für die Mitarbeiter bedeuteten.

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  • 26. Januar 2016
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  • Wirtschaft
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Sparsames Fahren mit der Zehenspitze Aktives Gaspedal von Bosch: Sanftes Klopfen zügelt den Bleifuß und kann vor Geisterfahrern warnen

  • Bis zu sieben Prozent weniger Verbrauch
  • Vernetzung mit Navigation: Warnung vor engen Kurven
  • Onlinedaten ermöglichen Echtzeit-Warnfunktion
  • Online-Seite: www.bosch-gaspedal.de
Ein Viertel des Spritverbrauchs liegt im Fuß des Fahrers. So lautet eine bekannte Faustregel. Bisher halfen da nur viel Feingefühl und Spritsparkurse. Doch Bosch hat mit dem aktiven Fahrpedal nun eine technische Hilfe entwickelt: Ein sanftes Klopfen zeigt die Grenze zwischen Pedalstreicheln und Bleifuß. „Das aktive Gaspedal von Bosch unterstützt den Fahrer – beim Spritsparen und wenn es brenzlig wird.“, sagt Stefan Seiberth, Vorsitzender des Bereichsvorstands Gasoline Systems bei der Robert Bosch GmbH. In Verbindung mit dem Assistenzsystem wird das Pedal zum Warnzeichen: Gekoppelt mit dem Navigationssystem oder einer Kamera zur Verkehrszeichenerkennung gibt die Bosch-Innovation dem Fahrer ein Klopfzeichen, wenn er sich zum Beispiel zu schnell einer gefährlichen Kurve nähert.

Dank des aktiven Gaspedals ist der Fahrer besonders feinfühlig – sozusagen auf Zehenspitzen – unterwegs. Mit Hilfe des Feedbacks lässt sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu sieben Prozent senken. Entsprechend reduzieren sich auch die CO2-Emissionen. Das ist möglich, da sich das Gaspedal konsequent mit anderen Funktionen im Fahrzeug vernetzen lässt – beispielsweise mit der Gangschaltung. Bisher zeigen lediglich kleine Pfeile im Display den optimalen Schaltpunkt an. Mit dem aktiven Gaspedal erhält der Fahrer auf Wunsch eine spürbare Empfehlung, wann er schalten sollte. „Das Pedal zeigt den Punkt, wo Beschleunigung und Sparsamkeit sich optimal treffen.“, sagt Seiberth. Möchte der Fahrer dennoch mehr Gas geben, genügt etwas Gegendruck.

Hybride: Vorher wissen, wann der Verbrenner anspringt
Zusätzliches Einsparpotenzial ermöglicht die Verbindung mit Start/Stopp-Segeln – also wenn der Motor bei voller Fahrt ausgeschaltet wird, um Kraftstoff zu sparen. Bosch hat ermittelt, dass dies für rund 30 Prozent aller Strecken der Fall ist. Das Gaspedal kann so eingestellt werden, dass es Rückmeldung gibt, sobald der Segelmodus sinnvoll ist. Auch bei der fortschreitenden Elektrifizierung des Antriebs bietet die innovative Technologie weitere Vorteile. Bei Hybriden bietet das Pedal ebenfalls starkes Einsparpotenzial, da es den Verbrenner und Elektroantrieb spürbar über den Gasfuß trennt. Bei jedem bevorstehenden Wechsel vom Elektro- zum Verbrennungsmotor gibt das intelligente System, das zwischen den beiden Antriebssystemen agieren kann, ein haptisches Signal als Hinweis. Damit kann der Fahrer ganz einfach und intuitiv sein Fahrverhalten anpassen, um noch mehr Kraftstoff einzusparen und Emissionen zu vermeiden.

Doch das aktive Gaspedal kann Autos nicht nur sparsamer, sondern auch sicherer machen. Denn die innovative Komponente lässt sich mit einer ganzen Reihe von Assistenzsystemen vernetzen. In Verbindung mit Abstandswarnern mahnt das System beispielsweise durch Vibrieren, nicht mehr weiter zu beschleunigen. Die spürbaren Signale können in Form und Stärke durch einfache Softwareeinstellungen individuell an die Kundenwünsche angepasst werden.

Das Gaspedal geht online: Warnsignal bei Geisterfahrern oder Stauenden
Weitere Funktionen entstehen durch die Vernetzung mit Onlinedaten: In Verbindung mit dem Navigationssystem gibt die Bosch-Innovation dem Fahrer Zeichen, wenn er sich zum Beispiel zu schnell einer scharfen Kurve nähert. Zusätzlich kann das Fahrpedal mit einer Kamera gekoppelt werden, die Schilder mit Tempolimits erkennt. Übertritt der Fahrer dann das Geschwindigkeitslimit, warnt das Gaspedal per Klopfen oder Gegenkraft. Die Bosch-Innovation ist bereits für die Vernetzung der Automobile mit ihrer Umgebung ausgelegt. Warnungen zu gefährlichen Situationen wie Falschfahrern, unübersichtliche Staus, Querverkehr oder andere Gefahrenstellen auf der geplanten Route gibt das vernetzte Auto dann zusätzlich über das vibrierende Pedal an den Menschen hinter dem Lenkrad weiter.

Erfahren Sie mehr über das vernetzte Gaspedal von Bosch auf:
www.bosch-gaspedal.de

Journalistenkontakt:
Florian Flaig,
Telefon: +49 711 811-6282
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  • 25. Januar 2016
  • Presseinformation
  • Mobility Solutions
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Automatisiertes Fahren Bosch testet nun auch im Straßenverkehr in Japan

  • Japan ist nach Deutschland und den USA dritter Bosch-Entwicklungsstandort für automatisiertes Fahren
  • Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel: „Mit Linksverkehr liefert Japan für die Entwicklung wertvolle Erkenntnisse.“
  • Fast 2 500 Ingenieure arbeiten bei Bosch weltweit an der Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen und am automatisierten Fahren
  • Änderungen der Wiener Konvention treten Ende April 2016 in Kraft
Stuttgart/Yokohama – Bosch weitet die Entwicklung des automatisierten Fahrens aus. Neben Deutschland und den USA erprobt das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen die Zukunftstechnologie neuerdings auch in Japan. Ziel von Bosch ist zunächst die Entwicklung des Autobahnpiloten. Damit sollen Pkw ab 2020 selbstständig auf Autobahnen oder Autobahnähnlichen Straßen fahren können. „Mit Linksverkehr und einem komplexen Verkehrsgeschehen liefert uns Japan für die Entwicklung wertvolle Erkenntnisse“, sagt Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Weltweit arbeiten fast 2 500 Bosch-Ingenieure an der Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen und damit am automatisierten Fahren. Wie die Ingenieure in Deutschland und den USA ist auch das Team in Japan mit automatisierten Erprobungsfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs. Die Testfahrten finden statt auf dem Tohoku Expressway (Präfektur Tochigi), dem Metropolitan Inter-City Expressway (Präfektur Kanagawa) sowie auf den Bosch-Testgeländen in Shiobara und Memanbetsu.

Enger Austausch zwischen Teams in Deutschland, USA und Japan
Zu Beginn der Entwicklungsarbeit profitiert das neu formierte Team in Japan stark von den Erkenntnissen der Kollegen aus Deutschland und den USA, die seit 2011 am automatisierten Fahren arbeiten. Seit Anfang 2013 ist Bosch mit Erprobungsfahrzeugen auch bereits auf der A81 in Deutschland und der Interstate I280 in den USA unterwegs. „Mehr als 10 000 Testkilometer haben unsere Entwickler inzwischen unfallfrei absolviert“, sagt Hoheisel. Die Bosch-Testautos bewegen sich dabei selbständig durch den Verkehr – beschleunigen, bremsen, überholen. Wann sie den Blinker setzen und die Spur wechseln, entscheiden die Fahrzeuge – abhängig von der Verkehrssituation – ganz allein. Basis dafür ist ein präzises, von Sensoren erzeugtes Bild des Fahrzeugumfelds. Zusätzlich liefert Bosch-Kooperationspartner TomTom hochgenaue Kartendaten. Mit allen diesen Informationen stellt ein Computer Berechnungen über das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer an und leitet daraus Entscheidungen für die Fahrstrategie der automatisiert fahrenden Fahrzeuge ab.

Rechtlicher Rahmen für automatisiertes Fahren notwendig
Damit automatisiertes Fahren nicht nur in Prototypen sondern auch in Serienfahrzeugen Realität werden kann, müssen die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Sowohl in den USA, in Japan als auch in Deutschland ist das Thema auf der politischen Agenda. Bewegung ist in die unter anderem auch von Deutschland ratifizierte Wiener Straßenverkehrskonvention gekommen. Am 23. April 2016 treten Änderungen des Regelwerks in Kraft, die von den Mitgliedstaaten dann in nationales Recht überführt werden müssen. Automatisierte Fahrfunktionen sind demnach erlaubt, wenn der Fahrer sie aktiv übersteuern oder ausschalten kann. Im Bereich des Zulassungsrechts hat sich eine informelle Arbeitsgruppe der UNECE (The United Nations Economic Commission for Europe) zudem der Regelung R 79 angenommen, die automatische Lenkeingriffe derzeit nur bei Geschwindigkeiten von bis zu zehn Stundenkilometern erlaubt. Auch die Validierung automatisierter Fahrfunktionen stellt noch eine Herausforderung dar: Nach gängigen Methoden müssten zur Serienfreigabe eines Autobahnpiloten mehrere Millionen Testkilometer absolviert werden. Bosch arbeitet hier an ganz neuen Ansätzen.

Umfassendes Knowhow im eigenen Haus zeichnet Bosch aus
Bei der Entwicklung des automatisierten Fahrens profitiert Bosch davon, als einer der weltweit führenden Automobilzulieferer alle benötigten Techniken zu beherrschen. Neben Antrieb, Bremse und Lenkung sind das die Sensorik, die Navigation sowie die Vernetzung innerhalb und außerhalb des Autos. „Bosch entwickelt alles von der einzelnen Komponente bis zum Gesamtsystem“, sagt Hoheisel. Großer Nachfrage erfreuen sich zum Beispiel die Sensoren von Bosch: 2014 hat das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen erstmals mehr als 50 Millionen Umfeldsensoren für die Fahrerassistenz ausgeliefert. 2015 wird sich wie schon 2014 der Absatz von Radar- und Videosensoren erneut verdoppeln. Bei Radarsensoren, wie sie zum Beispiel für die adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung (ACC) zum Einsatz kommen, ist Bosch Weltmarktführer. 2016 soll der 10-millionste Radarsensor (77 GHz) gefertigt werden. Mitte 2015 ist bei Bosch in Schwäbisch-Gmünd zudem die 50-millionste elektrische Servolenkung Servolectric vom Band gelaufen.

Zunehmende Automatisierung: ein Drittel weniger Unfälle in Deutschland
Motivation für die Entwicklung des automatisierten Fahrens bei Bosch ist die Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr. Weltweit sterben nach UN-Angaben jedes Jahr schätzungsweise 1,25 Millionen Menschen durch Verkehrsunfälle. In 90 Prozent der Fälle ist menschliches Fehlverhalten schuld. „Die richtige Unterstützung in kritischen Verkehrssituationen kann Leben retten“, sagt Hoheisel. Laut Prognose der Bosch-Unfallforschung kann die zunehmende Automatisierung die Unfallzahlen weiter senken, allein in Deutschland um bis zu einem Drittel. Automatisiertes Fahren macht den Straßenverkehr aber nicht nur sicherer, sondern auch effizienter. So kommen US-Studien zu dem Schluss, dass bei Autobahnfahrten dank vorausschauender Fahrstrategie Kraftstoffeinsparungen von bis zu 39 Prozent möglich sind.

Vollautomatisiertes Parken geht vor vollautomatisiertem Fahren in Serie
Noch vor dem Fahren automatisiert Bosch das Parken. Bereits in Serie ist der automatische Parkassistent von Bosch. Per Smartphone-Fernbedienung manövriert das System ein Auto selbstständig in Parklücken. „Automatisiertes Parken beginnt für uns im Fahrzeug und geht zugleich weit darüber hinaus“, sagt Hoheisel. Mit dem aktiven Parkraum-Management erleichtert Bosch zum Beispiel die Parkplatzsuche. Dazu erkennen am Boden installierte Sensoren, ob ein Parkplatz belegt ist oder nicht. Diese Information leiten die Bosch-Sensoren zum Beispiel an eine im Internet abrufbare Echtzeit-Karte weiter. Freie Parkplätze können so gezielt angesteuert werden. Noch einen Schritt weiter geht Bosch gemeinsam mit Daimler. Ziel ist es, den Parkvorgang zu revolutionieren: Nicht der Kunde parkt und sucht sein Auto; das Fahrzeug fährt allein zu einem freien Parkplatz und kommt am Ende bequem wieder selbstständig vorgefahren. Bosch entwickelt dafür die erforderliche Infrastruktur für das Parkhaus, die unter anderem Belegungssensoren, Kameras und die Kommunikationstechnik umfasst.

Weiterführende Links:
www.automated-driving.com
Mit Bosch findet jeder direkt den perfekten Parkplatz
Bosch und Daimler automatisierten das Parken
Elektroauto-Zwillinge erweitern den Bosch-Fuhrpark

Journalistenkontakt: Jörn Ebberg, Telefon: +49 711 811-26223
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  • 22. Januar 2016
  • Presseinformation
  • Mobility Solutions
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Digitale Revolution auf der Schiene Vernetzte Güterzüge sind die besseren Güterzüge Güterwagen werden zu vernetzten und intelligenten Transportmitteln

  • Vernetzung ermöglicht effiziente Logistikprozesse
  • Vernetzte Güterwagen kommunizieren ihre Position, übermitteln ihren Zustand sowie klimatische Bedingungen und überwachen sicherheitsrelevante Bauteile
  • „Wir denken Vernetzung weiter – auch über die Straße hinaus“, sagt Bosch Engineering-Geschäftsführer Bernhard Bihr
Abstatt – Mit Bosch sind Güterzüge demnächst auch im Internet unterwegs. Das Internet der Dinge, die Verknüpfung realer und digitaler Informationen, revolutioniert den Gütertransport auf der Schiene mit neuer digitaler Fahrzeugtechnik. „Dank intelligenter und vernetzter Sensoren erfassen wir Echtzeit-Daten von Güterwagen und verarbeiten sie online. Damit erkennen die Waggons selbst, ob die Kühlkette eingehalten wird und wann eine Lieferung ankommt. Darüber hinaus liefern sie Informationen über den Zeitpunkt der nächsten Instandhaltung“, erklärt Bernhard Bihr, Geschäftsführer von Bosch Engineering. Bereits mehr als 300 Güterwagen sind mit dem neuen System von Bosch ausgestattet und testen die Technik auf Bahnstrecken in Europa, Nordamerika und Australien. Die Serieneinführung ist für Mitte 2016 geplant.

Vernetzte Technik für eine effiziente Logistik
Eisenbahntechnik ist robust und einfach, um den harten Einsatzbedingungen mit Temperaturunterschieden, Vibrationen, Schmutz und Feuchtigkeit zu trotzen. Auf der Schiene wurden allein in Deutschland im Jahr 2013 auf nahezu 40 000 Kilometern fast 400 Millionen Tonnen Güter transportiert. Dass die Vernetzung, die weltweit in nahezu allen Bereichen in rasantem Tempo voranschreitet, bisher vor dem Schienengüterverkehr Halt macht, liegt auch daran, dass Güterwagen weder über eine eigene Energieversorgung noch eigene Sensoren verfügen. Eine Lücke, die Bosch Engineering jetzt mit einem vernetzten Zustandsüberwachungssystem für den Schienengüterverkehr schließt und dabei auf erprobte Technologien und Komponenten aus der automobilen Großserie des Unternehmens zugreift. „Unsere Automobiltechnik lässt sich auch in Branchen wie dem Schienenverkehr nutzen. Mit dem neuen System schaffen wir Transparenz in den Logistikketten zwischen Schiene, Straße und Schiff und helfen, das erhöhte Transportaufkommen im Güterverkehr effizienter zu bewältigen“, so Bihr.

Metergenaue Positionsbestimmung
Jederzeit zu wissen, wo sich eine Lieferung befindet und ob sie pünktlich ankommt, ist auf der Straße bereits Standard. Auf der Schiene ist diese Nachverfolgbarkeit bislang vergleichsweise umständlich möglich, da Güterwagen selbst keine entsprechenden Informationen liefern. Dabei ist ein präzises Timing von Transporten gerade im kombinierten Verkehr zwischen Schiene, Schiff und Straße entscheidend für effiziente Logistikprozesse. Mit dem neuen Zustandsüberwachungssystem liefert ab sofort eine Vernetzungs-Hardware am Güterwagen die entsprechenden Informationen, um den Standort jedes Waggons metergenau zu ermitteln. Damit können Schienentransporte nahtlos verfolgt und überwacht werden. Das spart Kosten, verbessert die Logistikplanung und sorgt für bessere Planbarkeit sowie pünktlichere Lieferungen.

Ladegutüberwachung für mehr Sicherheit
Ein Kühlwagen rollt mit einer Ladung Lebensmittel von Hamburg nach Köln. Wie warm ist es im Güterwagen? Wird die Kühlkette eingehalten? Antworten auf diese Fragen liefern Sensoren in Innenraum des Güterwagens, die beispielsweise Temperatur und Luftfeuchtigkeit messen. Die Vernetzungs-Hardware sendet diese Informationen an einen Server und stellt sie in einem Onlineportal dar. Werden kritische Temperaturwerte überschritten, schlägt das System sofort Alarm und verständigt die Leitstelle. Damit können Transportbedingungen punktuell und im gesamten Verlauf überwacht werden und das System sorgt dafür, dass Lebensmittel immer frisch an ihrem Ziel ankommen.

Transparente Überwachung von Erschütterungen
Beim Rangieren und Verladen kann es zu ruppigen Rangiermanövern und heftigen Erschütterungen kommen, die womöglich Güterwagen und Ware beschädigen. Ein dreiachsiger Beschleunigungssensor in der Vernetzungs-Hardware misst ab sofort die Stärke, Häufigkeit und genaue Position dieser Stöße und wertet die entsprechenden Daten aus. Mögliche Schäden am Güterwagen oder der Ladung können damit verursachungsgerecht ermittelt und die Transportbedingungen lückenlos nachgewiesen werden.

Präzise Laufleistungserfassung
In jedem Auto informiert der Kilometerzähler darüber, wie viele Kilometer gefahren sind und wann der nächste Werkstatttermin ansteht. Dank Bosch ist dies nun auch für Güterwagen möglich. Auf Basis der GPS-Position der Waggons auf einer Gleisnetzkarte wird ihre Laufleistung erfasst. Mit dieser Information können Wartungsintervalle kilometer- und zustandsabhängig geplant und anstehende Reparaturen bedarfsgerecht und frühzeitig organisiert werden. Das reduziert Ausfallzeiten und spart Kosten.

Geofencing und Einbruchsalarm erhöhen Effizienz und Sicherheit
Eng verbunden mit der Information, wo sich ein Güterwagen befindet, ist häufig die Frage, wann ein Wagen in ein Bahnhofsgebiet einfährt oder ob er einen bestimmten Transportweg unplanmäßig verlässt. Hier hilft Geofencing. Nachdem online ein virtuelles Gebiet abgesteckt wurde, meldet der Güterwagen automatisch per E-Mail oder SMS, sobald er die Grenzen des Gebiets erreicht. Durch einen entsprechenden Ankunftsalarm können elektronische Lieferscheine automatisch erstellt und Logistikprozesse optimiert werden. Zusammen mit der Information, ob und wann die Tür eines Güterwagens geöffnet wird, erhöht das System zudem die Sicherheit der transportierten Güter.

Weitere Informationen:
Bosch und SBB Cargo arbeiten am vernetzten Güterzug
Bosch bringt Güterzüge ins Internet
Bosch kompakt Bosch Engineering

Videos:
Zustandsüberwachungssystem für den Schienengüterverkehr: http://bit.ly/1YqIaXD
Footage Schienengüterverkehr: http://bit.ly/1PfBmo8
Kollisionswarnsystem für Stadt- und Straßenbahnen: http://bit.ly/1YTuC4x
Bosch Engineering: http://bit.ly/1KZLjB9

Journalistenkontakt: Annett Fischer, Telefon: +49 7062 911-7837
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  • 20. Januar 2016
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  • 05. Januar 2016
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  • Presseinformationen: 15

CES 2016 (6. bis 9. Januar), Las Vegas Wenn das Auto beim Backen hilft: Bosch setzt auf „clever vernetzt“ Smarte Lösungen für mehr Komfort und Sicherheit

  • Bosch-Chef Denner: „Wir wollen die Lebensqualität der Menschen mit intelligenten Lösungen verbessern und ihren Alltag vereinfachen. Der Schlüssel dazu ist die Vernetzung.“
  • Bosch bietet domänenübergreifende Lösungen an und vernetzt Mobilität mit Energie-, Gebäude- und Industrietechnik
  • Weltneuheit: erster Notruf-eCall-Adapter für Fahrzeuge zum Nachrüsten
Las Vegas – Egal ob zu Hause, in der Stadt, im Auto oder bei der Arbeit: Bosch präsentiert auf der CES 2016 in Las Vegas innovative Technik fürs Leben. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen setzt hierbei auf die Vernetzung über das Internet der Dinge: „Unser Ziel ist es, sicherere, komfortablere und effizientere Lösungen für das intelligente Haus, Energie, Mobilität und Industrie anzubieten. Wir wollen die Lebensqualität der Menschen verbessern und ihren Alltag vereinfachen. Der Schlüssel dazu ist die Vernetzung“, sagte Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner auf der Pressekonferenz des Unternehmens bei der CES 2016 in Las Vegas. Mit dem diesjährigen Motto „Simply.Connected.“ unterstreicht Bosch diesen Ansatz auf der CES und fokussiert sich dort auf die Themen Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industry 4.0.

Was Bosch im Vernetzungsgeschäft zugutekommt, ist sein breites Produktportfolio und tiefes Branchenwissen aus jahrzehntelanger Erfahrung. „Wie kein anderes Unternehmen kann Bosch Mobilität mit Energie-, Gebäude- und Industrietechnik vernetzen und domänenübergreifende Services anbieten“, betonte Denner. Als Beispiel nannte er das vernetzte Auto. Es kann über das Navigationssystem mit dem intelligenten Haus kommunizieren und so beispielsweise schon vor der Ankunft den Backofen für die Pizza vorwärmen.

Im Bereich Connected Mobility präsentiert Bosch eine Weltneuheit: den Retrofit-eCall-Stecker. War der im Jahr 2012 eingeführte automatische Notruf-eCall bislang ausschließlich für Neufahrzeuge ab Werk verfügbar, ist nun ein Nachrüstprodukt erhältlich. Erkennt der im Zigarettenanzünder eingebaute Sensor-Stecker einen Unfall, sendet er die relevanten Informationen an die angeschlossene Leitstelle. Je nach Schwere des Unfalls kontaktiert der Service-Mitarbeiter den Fahrer direkt oder alarmiert den nächstgelegenen Rettungsdienst.

Kompetenz in Sensorik, Hard- und Software
Bosch setzt neben dem deutlichen Ausbau des Serviceangebots auch stark auf seine Kompetenz in der Sensorik und Software: Zum einen ist das Unternehmen der weltweit führende Produzent von mikromechanischen Sensoren, so genannten MEMS-Sensoren. Derzeit verlassen täglich mehr als vier Millionen dieser High-Tech-Fühler die Chipfabrik in Reutlingen – seit 1995 hat Bosch insgesamt mehr als sechs Milliarden MEMS gefertigt. Aktuell arbeiten bereits drei von vier Smartphones mit den winzigen Sensoren von Bosch, die sich auch in vielen weiteren Geräten der Unterhaltungselektronik finden. Dazu gehören beispielsweise Wearables wie Fitnessbänder und Smartwatches. In diesem Segment erwartet das Unternehmen ein besonders starkes Wachstum: Nach 76 Millionen produzierten Stück im Jahr 2015 wird sich die Zahl bis 2019 auf 173 Millionen mehr als verdoppeln.

Zum anderen ist Bosch auch im Softwarebereich gut aufgestellt: Von den rund 55 000 Forschern und Entwicklern weltweit arbeiten etwa ein Drittel in der Softwareentwicklung und mehr als 3 000 für das Internet der Dinge. Ergänzt wird dies durch umfassendes Know-how im Hinblick auf die Hardware: Von der Automobilzulieferindustrie und Industrietechnik über Energie- und Gebäudetechnik bis hin zu Konsumgütern gehört das Unternehmen zu den führenden Herstellern weltweit: „Bosch verbindet das Beste aus zwei Welten – der Industrie und der IT. Egal ob sich unser Geschäft evolutionär oder disruptiv verändert – wir sind dabei“, betonte Denner in Las Vegas.

Smart Home: Mehr Komfort und Sicherheit in den eigenen vier Wänden
So arbeitet das Unternehmen mit Hochdruck auch am intelligenten Haus – dem sogenannten Smart Home. Zweifel, ob die Fenster geschlossen sind, der Herd ausgeschaltet ist oder die Milch im Kühlschrank fürs Frühstück reicht, gehören dank Technik von Bosch der Vergangenheit an. Bereits rund 230 Millionen Haushalte weltweit, ein Anteil von 15 Prozent am Gesamtmarkt, sollen aktuellen Studien zufolge bis 2020 über smarte Haustechnik verfügen. Mit der Bündelung seiner Smart-Home-Aktivitäten in einer neuen Gesellschaft hat Bosch zu Jahresbeginn einen entscheidenden Schritt getan, das Smart Home weiter voranzutreiben: Das Unternehmen bietet künftig viele Produkte und Dienstleistungen für das vernetzte Haus aus einer Hand an. Dazu gehört beispielsweise ein Smart-Home-System, das Einbrüche melden kann und hilft, die Heizung energiesparend zu regeln.

Smart City: Intelligente Städte steigern Lebensqualität
„Bosch macht nicht beim Smart Home halt“, so Denner. „Wir arbeiten bereits in fünf Projekten weltweit, Städte intelligent zu machen. Smart Cities steigern die Lebensqualität der Menschen, aber auch die Wirtschaftlichkeit der Städte.“ Laut einer UN-Studie werden im Jahr 2050 bereits zwei von drei Menschen weltweit in Städten leben. Das erfordert eine intelligente Verknüpfung von Energienetzen, Verkehrsinfrastruktur und Gebäuden. Die Bosch IoT Suite ist eine der Grundlagen für die Smart City. Die Software-Plattform integriert alle Funktionen, die vernetzte Geräte, Anwender und Services ermöglichen.

Bosch übernimmt auch die Parkplatzsuche. 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs entstehen nur dadurch, dass Autofahrer keinen freien Parkplatz finden. Sensoren, in Autos oder auf Parkplätzen installiert, erkennen und melden freie Stellplätze. Ein Beispiel dafür ist das Community-based Parking von Bosch: Im Vorbeifahren erkennt und vermisst das Auto freie Stellplätze zwischen parkenden Fahrzeugen am Straßenrand. Diese Information wird in Echtzeit-Karten eingetragen, die per Smartphone oder im Navigationssystem abrufbar sind. Autofahrer, die in Wohngebieten oder Innenstädten nach einer Abstellmöglichkeit für ihr Fahrzeug suchen, können sich dann ohne Umwege zum Parkplatz lotsen lassen. Das spart Zeit, Geld, Nerven und und schont überdies die Umwelt.

Connected Mobility: Lösungen von Bosch für die Mobilität von morgen
An der Schnittstelle von Smart Cities und vernetzten Fahrzeugen steht das vollautomatisierte Parken, das Bosch 2018 realisiert haben will. Dann genügt es, sein Auto vor dem Parkhaus abzustellen. Es sucht sich selbstständig einen freien Platz und parkt ein. Genauso selbstständig kommt das Auto am Ende auch wieder vorgefahren.

Bosch arbeitet zudem am Autobahnpiloten – einem elektronischen Chauffeur für Autobahnfahrten. Ab 2020 sollen Fahrzeuge damit selbstständig über Autobahnen fahren können. Das steigert vor allem die Sicherheit, aber auch den Komfort: Ist der Autobahnpilot aktiv, wird der Fahrer zum Passagier – er kann sich zurücklehnen oder anderen Dingen widmen. Bosch erprobt das automatisierte Fahren auf öffentlichen Straßen in Deutschland, den USA und in Japan.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, das Fahren noch sicherer und komfortabler zu machen, ist die Kommunikation zwischen Mensch und Technik. „Die richtige Information zur richtigen Zeit minimiert die Ablenkung des Fahrers“, so Denner. Besucher der CES 2016 können die neuartige Kommunikation im Bosch Showcar erleben. Beispielsweise warnt eine entsprechende Lichtgestaltung im Fahrzeug, wenn ein Fußgänger von rechts kommt.

Zudem präsentiert das Unternehmen einen Touchscreen mit haptischem Feedback, für den das Unternehmen Ende 2015 einen CES Innovation Award erhielt. Das Besondere: Die dargestellten Tasten auf dem Touchscreen fühlen sich wie realistische Knöpfe an, die Orientierung beim Bedienen von Infotainment-Anwendungen wie Navigation ist oft auch ohne hinzusehen möglich. Der Blick kann dadurch wesentlich häufiger auf der Straße verbleiben. Die Sicherheit beim Autofahren steigt.

Industry 4.0: Fabrik der Zukunft ist flexibel, vernetzt und intelligent
Damit viele Innovationen möglichst schnell Realität werden, muss auch die Produktion flexibler werden. „Die Fabrik der Zukunft ist flexibel, vernetzt und intelligent. Menschen, Maschinen und Produkte kommunizieren miteinander“, sagte Denner. „Als Leitanbieter und Leitanwender von Industrie 4.0 sind wir auch hier wie kaum ein anderes Unternehmen gut aufgestellt.“

Mit Blick auf die weltweit mehr als 250 eigenen Werke geht Denner davon aus, dass Bosch durch Industrie 4.0 bis 2020 jährlich einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag einsparen kann. Dazu tragen beispielsweise die Software-Lösungen zur Datenauswertung in Echtzeit sowie Hardware von Bosch bei. Der auf der CES gezeigte mobile Fertigungsassistent APAS etwa sorgt dafür, dass die Produktionsschritte flexibel und sicher ablaufen. Dank seiner Sensorhaut kann der APAS sicher mit Menschen zusammenarbeiten. Und er hat noch ein verborgenes Talent: Auf der CES 2016 serviert er Besuchern des Bosch-Messestands in der Sands Expo eine Kaffee.

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Simply.Connected.
Besuchen Sie Bosch auf der CES 2016 in Las Vegas, Nevada, USA:

Dienstag, 5. Januar 2016 (jeweils Lokalzeit)
  • 08:00 bis 08:45 Uhr
    Pressekonferenz
    mit Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Mandalay Bay Hotel, South Convention Center, Level 3, Banyan Rooms A-D.
Donnerstag, 7. Januar 2016 (jeweils Lokalzeit)
  • 11:00 bis 12:00 Uhr
    Keynote Panel
    „Beyond Smart Cities: The Future of Urban Mobility"
    Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Westgate Theater. Weitere Teilnehmer unter anderem
    Secretary Anthony Foxx, U.S. Department of Transportation.
  • 14:15 bis 15:15 Uhr
    Conference Track:
    The Internet of MEMS and Sensors
    Panel: "Technology Trends for the IoT"; Dr. Stefan Finkbeiner, CEO and General Manager, Bosch Sensortec, Venetian, Level 4, Marcello 4404
Freitag, 8. Januar 2016 (jeweils Lokalzeit)

Mittwoch bis Samstag, 6. – 9. Januar 2016 – Bosch Messestände
  • Fokus Smart Home, Smart City und Industry 4.0 im Smart Home Marketplace, Sands Expo Center, Stand #71517
  • Fokus Connected Mobility in der North Hall, Stand #2302


Verfolgen Sie die Bosch CES 2016 Highlights auf Twitter: #BoschCES

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  • 05. Januar 2016
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CES 2016 (6. bis 9. Januar), Las Vegas Bosch macht das vernetzte Auto zum persönlichen Begleiter Vorschau auf die Bedienkonzepte von morgen

  • CES-Veranstalter zeichnet haptischen Touchscreen von Bosch aus
  • Bosch präsentiert neue Lösungen für das automatisierte Fahren und Parken
  • Messestand bietet Innovationen zum Anfassen
  • Im Showcar wird das ganze Dashboard zum Display
Las Vegas – Das Internet im Auto ist mehr als eine komfortable Zugabe für den Autofahrer. Es macht das Fahren noch effizienter und sicherer. Das zeigt Bosch auf der CES 2016 in Las Vegas mit einer Reihe vernetzter Funktionen und Assistenzsysteme. Wie sich diese leicht bedienen lassen, um die Ablenkung des Fahrers zu minimieren, ist ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts. Neuestes Beispiel von Bosch ist ein vom CES-Veranstalter preisgekrönter Touchscreen, der mit haptischen Rückmeldungen das Gefühl einer Knopf-Tastatur erzeugt. Live zum Anfassen präsentiert Bosch in Las Vegas zudem eine Vorschau auf das automatisierte Fahren und die smarte Fahrzeugvernetzung.

Das Auto: der ganz persönliche Begleiter des Fahrers
Einen Ausblick in die automobile Zukunft zeigt Bosch in der North Hall. Hier erleben die Besucher im Bosch-Showcar eine neue Art der Kommunikation zwischen Mensch und Technik. „Die richtige Information zur richtigen Zeit minimiert die Ablenkung des Fahrers“, sagte Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner. Armaturenbrett und Mittelkonsole sind im Showcar in einem rein elektronischen Display vereint. Dessen Inhalte passen sich beispielsweise an die aktuelle Umgebung des Fahrzeugs an. Kommt ein Fußgänger von rechts, so warnt eine entsprechende Lichtgestaltung. Aber auch der Terminkalender und die persönlichen Vorlieben des Fahrers werden berücksichtigt. Fällt beispielsweise ein Termin aus, zeigt das Auto künftig automatisch die Route zum nächsten Ziel im Kalender an. Ist der Autopilot aktiviert, gewinnt der Fahrer noch mehr freie Zeit und kommt entspannter ans Ziel.

Das vernetzte Auto der Zukunft kann aber noch mehr. Es ist mit dem Smart Home verbunden, so dass sich Funktionen im Haus wie die Heizung oder die Sicherheitstechnik jederzeit steuern lassen. Steht beispielsweise ein Paketbote vor der Tür, genügt ein Fingertipp am automobilen Display, um den Boten kurz einzulassen und den Empfang eines Paketes zu quittieren. So komfortabel, vielseitig und sicher kann die Interaktion mit der Technik sein. Das vernetzte Infotainment navigiert den Fahrer nicht nur durch den Verkehr, vielmehr auch durch den Alltag. Es ermöglicht den Zugriff auf Online-Dienste und Smartphone-Apps – und nicht zuletzt lässt es sich mittels Gesten und Sprache steuern, wie in einer Unterhaltung mit dem Beifahrer. Das Auto wird zum ganz persönlichen Begleiter des Fahrers.

Ein Touchscreen, der so tut, als hätte er mechanische Knöpfe
Bereits im Vorfeld der Messe ist Bosch für einen neuen Touchscreen mit dem CES 2016 Innovation Award in der Kategorie „In-Vehicle Audio/Video“ ausgezeichnet worden. Das Gerät kann unterschiedliche Oberflächenstrukturen erzeugen, so dass sich auf dem Display Elemente erfühlen lassen. Dank dieser haptischen Rückmeldung lassen sich Infotainment-Anwendungen wie Navigation, Radio oder Smartphone-Funktionen einfacher bedienen. So können Fahrer die Bildschirminhalte oftmals steuern, ohne hinzusehen. Ihr Blick bleibt auf der Straße. Auf dem Display stehen raue, glatte oder gemusterte Oberflächen für unterschiedliche Knöpfe und Funktionen, erst bei festerem Druck wird tatsächlich ein Befehl ausgelöst. Das Besondere: Äußerlich unterscheidet sich der Touchscreen nicht von einem normalen Display, doch vermittelt er dem Nutzer das Gefühl, mechanische Knöpfe zu drücken.

Keine Angst vor Geisterfahrern, der Schutzengel kommt aus der Cloud
Dank Vernetzung werden die Fahrerinformationen aktueller denn je. Besonders wichtig ist dies beispielsweise bei Geisterfahrern. In der Regel gehen die Warnungen der Radiostationen erst nach mehreren Minuten über den Äther, während jede dritte Geisterfahrt schon nach 500 Metern endet. Bosch entwickelt derzeit eine neue cloudbasierte Falschfahrerwarnung, die Autofahrer künftig bereits nach gut zehn Sekunden auf die Gefahr aufmerksam machen soll. Als reines Software-Modul kann sie günstig in Smartphone-Apps wie myDriveAssist von Bosch oder bestehende Infotainment-Systeme integriert werden. Um das Fahren in falscher Richtung zu erkennen, vergleicht die cloudbasierte Funktion die tatsächliche, anonymisierte Fahrzeugbewegung auf Autobahnauffahrten mit erlaubten Bewegungsrichtungen. Bei Abweichungen erhält der Fahrer in Sekundenschnelle einen Hinweis auf seinen Fehler. Zugleich werden entgegenkommende Autos im nahen Umkreis gewarnt. Von 2016 an wird die neue Funktion als Cloud-Dienst verfügbar sein.

Der Autobahnpilot kommt ab 2020 und macht die Straßen sicherer
Noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr bringt das hochautomatisierte Fahren. Auf Autobahnen wird dies ab 2020 möglich. Nach einer Prognose der Bosch-Unfallforschung kann die zunehmende Automatisierung die Unfallzahlen deutlich senken – allein in Deutschland um bis zu ein Drittel. Welche Systeme und Sensoren für automatisierte Fahrten nötig sind, zeigt Bosch auf der CES 2016 anhand eines weiteren Fahrzeugmodells in der Sands Expo. Zudem erfahren die Besucher, wie etwa der Autobahnpilot arbeitet – ein hoch automatisiertes System, das auf Highways komplett die Aufgaben und die Verantwortung des Fahrers übernimmt. Praxistests dieser Technik im öffentlichen Straßenverkehr laufen bereits. Bosch erprobt das automatisierte Fahren auf Autobahnen nicht nur in Deutschland und den USA, sondern seit Kurzem auch in Japan.

Damit das Auto künftig auch um die Kurve sehen und mögliche Gefahrenstellen erkennen kann, liefern Daten aus dem Internet eine aktuelle Vorausschau auf Stauenden, Bau- und Unfallstellen. Daraus entsteht ein vernetzter elektronischer Fahrzeughorizont – der „Connected Horizon“. Das Auto ist dadurch noch vorausschauender unterwegs – Sicherheit und Effizienz steigen weiter.

Nicht der Fahrer, sondern das Auto sucht den Parkplatz
Nach jeder Fahrt folgt das Parken. Dazu entwickelt Bosch eine neue Funktion, das Automated Valet Parking. Eine Lösung, die Autofahrern im Parkhaus nicht nur die Suche nach einem Parkplatz abnimmt, vielmehr das Auto gleich selbstständig parken lässt. Es genügt, das Fahrzeug vor der Einfahrt eines Parkhauses abzustellen. Per Smartphone-App gibt der Fahrer ihm dann den Befehl, sich selber einen Stellplatz zu suchen. Genauso kommt das Auto auf Wunsch auch wieder vorgefahren. Möglich wird das vollautomatisierte Parken mit einer intelligenten Parkhaus-Infrastruktur und der Bord-Sensorik des Fahrzeugs – sowie der Vernetzung von beidem. Belegungssensoren melden zum Beispiel genau und aktuell, wo welche Stellplätze frei sind, damit sich das Auto dorthin bewegt. Auch für das vollautomatische Parken entwickelt Bosch neben der Funktion alle nötigen Komponenten im eigenen Haus.

Weitere Informationen:
Pressemeldung zum CES 2016 Innovation Award

Infografiken
http://bit.ly/BoschCES_Connected_Mobility

Journalistenkontakte:
USA: Tim Wieland, Tel. +1(248)876-7708
Deutschland: Stephan Kraus, Tel. +49(711)811-6286
weitere Journalistenkontakte international

Simply.Connected.
Besuchen Sie Bosch auf der CES 2016 in Las Vegas, Nevada, USA:

Dienstag, 5. Januar 2016 (jeweils Lokalzeit)
  • 08:00 bis 08:45 Uhr
    Pressekonferenz mit Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Mandalay Bay Hotel, South Convention Center, Level 3, Banyan Rooms A-D.
Donnerstag, 7. Januar 2016
  • 11:00 bis 12:00 Uhr
    Keynote PanelBeyond Smart Cities: The Future of Urban Mobility"
    Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Westgate Theater. Weitere Teilnehmer unter anderem
    Secretary Anthony Foxx, U.S. Department of Transportation.
  • 11:30 bis 12:30 Uhr
    Conference Track: The Internet of MEMS and Sensors
    Panel: "Wearables and Smart Sensors Advancing User Interface"
    Dr. Horst Muenzel, CEO and General Manager, Akustica
    Venetian, Level 4, Marcello 4404
  • 14:15 bis 15:15 Uhr
    Conference Track: The Internet of MEMS and Sensors
    Panel: "Technology Trends for the IoT"; Dr. Stefan Finkbeiner, CEO and General Manager, Bosch Sensortec, Venetian, Level 4, Marcello 4404
Freitag, 8. Januar 2016 (jeweils Lokalzeit)
  • 10:15 bis 11:15 Uhr
    Conference Track: Exploring Tomorrow's Automotive Mobility Ecosystem
    Panel: "Implications for Players in Tomorrow's Mobility Ecosystem"
    Dr. Rolf Nicodemus, project vice president, Connected Parking,
    Robert Bosch GmbH, Las Vegas Convention Center, North Hall, Room N261
Mittwoch bis Samstag, 6. - 9. Januar 2016 - Bosch Messestände
  • Fokus Smart Home, Smart City und Industry 4.0 im Smart Home Marketplace, Sands Expo Center, Stand #71517
  • Fokus Connected Mobility in der North Hall, Stand #2302
Verfolgen Sie die Bosch CES 2016 Highlights auf Twitter: #BoschCES

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  • 21. Dezember 2015
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Zweite Bosch-Auswertung zu Fahrerassistenzsystemen Notbremssysteme und Spurassistenten sind auf dem Vormarsch

  • Deutschland: Spurassistenten und Notbremssysteme sind in jedem fünften der 2014 neu zugelassenen Pkw an Bord
  • Park-Assistenzsysteme sind in Europa die am weitesten verbreiteten Helfer
  • 2014 verfügen in Deutschland doppelt so viele neue Pkw über ACC wie 2013
  • Bosch-Absatz von Radar- und Videosensoren verdoppelt sich 2015 erneut
Stuttgart – Fahrerassistenzsysteme spielen beim Autokauf eine immer größere Rolle. Vor allem Spurassistenzsysteme und automatische Notbremssysteme haben stark an Bedeutung gewonnen. Laut einer Bosch-Auswertung auf Basis der Zulassungsstatistik 2014 kommen sie in jedem fünften der knapp drei Millionen im vergangenen Jahr in Deutschland neu zugelassenen Pkw zum Einsatz. Zum Vergleich: Bei der Auswertung für 2013 waren beide Assistenzsysteme jeweils nur in jedem zehnten Neuwagen anzutreffen. Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel begrüßt den positiven Trend: „Nur wenn Fahrerassistenzsysteme auch vielfach eingesetzt werden, können sie den Straßenverkehr sicherer machen.“ Hätten alle Fahrzeuge ein Notbremssystem an Bord, könnten allein in Deutschland bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden vermieden werden. Mit einem Spurhalteassistenten lassen sich laut Bosch-Unfallforschung bis zu 28 Prozent der Unfälle mit Personenschaden verhindern, die aus einem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur resultieren.

Technische Voraussetzung in immer mehr modernen Pkw vorhanden
Das Plus an Sicherheit ist ein wichtiger Grund für die wachsende Beliebtheit von Fahrerassistenzsystemen. Speziell automatische Notbremssysteme profitieren zudem vom neuen Euro-NCAP-Bewertungsschema. In neuen Fahrzeugen schreibt die europäische Verbrauchervereinigung ab 2016 einen vorausschauenden Fußgängerschutz vor, wenn ein Autohersteller die Bestnote von fünf Sternen erreichen will. Getrieben von den geänderten Testvorgaben und begünstigt durch sinkende Kosten verfügen immer mehr moderne Pkw über Umfeldsensoren. Das lässt sich auch an den Absatzzahlen von Bosch erkennen: 2015 wird sich der Absatz von Radar- und Videosensoren erneut verdoppeln.

Ein Umfeldsensor ermöglicht gleich mehrere Fahrerassistenzsysteme
Bei Radarsensoren mit 77-Gigahertz-Technologie ist Bosch Weltmarktführer; 2016 soll der 10-millionste Radarsensor gefertigt werden. Mit seinem Mittelbereichsradarsensor MRR hat Bosch die Radartechnik für den breiten Markt erschwinglich gemacht. Der MRR kommt zum Beispiel sowohl im VW Polo als auch im Golf zum Einsatz und damit in der preissensiblen Klein- und Kompaktwagenklasse. Ein Sensor kann als Basis für gleich mehrere Fahrerassistenzsysteme dienen: So ermöglicht der MRR neben einem Notbremssystem auch eine adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung. ACC hält automatisch die vom Fahrer vorgegebene Geschwindigkeit und den eingestellten Sicherheitsabstand zum Vordermann. In Kombination mit einem Auffahrwarnsystem kann ACC die Zahl der starken Bremsmanöver auf Autobahnen um 67 Prozent reduzieren. Außerdem treten 73 Prozent weniger kritische Abstände zum vorausfahrenden Fahrzeug auf. ACC ist in acht Prozent aller Neuwagen 2014 vorhanden. Das sind doppelt so viele Fahrzeuge wie noch nach der ersten Bosch-Auswertung ein Jahr zuvor.

Gegen Sekundenschlaf: Jeder vierte neue Pkw erkennt müden Fahrer
Mehr Verbreitung in neuen Pkw – jeweils plus zwei Prozentpunkte gegenüber 2013 – finden auch die Verkehrszeichenerkennung und die Müdigkeitserkennung. Sechs Prozent aller im vergangenen Jahr neu zugelassenen Autos können mithilfe einer Videokamera an Bord bestimmte Verkehrsschilder am Wegesrand erkennen. Die Informationen werden dann als Symbol im Cockpit-Display eingeblendet und helfen beim Durchblick im Schilderwald. Die Müdigkeitserkennung kommt in einem Viertel aller Neuwagen 2014 zum Einsatz. Die entsprechende Bosch-Lösung analysiert anhand des Lenkwinkelsensors oder der elektrischen Servolenkung permanent das Lenkverhalten des Fahrers auf für Schläfrigkeit typische Muster. Abrupte, kleine Lenkeingriffe werden sofort registriert. Ergänzt um weitere Parameter wie beispielsweise Fahrtdauer und Uhrzeit erkennt das System Anzeichen beginnender Müdigkeit. Bevor der Fahrer einzunicken droht, mahnt ihn die Müdigkeitserkennung rechtzeitig zu Pausen.

Park-Assistenzsysteme sind am häufigsten in Neuwagen anzutreffen
Die intelligente Lichtsteuerung aktiviert außerhalb geschlossener Ortschaften automatisch das Fernlicht, sobald keine vorausfahrenden und entgegenkommenden Fahrzeuge erkannt werden. Auch passt sie das Scheinwerferlicht permanent dem Fahrbahnverlauf an. Systeme, die nur stufenlos das Abblendlicht regeln können, finden in der aktuellen Auswertung keine Berücksichtigung mehr. Dadurch sinkt die Ausrüstungsrate: 2014 kommt die intelligente Lichtsteuerung deshalb nur noch in 13 Prozent der neu zugelassenen Pkw zum Einsatz. Erstmalig mit ausgewertet hat Bosch Park-Assistenzsysteme. Dazu zählen angefangen von der auf Ultraschallsensoren basierenden Einparkhilfe, die Autofahrern über akustische Signale den Abstand zu Hindernissen im Parkraum signalisiert, auch Rückfahrkameras und Parkassistenten. Letztere übernehmen beim Einparken auch das Lenken. Gasgeben und Bremsen bleiben dagegen Aufgabe des Fahrers. Park-Assistenzsysteme finden sich in jedem zweiten (52 Prozent) der 2014 in Deutschland neu zugelassenen Pkw. Damit sind sie gemäß der Bosch-Auswertung das am weitesten in Neuwagen verbreitete Assistenzsystem.

Andere Länder – aber ähnliche Vorlieben für Fahrerassistenzsysteme
Auch jenseits der Grenzen Deutschlands erfreuen sich Park-Assistenzsysteme großer Beliebtheit: In Belgien und den Niederlanden ist ebenfalls jeweils jeder zweite Neuwagen 2014 (50 Prozent) mit einem Parkhelfer ausgerüstet. In Großbritannien verfügen 19 Prozent der neu zugelassenen Pkw über einen solchen Assistenten. Automatische Notbremssysteme sind in Belgien noch weiter verbreitet als in Deutschland: Jeder vierte neu zugelassene Pkw unterstützt im Nachbarland den Fahrer beim Bremsen vor Hindernissen. In den Niederlanden können das 17 Prozent, in Spanien elf Prozent und in Großbritannien fünf Prozent der Neuwagen. Bei den Spurassistenten offenbart der Blick in die übrigen EU-Länder folgendes Bild: In Belgien haben 14 Prozent der neuen Pkw 2014 ein solches System an Bord. In den Niederlanden sind elf Prozent, in Spanien neun und in Großbritannien sechs Prozent der Neuwagen damit ausgerüstet.

Bosch-Auswertung auf Basis der Neuzulassungsstatistik 2014
Für die Auswertung zu Fahrerassistenzsystemen hat Bosch neben der Neuzulassungsstatistik 2014 des Kraftfahrtbundesamtes auch Daten des Dienstleisters Polk herangezogen. Ausgehend davon hat Bosch die wichtigsten Fahrzeugmodelle je Segment ermittelt. Anschließend wurden die Ausstattungslisten dahingehend untersucht, welche Fahrerassistenzsysteme angeboten werden.

Weiterführende Links:
Erste Bosch-Auswertung zu Fahrerassistenzsystemen
Glossar der Fahrerassistenzsysteme von Bosch
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  • 18. Dezember 2015
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